Wala                                                        Abt von Corbie (826-836)
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773-31.8.836
       Bibbio

Begraben: Kloster Bobbio
 

Sohn des KAROLINGERS Bernhard von einer sächsischen Mutter; Enkel Karl Martells
 

Lexikon des Mittelalters: Band VIII Spalte 1936
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Wala, Abt von Corbie 826-830 und Bobbio
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* um 755, + 31. August 836
                  Kloster Bobbio

Begraben: Kloster Bobbio

Der KAROLINGER Wala, Vetter KARLS DES GROSSEN, wurde wie sein Bruder Adalhard in der Hofschule erzogen und mit diesem einer der engsten Berater KARLS. Er galt zeitweise als der Zweite im Reich. Als Heerführer im unterworfenen Sachsen führte er Krieg gegen die Abodriten; 812 wurde er nach Italien zur Abwehr der Sarazenen geschickt. Die politische Karriere der beiden Brüder fand mit dem Regierungsantritt LUDWIGS DES FROMMEN ein jähes Ende Während Adalhard nach Noirmoutier in die Verbannung gehen mußte, wurde Wala Mönch in Corbie. Zuvor hatten beide 815 das Kloster Corvey gestiftet und das Damenstift


Hlawitschka Eduard: Seite 81
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"Die Vorfahren Karls des Großen"

52 Wala
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Walach comes filius Bernardi; Ann. regni Franc. ad 811, hrsg. von F. Kurze, Seite 134. Quae circa Adalhardum abbatem et fratrem eius Walahemgesta sunt; ebd., ad 822, Seite 158. - Zu seinem Leben jetzt L. Weinrich, Wala (wie in Nr. 26). Dort, Seite 27, auch die Zurückweisung des Versuchs von L. Levillain, eine Tochter Walas als Gemahlin des 810 verstorbenen Königs Pippin von Italien zu bestimmen.


Wala erlangte erst mit der Zeit Grafenrang und stieg nach 800 ebenfalls zu einer hohen Vertrauensstellung am Hof auf; dort lebte auch seine unverheiratete Schwester Gundrada und zeitweilig auch sein Bruder Bernhar, der an sich Mönch in Lerins war, während die früh verwitwete Schwester Theodrada später als Äbtissin des Marienklosters von Soissons in Erscheinung tritt. Er bekleidete in den letzten Jahren bei KARL DEM GROSSEN eine Vertrauensstellung und huldigte als einer der ersten fränkischen Großen dessen Sohn LUDWIG DEM FROMMEN. Trotzdem wurde er gemeinsam mit seinem Stiefbruder Adalhard wenig später verbannt. 821 begnadigt und zurückgerufen, zog er sich in das Kloster seines Bruders zurück und folgte diesem als Abt von Corbie.
 
 
 
 

  oo Rothlindis, Tochter Wilhelms von Toulouse
              - vor 814
 
 
 
 

Literatur:
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Diwald Helmut: Heinrich der Erste. Die Gründung des Deutschen Reiches. Gustav Lübbe Verlag GmbH, Bergisch Gladbach 1987, Seite 99 - Dümmler Ernst: Geschichte des Ostfränkischen Reiches. Verlag von Duncker und Humblot Berlin 1865 Band I Seite 44,48,56,59, 62,68,70,75,81,90,94,117,188,260,262,306,446 - Schieffer Rudolf: Die Karolinger. W. Kohlhammer GmbH Stuttgart Berlin Köln 1992, Seite 89,109,114,121,127-131,134,136 - Schnith Karl Rudolf: Mittelalterliche Herrscher in Lebensbildern. Von den Karolingern zu den Staufern. Verlag Styria Graz Wien Köln 1990, Seite 46,50 - Wies Ernst W.: Karl der Große. Kaiser und Heiliger. Bechtle Verlag Esslingen 1986, Seite 173,268 -