Erchanbert                                                Bischof von Freising (835-854)
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    -1.8.854
 

Sohn des N.N.; Neffe des Bischofs Hitto
 

Lexikon des Mittelalters: Band III Spalte 2123
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Erchanbert, Bischof von Freising
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     + 1. August 854

Offensichtlich Neffe seines Amtsvorgängers Bischof Hitto, gehört zur "Genealogie" der HUOSI. Alles weist darauf hin, dass er seine Ausbildung im Freisinger Domklerus erfahren hat. Am 26. Januar 836 ist Erchanbert bereits Bischof von Freising (frühestens 13. April 835). 843 war er beim Vertrag von Verdun mit zahlreichen bayerischen Großen und Vertretern seiner Verwandtschaft anwesend und nahm dort gleichzeitig einen Besitzkauf in vier bayerischen Orten vor. Spätestens 844 erhielt er - wohl von König Ludwig dem Deutschen - die reiche Königsabtei Kempten (Allgäu), die er bis zu seinem Lebensende behielt. Das Kloster Kempten hat in seiner Amtszeit - offensichtlich auch durch sein Zutun - zwei entscheidende königliche Gunsterweise Ludwigs des Deutschen erfahren. Aus Erchanberts Freisinger Amtszeit sind über 130 Rechtsgeschäfte (Traditionsurkunden) erhalten; er gilt als großer Förderer des Bistums, weshalb er später als Seliger verehrt wurde. Erchanberts Neffe, Subdiacon (später Diacon) Reginbert, war in der Kanzlei Ludwigs des Deutschen tätig. Ähnlich wie bei Bischof Hitto läßt sich auch unter Erchanberts Patronage und ausgeprägter Nepotismus feststellen. Nach dem Tode Erchanberts konnten die HUOSI das Bistum Freising nicht mehr besetzen.

Quellen:
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MGH DD L. d. Dt. nrr. 36, 46, 66 - Th. Bitterauf, Die Traditionen des Hochstifts Freising, 1905, nrr. 609-741.

Literatur:
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J. Sturm, Die Anfänge des Hauses Preysing, 1931, 216ff. - O. Meyer, Reginbertus subdiaconus, NA 50, 1935, 428ff. - H. Strzewitzek, Die Sippenbeziehungen der Freisinger Bf.e im MA, 1938, 189, 192 - W. Störmer, Früher Adel II, 1973, 331f. - K. Schmid, Gebetsgedenken und adliges Selbstverständnis im MA, 1983, 558ff.


Boslís Bayerische Biographie: Seite 180
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Erchanbert, Bischof von Freising 835-854 (856?)
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Stammte wie mehrerer Bischöfe Freisings im 8. und 9. Jahrhundert aus dem westbayerischen Adelskreis (vergleiche Arbeo, und andere mehr); hervorgegangen aus der karolingischen Hofkapelle, Förderer der Freisinger Bibliothek.

Literatur:
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Michelbeck/Baumgärtner, Geschichte d. Stadt Freising und ihrer Bischöfe, 1854; Spindler I.



Literatur:
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Bosl, Karl: Bosls Bayerische Biographie, Verlag Friedrich Pustet Regensburg 1983 Seite 180 - Schmid Karl: Gebetsgedenken und adliges Selbstverständnis im Mittelalter. Ausgewählte Beiträge. Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1983, Seite 558ff. - Spindler Max: Handbuch der bayerischen Geschichte Erster Band Das alte Bayern. Das Stammesherzogtum bis zum Ausgang des 12. Jahrhunderts. C. H. Beck'sche Verlagsbuchhandlung München - Störmer Wilhelm: Früher Adel. Studien zur politischen Führungsschicht im fränkisch-deutschen Reich vom 8. bis 11. Jahrhundert. Anton Hiersemann Stuttgart 1973 Teil II Seite 331 -