Begraben: Konstantinopel
Sohn des Grafen Lanzelin im Thurgau und der
Liutgard von Nellenburg
Lex. MA Wohl aus dem Hause der Herzöge von Ober-Lothringen
Lexikon des Mittelalters: Band IX Seite 7
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Werner, Bischof von Straßburg 1001-1028
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* um 970, + 28. Oktober 1028
Konstantinopel
Begraben: Konstantinopel
Wohl aus dem Hause der Herzöge von Ober-Lothringen stammend, wahrscheinlich an der Domschule von Hildesheim ausgebildet. 1001 von Kaiser OTTO III. zum Bischof erhoben, wurde er erst nach dessen Tod am 4. Mai 1002 ordiniert. Von Jugend an König HEINRICH II. verbunden, gehörte er zu dessen verlässlichsten Helfern. 1020 führte er schwäbische Truppen bei einem erfolgreichen Kriegszug gegen Burgund. Auch KONRAD II. sah in Werner I. einen erprobten Verfechter der Reichspolitik und beauftragte ihn 1027 mit der Leitung einer Gesandtschaft an den byzantinischen Hof. Die dabei auftretenden Schwierigkeiten bewältigte der Bischof mit der ihm eigenen Ausdauer, doch starb er noch vor Abschluss der Verhandlungen. Werner I. darf zu den markanten Vertretern des deutschen Episkopats im 1. Viertel des 11. Jh. gerechnet werden, der auch bei seinen Amtsbrüdern hohes Ansehen genoss ("Gandersheimer Streit"). Lange Zeit für einen der frühen HABSBURGER gehalten, scheint er mit diesen nur verschwägert gewesen zu sein, war aber in deren Hausmachtpolitik stark involviert (Gründung von Kloster Muri, Erbauung der Habsburg im Aargau).
Literatur:
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S. Hirsch, JDG Heinrich II., 1-3 - H. Bresslau, JGD Konrad
II., 1-2 - O. Riedlich, Rudolf von Habsburg, 1903, 3ff. - E. Hlawitschka,
Der Aufstieg des Hauses Habsburg, 1969, 114 - H. Wolfram, Die Gesandtschaft
Konrads II. nach Konstantinopel (1027/29), MIÖG 100, 1992, 174ff.
Trillmich Werner: Seite 119,254
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"Kaiser Konrad II. und seine Zeit"
Auf Bischof Alwin folgte der Hofkepallan
Werner (1001-1028) aus dem Hause HABSBURG,
ein besonders tatkräftiger Politiker. Als er sich 1002 HEINRICH
II. anschloss, brandschatzte Herzog Hermann seine Residenz.
Daraufhin wurde unverzüglich der Neubau des größten deutschen
Domes in Angriff genommen. Zur Durchführung des gewaltigen Unternehmens
überließ der Kaiser seinem Freunde und Berater das Straßburger
Stift St. Stephan. Je mehr sich der LIUDOLFINGER
um den Erwerb Burgunds bemühte, umso häufiger besuchte er die
Stadt an der Ill zu Verhandlungen und Hoftagen.
Werner wurde 1027
zum Leiter einer Gesandtschaft nach Byzanz ernannt, die für
den Thronfolger um eine Braut werben, ein Friedens- und Freundschaftsabkommen
anbieten und das Verhältnis zu Venedig, dessen Doge mit dem byzantinischen
Kaiserhaus verschwägert war, klären sollte. Während die
Gesandtschaft auf die Rückkehr ihrer nach Deutschland geschickten
Boten wartete, gedachte Bischof Werner
mit byzantinischer Unterstützung eine Wallfahrt nach Jerusalem ans
Heilige Grab zu unternehmen, doch seine Abreise verzögerte sich immer
wieder. Schließlich erkrankte er und ist am 28.10.1028 in
der fremden Stadt am Bosporus verstorben.
Görich Knut: Seite 143,272
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"Otto III. Romanus Saxonicus et Italicus."
