Corbinian
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Sohn des Waldekizus und der Corbiniana
 

Bosl’s Bayerische Biographie: Seite 118
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Corbinian/Korbinian, Heiliger, Wander- und Klosterbischof
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* wahrscheinlich in, + 8.9.725/730 (729?)
der Gegend um Melun   Freising

Vater: Waldekizus

Mutter: Corbiniana

Aus fränkischem Adel stammend, die Mutter anscheinend keltisch-romanischer Abstammung. Wanderbischof, der in Rom vom Papst geweiht worden sein soll. Kommt ca. 715 gelegentlich der Rückreise von Rom an den Hof des bayerischen Teil-Herzogs Grimoald in Freising. Wird schließlich wegen der Auflösung der kirchlich unerlaubten Ehe Grimoalds mit Pilitrud verfolgt und muß nach Mais bei Meran fliehen. Die Tradition schreibt ihm auch die Gründung eines Klosters in Kuens bei Mais zu, das er als seine Begräbnisstätte bestimmt haben soll (Überführung der Leiche erst durch Herzog Tassilo III.). Unter dem Nachfolger Grimoalds wieder in Freising.

Literatur:
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NDB 3; LThK 6; Bauerreiß, Kirchengeschichte Bayerns 1; K. Bosl, Der „Adelsheilige“. Idealtypus und Wirklichkeit, Gesellschaft und Kultur im merowing. Bayern d. 7. u. 8. Jhs. Gesellschaftsgeschichtl. Beitr. Zu den Viten der bayer. Stammesheiligen Emmeram, Rupert und Korbinian, in: Speculum Historiae (= FS). Spörl), 1965.