Liudger                                                      Bischof von Münster (791-809)
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    -26.3.809
 

Sohn des Grafen Thiadgrim und der Liafburg, Tochter von Graf Nothrad
 

Liudger erhielt seine Ausbildung in York, war ein Schüler Alcuins und schlug den Trierer Bischofsstuhl aus. Gemeinsam mit seinem Bruder Hildigrim war er in der Mission tätig und genoss hohes Ansehen im KAROLINGER-Reich. KARL DER GROSSE gab das Kloster 'Lothusa' in Brabant an Liudger, nachdem dieser zum Missionar im westlichen Sachsenland und dann zum Bischof von Münster ernannt worden war und den König 798 auf dem Feldzug ins Weser-Elbe-Gebiet begleitet hatte. Gemeinsam mit seinem Bruder gehörte er zum Kreis der einflussreichsten und angesehensten Geistlichen im KAROLINGER-Reich. Und dass sie schon in den 780-er Jahren, als sie von Widukind aus ihrem friesischen Missionsgebiet vertrieben worden waren, eine Pilgerreise nach Rom unternahmen und sich längere Zeit im Benediktskloster auf dem Monte Cassino aufhielten, dessen Abt Theodemar als 'propinquus' bezeichnet wurde, zeugt von der Weite der Kontakte, deren sich der Friese Liudger und sein jüngerer Bruder Hildigrim im angelsächsisch-fränkisch-römischen Beziehungsnetz erfreuten.
 
 
 
 

Literatur:
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Thietmar von Merseburg: Chronik. Freiherr vom Stein-Gedächtnisausgabe, Seite 182,184,416 -