Zum Nachfolger des Anfang 1001 verstorbenen Bischofs
Alawich setzte
OTTO III. den im
kaiserlichen Dienst offenbar bewährten Adligen Wernerein;
dessen Weihedatum war der 4. Mai des Jahres 1001 oder 1002.Werner
wurde von OTTO
in ausdrücklicher
Erwartung treuer Dienste zum Bischof erhoben. Berücksichtigt man ferner,
dass Werners Vorgänger Widerold
(992-999) und Alawich (999-1001) die italienischen Unternehmungen
des Kaisers militärisch unterstützt haben, darf unterstellt werden,
daß sich OTTO
auch auf Werners
Zuzug hätte verlassen können. Das Fehlen der Straßburger
Kontingente wird an deshalb wohl mit der noch nicht erfolgten Weihe oder
noch unzureichend gefestigter Position Werners
oder aber damit zu erklären haben, dass sich der Befehl gar nicht
an ihn richtete.
Während des Hoftags in Diedenhofen wurde am 15.
Januar 1003 eine Königsurkunde zugunsten des Bischofs
Werner von Straßburg ausgestellt, die wohl als erste die
neue Bulle trug.
Krieger, Karl-Friedrich:
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"Die Habsburger im Mittelalter. Von Rudolf I. bis Friedrich
III."
Werner, ein Bruder
oder Schwager Ratbods, der zum Bischof von Straßburg aufstieg,
errichtete um 1020 am Zusammenfluss von Aare und Reuss eine Burganlage,
die Habichtsburg oder Habsburg, nach der sich die Familie
später benannte. Die Anlage, die bis heute eher unansehnlich geblieben
ist, bestand zunächst nur aus einem Wehrturm, dem erst seit dem 12.
und 13. Jahrhundert Wohnbauten zugefügt wurden. Für das Jahr
1108 ist erstmals ein Angehöriger des Geschlechts als "Graf von Habsburg"
urkundlich bezeugt.
Literatur:
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Bresslau, Harry: Jahrbücher des Deutschen
Reiches unter Konrad II. 3 Bände Verlag von Duncker & Humblot
Leipzig 1879 - Die Salier und das Reich, hg. Stefan Weinfurter,
Jan Thorbecke Verlag 1991, Band I Seite176,178,188,194,196-198/Band II
Seite 509/Band III Seite 154 - Görich Knut: Otto III. Romanus
Saxonicus et Italicus. Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1995Seite 143,272
- Hirsch, Siegfried: Jahrbücher des Deutschen Reiches unter
Heinrich II. 1. und 2. Band, Verlag von Duncker & Humblot Berlin 1864
- Hlawitschka Eduard: Die Anfänge des Hauses Habsburg-Lothringen.
Genealogische Untersuchungen zur Geschichte Lothringens und des Reiches
im 9., 10. und 11. Jahrhundert. Kommissionsverlag: Minerva-Verlag Thinnes
Nolte OHG Saarbrücken 1969 -
Hlawitschka Eduard: Untersuchungen zu den Thronwechseln
der ersten Hälfte des 11. Jahrhunderts und zur Adelsgeschichte Süddeutschlands.
Zugleich klärende Forschungen um „Kuno von Öhningen“, Jan Thorbecke
Verlag Sigmaringen 1987, Seite 43,73,117-119 - Krieger, Karl-Friedrich:
Die Habsburger im Mittelalter. Von Rudolf I. bis Friedrich III. Verlag
W. Kohlhammer Stuttgart/ Berlin/Köln 1994 - Trillmich Werner:
Kaiser Konrad II. und seine Zeit. Europa Union Verlag Bonn 1991 Seite 119,254
- Weinfurter Stefan: Heinrich II. Herrscher am Ende der Zeiten.
Verlag Friedrich Pustet Regensburg 1999 - Wolfram Herwig: Kaiser
Konrad II. Kaiser dreier Reiche. Verlag C.H. Beck München 2000 -