Konrad/Cuno                                            Graf im Ufgau bezeugt 950/961
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Sohn des Grafen Gebhard im Ufgau
Nach Jackman/Fried als Konrad I. Herzog von Elsaß (+ 982) Sohn Gebhards III. im Ufgau (+ ca. 948)
 

Thietmar von Merseburg: Seite 77
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"Chronik"

Des Kaisers Tochter, Konrads Gemahlin [Liudgard, Tochter OTTOS und Ediths, vermählt 947. Die Geschichte wird vom Contin. Regin. zum Hoftag von Worms Februar 950 von einer neptis des Königs berichtet.], wurde von einem gewissen Cono [Nach Contin. Regin. 950 Sohn Gebhards, der wohl Graf im Ufgau war (D. O. I. Nr. 23 vom 12.2.940.] allenthalben verleumdet, weil sie ihn nicht hatte erhören wollen. Er behauptete nämlich, sie sei insgeheim seine Frau. Da ließ sie der Caesar voller Empörung folgendermaßen rechtfertigen: Als alle Fürsten des Reiches versammelt waren, befragte er sie zunächst unter vier Augen eingehend, ob sie dieses Vergehens schuldig sei. Als er dann sah, wie sie Christus zum Zeugen anrief und sich vollständig durch Eide reinigte, erklärte er in aller Gegenwart, wenn einer seiner Leute mit den Waffen für sie eintreten wolle, werde er sich ihn für heute und immer fest als Freund verpflichten. Auf diese Weise hin trat Graf Burchard [Nach Contin. Regin. 950 ein Sachse = Vater des Pfalzgrafen Burkhard, der 1004 die Grafschaft Merseburg erhielt (VI, 16). Er fiel 982 in Calabrien (III, 20).] vor und erklärte öffentlich, Cono habe alles erlogen. Doch der stellte sich ihm, nachdem er seine Behauptung eidlich als wahr erhärtet hatte, verlor aber schon im ersten Gange die falsche Rechte und erwies durch seine Niederlage seine Ruchlosigkeit. So rettete sie der barmherzige Herr von der falschen Anschuldigung, da ihm ihr ehrenhafter Wandel gefiel. Wohl war sie zu Lebzeiten ihres Gemahls oft geschmäht und vielem Unglück ausgesetzt; doch sie hatte es mit männlicher Geduld ertragen.

Fried, Johannes: Seite 108,109
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"Prolepsis oder Tod? Methodische und andere Bemerkungen zur Konradiner-Genealogie im 10. und frühen 11. Jahrhundert"

