Eberhard I. von Hilpoltstein-Biburg            Erzbischof von Salzburg (1147-1164)
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    -   1164
 

Sohn des N.N.
 

Lexikon des Mittelalters: Band III Spalte 1521
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Eberhard I., Erzbischof von Salzburg 1147-1164
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* um 1090, +   1164

Aus der Familie der Herren von Sittling-Biburg.

Wurde nicht zuletzt wegen hervorragender Bildung früh in das Bamberger Domkapitel aufgenommen, fühlte sich aber strengeren monastischen Richtungen verpflichtet. Er regte seine Brüder an, ihre Burg Biburg (Nieder-Bayern, Landkreis Kelheim), in ein Benediktinerkloster umzuwandeln, wo er 1133 1. Abt wurde. In dieser Funktion bemühte er sich um die von König KONRAD III. gewünschte Kanonisation Kaiser HEINRICHS II. Diese Kontakte gaben den Ausschlag, Eberhard 1147 zum Erzbischof von Salzburg zu wählen. Als Metropolit blieb er im Streit der STAUFER und WELFEN neutral, trat aber in den Auseinandersetzungen Kaiser FRIEDRICHS I. mit Alexander III. an dessen Seite, bemühte sich aber bis zu seinem Tode um den Frieden. Die wenig später verfaßte Vita, die seine - allerdings nie erreichte - Kanonisation zum Ziele hatte, ist inhaltlich dürftig. So sind viele Einzelheiten im Leben von Eberhard I. noch unklar.

Quellen und Literatur:
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MGH Epp. DK VI, 10ff. - NAB IV 230f. - J. Jemmerle, Germania Benedictina II, 1970, 69 - H. Dorpsch, Gesch. Salzburgs I, 1981, 274-284.


Literatur:
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Cardini, Franco: Friedrich I. Barbarossa. Kaiser des Abendlandes, Verlag Styria Graz 1990, Seite 153, 157,164,168,171,174, 184 - Jordan, Karl: Heinrich der Löwe, Deutscher Taschenbuch Verlag München, Seite 71,114,156,158,160,163,165 - Wies, Ernst W.: Kaiser Friedrich Barbarossa. Mythos und Wirklichkeit, Bechtle Esslingen 1999, Seite 50,93,142,157,160,174,179,184,192 -