Philipp von Anjou                                    König von Sardinien
----------------------                                   Titularkönig von Thessalonich (1274-1277)
1256-1.1.1277
          Trani
 

Jüngerer Sohn  des Königs Karl I. von Anjou-Neapel und der Beatrix von Provence, Erbtochter von Graf Raimund Berengar V.
 

Herde Peter: Seite 84,85
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"Karl I. von Anjou"

Am 11. August 1269 wurde Karls zweiter Sohn Philipp in Sassari zum König von Sardinien ausgerufen, was für Pisa ein schwerer Schlag war.
Karls Sohn Philipp, der König von Sardinien, heiratete 1271 die Erb-Tochter des Fürsten Wilhelm von Achaia, Isabella.
Achaia (Morea) sollte nach diesen Verträgen Wilhelm von Villehardouin bis zu seinem Tode verbleiben. Starb er ohne männliche Erben, dann sollte es an den Gemahl seiner Erb-Tochter, an Philipp, den Sohn Karls, fallen; starb letzterer ohne Erben vor seinem Schwiegervater, was dann eintrat, dann fiel das Fürstentum an Karl bzw. seine Erben im Regno.

Kiesewetter, Andreas: Seite 27,30,32,34,37,47
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"Die Anfänge der Regierung König Karls II. von Anjou (1278-1295). Das Königreich Neapel, die Grafschaft Provence und der Mittelmeerraum zu Ausgang des 13. Jahrhunderts"

In späterer Zeit gesellte sich zu dieser Behinderung wie bei seinem Vater und bei seinem Sohn Philipp von Tarent noch die Malaria hinzu, mit der er, da er sich nie im Orient augehalten hatte, offensichtlich in S-Italien infiziert worden war. Über die Erziehung des Prinzen besitzen wir nur spärliche Quellenzeugnisse. Sicher ist lediglich, daß der junge Karl gemeinsam mit seinem jüngeren Bruder Philipp durch die Ritter Eustache und Hugo de Mesnil-Renard sowie einen Kleriker Guido erzogen wurde.
Als Gegenleistung erkannte der Fürst die angiovinische Oberhoheit über Achaia an. Die erbberechtigte Tochter Wilhelms, Isabella, sollte einen Sohn des Königs heiraten, der nach dem Tode des VILLEHARDOUIN dessen Erbe antreten sollte.
In ihrem Testament vom 30. Juni 1266 hatte Beatrix Karl II. ausdrücklich als Universalerben der Grafschaften Provence und Forcalquier eingesetzt, während Karl I. lediglich das Nießbrauchsrecht auf Lebenzeit eingeräumt wurde. Für ihre Töchter setzte sie Geldlegate aus, ihr Lieblingssohn Philipp sollte das väterliche Erbe in den Grafschaften Anjou und Maine antreten. Verstieß der Kronprinz gegen eine der Klauseln oder usurpierte gegen den Willen des Vaters die Grafschaften Anjou und Maine, sollte ihm sein Bruder als Erbe nachfolgen.
Die Vorbereitungen zur Ritterweihe der beiden Prinzen Karl und Philipp begannen bereits zu Beginn des Jahres 1272. Am Pfingstsonntag, dem 12. Juni 1272, wurden Karl II. und Philipp in einer feierlichen Zeremonie auf dem Feld des Klosters San Pietro ad Aram in der Nähe von Neapel zu Rittern geweiht.
Gegen Ende der Statthalterschaft mußte Karl noch einen schweren persönlichen Schicksalsschlag hinnehmen. Sein jüngerer Bruder, der nach den Vereinbarungen von Viterbio einst Fürst von Achaia hätte werden sollen, starb nach langem Siechtum im Februar 1277 in Trani. Nach ihm wurde vermutlich der vierte Sohn des Fürsten, der 1276 geboren worden war, auf den Namen Philipp getauft.
 
 
 
 

28.5.1271
   oo 1. Isabella de Villehardouin, Tochter und Erbin des Fürsten Wilhelm II. von Achaia
   x       um 1256-23.1.1312
 
 
 
 

Literatur:
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Herde Peter: Karl I. von Anjou. Verlag W. Kohlhammer Stuttgart Berlin Köln Mainz 1979 Seite 84,85,94 - Kiesewetter, Andreas: Die Anfänge der Regierung König Karls II. von Anjou (1278-1295). Das Königreich Neapel, die Grafschaft Provence und der Mittelmeerraum zu Ausgang des 13. Jahrhunderts, Matthiesen Verlag 1999 Seite 26 A.,27,30,32,34,37,47,339 -
 
 
 
 
 
 
 
 


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