Nach der Nennung eines weiteren Heerpflichtigen wurde auch Cono filius Cononis aufgeboten, der für Jackman mit dem im Jahre 983 eingesetzten Herzog Konrad von Schwaben identisch ist. Er wäre demnach Heriberts Bruder und zweimal im Aufgebotsschreiben genannt: einmal als Vater eines Sohnes und ein zweites Mal als Konrads Sohn. Hlawitschka hält das für unmöglich.
Heribert hatte wie sein Neffe als Führer rheinfränkischer Truppen zu erscheinen; der Konrad-Sohn stand an der Spitze vielleicht elsässisch-alemannischer oder ufgauisch-ortenauischer Verbände. War der künftige Herzog Konrad (= Konrad II.) der Sohn eines Konrad (= Konrad I.), war dieser ältere Konrad zugleich mit einem Mann identisch, der nach Thietmars freilich nicht unproblematischer Darstellung im gerichtlichen Zweikampf die rechte Hand eingebüßt haben soll und um 981 über 60 Jahre alt gewesen sein muß; er könnte auch krank gewesen sein, starb er doch im folgenden Jahr. Wie auch immer, es ist nicht auszuschließen, daß dieser Konrad nicht oder nur eingeschränkt kriegstauglich war, als das Aufgebotsschreiben erging. Möglicherweise vertrat ihn im Jahr 981 sein Sohn; Cono filius Cononis. Doch war derselbe auch selbst verpflichtet, weshalb er seinen Sohn zu schicken hatte. Schließlich hatte der Herzog Konrad nicht nur einen Sohn Hermann, sondern auch einen weiteren, der seinen eigenen Namen trug: Konrad; er wurde als Nachfolger seiner Vaters Graf im Ufgau. Er könnte, gerade auch wenn mitKonrads I. 982 bereits erfolgtem Tod zu rechnen wäre, ebenfalls unter Cono filius Cononis zu verstehen sein.
Auch jenes eben erwähnte Duell verdient an dieser Stelle noch ein wenig Aufmerksamkeit. Es fand im Jahr 950 während eines Hoftages in Worms statt, auf dem die Nachfolge des im Vorjahr verstorbenen Herzogs Hermann von Schwaben geregelt wurde. Die näheren Umstände sind dunkel. Der Fortsetzer Reginos bemerkt, nachdem er der Erhebung des Königssohnes Liudolf zum Herzog der Alemannen gedacht hatte, lapidar: Ibi (das heißt in Worms) Cuonradus filius Gebehardi comitis, quoniam cum quadam nepte regis se concubuisse sibi imposcit, a quodam Burchardo Saxone monomachia victus fefellisse patuit [Cont. Regin. zu 950 Seite 164]. OTTOS DES GROSSEN leibliche Nichte könnte allenfalls die älteste, damals etwa 12-jährige Tochter seines Bruders Heinrich gewesen sein, was anzunehmen zwar einige Perspektiven eröffnet, aber als ganz unwahrscheinlich zu verwerfen ist. Also meint neptis irgendeine Verwandte des Königs. Thietmar machte daraus OTTOS Tochter Liudgard, die lothringische Herzogin, ließ weiter Konrad im Duell die Schwurhand verlieren und schmückte die Erzählung überhaupt breit aus; sie betraf immerhin seinen eigenen Urgroßvater. Spiegelte sich die Aktualisierungskunst der weitgehend oralen Gesellschaft? Oder präzisierte der sächsische Chronist den bewußt verschleiernden Bericht des fränkischen Vorgängers, den er kannte? Immerhin war Thietmar ja Zögling derselben Magdeburger Domschule, die der erste Magdeburger Erzbischof Adalbert eingerichtet hatte, also jener Mann, der heute gewöhnlich für den Fortsetzer Reginos gilt; und Thietmar erzählte die Geschichte als Bischof einer Stadt, deren Graf eben der Sohn des königlichen Kombattanten von 950 war. Seine Darstellung könnte also Zutreffendes überliefern; auch daß ein Sachse als Konrads Gegner auftrat, läßt an OTTOS sächsische, nicht etwa an seine lothringischen Verwandten als Betroffene denken. Brüstete sich Konrad dann aber, wie man bisher durchweg vermutet, mit einer Liebesaffäre, die ein abruptes und unrühmliches Ende fand? Konrad I. muß im Jahre 950, so ergeben Überlegungen zum Alter seiner Kinder und Enkel, ein verheirateter Mann von etwa 30/35 Jahren gewesen sein. Die Annahme, er sei gerade - wie der König selbst - Witwer gewesen und habe sich mit einer Königsnichte zu vermählen gedacht, besitzt wenig Wahrscheinlichkeit. Also hieß nicht Ehe das Ziel seiner Wünsche, sondern Korrumpierung der Königs"nichte", hinter der Thietmar die sächsische Königstochter und lothringische Herzogin selbst erkannte. Doch ging es um Lothringen? Den Weg zu einer anderen Erklärung hat bereits Hermann Jakobs gewiesen, da er an den Zusammenhang erinnerte, in den der Continuator die Affäre rückte: die Nachfolge nämlich im alemannischen Herzogtum. Sollte sie durch Konrads Behauptung in eine andere Richtung gelenkt oder sollte der König zu umfangreicheren Kompensationen genötigt werden, als er tatsächlich zu leisten bereit war? Keine Romanze, wie bisher angenommen, vielmehr List und Täuschung, nicht Liebe, sondern Politik bestimmten Konrads Handeln. Wenn sich indessen hinter des Königs neptis OTTOS damals bereits verheiratete Tochter verbergen konnte, dann zweifellos auch seine Schwiegertochter Ida von Schwaben, die Gemahlin des sächsischen Prinzen Liudolf, die OTTO selbst übrigens dilecta filia nostra heißen konnte. Dann aber wären Schwaben und Ida Ehe das Ziel von Konrads Angriff auf die weibliche Ehre. Wie auch immer, Konrads Behauptung mußte ungeschehen gemacht werden. Dem diente der Zweikampf, den Konradverlor. Die alte Königsnähe, welche seine Oheime Konrad Kurzbold, Udo von der Wetterau und Hermann von Schwaben ausgezeichnet hatte, war nun fürs erste dahin. Die KONRADINER spielten fürderhin an OTTOS DES GROSSEN Hof eine untergeordnete Rolle. Erst seit den späten 960-er Jahren und unter OTTO II., als die Macht neu verteilt wurde, änderte es sich wieder. Jetzt begann auch Konrads, seiner Söhne und Enkel Wiederaufstieg, der ihnen die elsässische und alemannische Herzogswürde eintrug, welche einst Udo von der Wetterau und sein Bruder Hermann innehatten.

