Sohn des Kaisers
LUDWIG I. DER FROMME aus seiner 1. Verbindung mit einer Konkubine
N.N.
Werner Karl Ferdinand: Seite 446
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"Die Nachkommen Karls des Großen bis um das Jahr
1000 (1.-8. Generation)"
III. Generation
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Arnulf war
nicht "angeblich" Graf von Sens (so Brandenburg, der in der Anmerkung versehentlich
von Senlis spricht), sondern ist als solcher durch das zuverlässige
Chronicon Moissiacense (zu 817, MG SS 1,312) klar belegt. Das Geburtsjahr
setzt Brandenburg mit "erwa 790" angesichts des Geburtsjahres des jugendlichen
Vaters (778) doch wohl etwas zu früh an. Nichts spricht dagegen, daß
dieser Graf Arnulf
identisch ist mit dem von Nithard I,6 zusammen mit anderen Großen
(darunter Graf Gerhard von Paris) genannten Arnulf,
der von
KARL DEM KAHLEN
zu LOTHAR I.
abfiel. (841 III/IV, zu den Vorgängen Lot-Halphen 23-25). Seine führende
Stellung paßt zu seiner Abkunft und dem damaligen Alter von über
45 Jahren. Diese Identifizierung von Chaume 1, 164; 169-172; 185; 521 vorgeschlagen
und im DBF 3, 1939, 972 aufgegriffen, besagt nicht, daß Arnulf
stets Graf in Sens geblieben war.
Für die eigenen Nachkommen sorgte LUDWIG
vor, indem er die bereits erwachsenen Söhne LOTHAR
und Pippin als Unterkönige in
Bayern und Aquitanien einsetzte sowie seinen Schwiegersohn Bego (+ 816)
zum Grafen von Paris und seinen illegitimen Sohn
Arnulf zum Grafen von Sens machte.
Literatur:
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Schieffer Rudolf: Die Karolinger. W. Kohlhammer
GmbH Stuttgart Berlin Köln 1992, Seite 114 - Schnith Karl Rudolf:
Mittelalterliche Herrscher in Lebensbildern. Von den Karolingern zu den
Staufern. Verlag Styria Graz Wien Köln 1990, Seite 57 -