Begraben: Lüttich, Kollegiatskirche
Sohn des Grafen Adalhard II. von Metz aus dem Geschlecht
der
MATFRIEDE
Lexikon des Mittelalters: Band VII Spalte 829
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Richer, Bischof von Lüttich
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+ 23. Juli 945
Bruder der Grafen Gerhard und Matfrid, zweier bedeutender
Repräsentanten der Aristokratie Lotharingiens, hatte den Abtstuhl
von Prüm von 899 bis zu seiner Erhebung zum Bischof inne.
Nach dem Tode des Bischofs Stephan von Lüttich (+ 920) wurde
Richers
Kandidatur
vom westfränkischen König Karl III.
der Einfältige unterstützt, gegen diejenige Hilduins,
der ins Lager des 'princpes' von Lotharingien, Giselbert, übergewechselt
war. Im Oktober 921 beendete Papst Johannes X. den Streit zugunsten Richers,
der am 4. November 921 vom Papst selbst die Weihe empfing. Darüber
hinaus gewährte der Papst ihm das Vorrecht, das Pallium zu tragen.
Richer ließ wohl während
seines Episkopats die Abteien Stablo-Malmedy und St-Hubert reformieren.
Er wurde beigesetzt in der Lütticher Kollegiatkirche St-Pierre, die
er hatte vergrößern lassen.