Schmid, Karl: Seite 161
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"Probleme um den "Grafen Kuno von Öhningen" in:
Gebetsgedenken uns adliges Selbstverständnis im Mittelalter. Ausgewählte Beiträge

Wie aber ist der welfische Geschichtsschreiber zur Behauptung gekommen, Kuno von Öhningen sei mit einer Tochter Kaiser OTTOS DES GROSSEN vermählt gewesen? Auch dafür finden sich Anhaltspunkte. Georg Waitz hatte vermutet, es liege eine Verwechslung mit Herzog Konrad dem Roten vor, der mit Liutgard, der Tochter OTTSO DES GROSSEN verheiratet war. Freiherr Schenk zuu Schweinberg dagegen hat angenommen, es handle sich um jenen Konrad, den Sohn Gebhards, der auf dem Hoftag 950 in Worms im Zweikampf gegen einen Sachsen namens Burkhard unterlag. Burkhard verteidigte die Ehre eines neptis des Königs OTTO, die Konrad verletzt hatte, indem er prahlte, er habe mit ihr in unerlaubten Beziehungen gestanden. Wiederum gibt bezeichnenderweise ein Vorfall, der auf einem Hoftag behandelt und gerichtlich abgeurteilt worden ist, einen ersten Anhaltspunkt für die Verbindung eines Konrad mit einer Verwandten OTTOS DES GROSSEN. Wenn gleich dieser Konrad nicht mit einer Tochter, wie angeblich Kuno von Öhningen, sondern mit einer neptis OTTOS in Verbindung stand, und diese Verbindung im Gegensatz zur angeblichen Heiratsverbindung Kunos von Öhningen offenbar keine ehelich-legitime gewesen ist, wird man die mißliche Geschichte, diemim jahre 950 an die Öffentlichkeit kam, noch genauer in Betracht ziehen.

Heinzelmann Josef:
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oder ein Herzog Konrad vom Elsaß?

Ich gestehe, bei den vorangehenden Überlegungen Jackmans Vorschlag weitgehend beiseitegelassen zu haben, Herzog Konrad von Schwaben sei der Sohn eines Herzogs Konrad vom Elsass, der 982 starb und den er mit einem bekannten KONRADINER, dem bisher nur als Ortenaugraf und Sohn Gebhards, aber nicht als Herzog belegten Konrad identifiziert. In verwirrender Rabulistik nimmt Jackman den dux Cuno de Beckilnheim als Beweis dafür, dass dieser Konrad Herzog vom Elsaß war, um den nachweislich mit einer Jutta vermählten dux Cuno nicht mit dem Herzog Konrad von Schwaben gleichsetzen zu müssen, dem („Graf Kuno von Öhningen“) der Welfenchronist eine Ehe mit der als Tochter OTTOS I. bezeichneten Richlind nachsagt, die von Wolf als Enkelin OTTOS I. postuliert wird, um den angeblichen Thronbewerber von 1002, Herzog Hermann II., den Sohn Konrads, als LUDOLFINGER-Erben bezeichnen zu können.

Ein Graf Konrad war 961 "Prokurator" des Klosters Schwarzach; DD O I 224, 225.
 
 
 
 

  oo Judith/Jutta von Öhningen
 
 
 
 

Kinder: Nach Jackman/Fried

  Konrad Herzog von Schwaben
  ca 925/30-20.8.997

  Udo II. Graf der Wetterau
  ca 920/25-14.7.982

  Heribert Graf Kinzinggau
  ca 930-   992

  Judith
  ca. 925-16.10.973

 959
  oo Heinrich I. Graf von Stade
            -9.5.975/76
 
 
 
 
 


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