Dietrich I. von Brehna-Landsberg               Bischof von Naumburg (1111-1123)
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    -27.9.1123 ermordet
     Kloster Bosau
 

Sohn des Grafen N.N
 

Lexikon des Mittelalters: Band III Spalte 1031
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Dietrich I., Bischof von Naumburg
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     + 27. September 1123

Der vielleicht aus dem Hause WETTIN stammende Dietrich I. kam 1111 in sein Amt. Der Tradition seines Bistums folgend hielt er sich zunächst zur königlichen, seit etwa 1115 jedoch zur gregorianischen Partei. Er widmete sich besonders den Aufgaben der Verkündigung in dem noch weithin unerschlossenen Südteil seiner Diözese, regte die Gründung der Gaupfarrkirche Plauen/Vogtland 1122 und wohl auch jene der Zwickauer Gaukirche 1118 an. Bei Zeitz gründete er 1121 das Kloster Bosau, im Naumburger Bistumsland an der mittleren Elbe 1119 das Kloster Riesa, das Nonnenkloster St. Moritz in Naumburg wandelte er in ein Augustinerchorherrenstift um. Seine Anwesenheit auf Synoden in Fritzlar 1118 und Reims 1119 zeigt ihn als einen Mann der Kirchenpolitik. Er wurde am 27. September 1123 im Kloster Bosau aus privaten Gründen ermordet.

Literatur:
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NDB III, 682 - J. P. Lepsius, Gesch. der Bf.e des Hochstifts Naumburg I, 1846, 33-36 - W. Schlesinger, Kirchengesch. Sachsens im MA I, 1962, 135.