Ältester Sohn des Grafen
Theotbald von Arles und der Berta
von Lothringen, illegitime Tochter von König
Lothar II.
Lexikon des Mittelalters: Band V Seite 158
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Hugo von Arles und Vienne, König von Italien
926-947
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* um 880, + 948
Arles
Durch seine Mutter Bertha von
Tuszien Enkel König Lothars II.,
schwang sich sich Hugo unter Kaiser
LUDWIG DEM BLINDEN vom Grafen
von Arles und Vienne (seit 903) zum dux und marchio der Provence und faktischem
Regenten des niederburgundischen Königreiches auf. Durch Herkunft
und Machtstellung nach Italien gewiesen, folgte er 926 dem Ruf der dortigen
Großen und übernahm nach der Vertreibung Rudolfs
II. von Burgund die italienische Königswürde. Die
noch lebendige karolingische Tradition
des Mittelreiches bestimmte Hugos ehrgeizige
Ziele, doch gelang ihm weder die Schaffung eines alpenübergreifenden
Großreiches noch erreichte er die Kaiserkrönung. Hugo
sicherte sich nach außen durch Bündnisse mit
HEINRICH I. von O-Franken und Romanos
I. von Byzanz; im Innern, wo seine Königsherrschaft bemerkenswert
stabil war, schuf er schon 931 durch die Erhebung seines Sohnes Lothar
zum Mitkönig die Voraussetzung für dynastische Kontinuität.
Markgraf
Berengar von Ivrea, Anführer des oppositionellen oberitalienischen
Adels, verdrängte
Hugo 945 mit
Unterstützung OTTOS DES GROSSEN
weitgehend aus Oberitalien, mußte jedoch Hugo
und Lothar einstweilen die Königswürde
belassen. Hugo rüstete 948 in
seinen Stammlanden zum Entscheidungskampf, als er plötzlich starb.
Lothars
Tod (950) führte 951 zum Eingreifen OTTOS
DES GROSSEN.
K 10
Me: 10.4. Hugo rex + 947 König von Italien
(Es.) Hugo
war der Schwiegervater der Kaiserin
Adelheid (K 49) während ihrer 1. Ehe mit Lothar
von Italien (K 44). Durch diese Verwandtschaft ist die Eintragung
Hugos
ins Merseburger Nevrolog zu erklären, da Adelheidnach
ihrer Heirat mit OTTO DEM GROSSEN für
die Aufnahme ihrer Verwandten ins ottonische
Gedenken sorgte; siehe dazu oben Seite 163.
Zu Hugos Wirken in
Italien vgl. Liudprand von Cremona, Antapodosis und Köpke-Dümmler,
Otto der Große, passim, besonders S. 134-141.
Allgemein Biographisches Wörterbuch 1, Spalte 1255
mit weiteren Hinweisen.
VI. 7 a. Hugo, Graf von Vienne,
Herzog der Provence, König von Italien 926 6. VII.
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* ca. 880, + 947 10. IV.
Gemahlinnen:
-----------------
a) vor 910 Willa
+ vor 926
b) vor 927 22. VII. Alda, aus deutschem (fränkischen) Geschlecht, zuletzt 932 28. II.
c) 932 Marozia, Tochter des Senators
Theophylakt und der Theodora, Witwe Guidos (VI. 10)
+ nach 933.
d) vor 937 12. XII. Bertha, Tochter
Herzog Burchards, Witwe König Rudolfs
von Burgund
+ nach 961 5. IV.
e) Konkubine Wandelmoda
f) Konkubine Pezola, niederer Herkunft
g) Konkubine Stephania, Römerin
h) Konkubine Rotrud (Roza), Tochter
Walperts
i) Konkubine N.
Anmerkungen: Seite 117
VI. 7. Hugo
Vgl. Schiaparelli Dipl. di Ugo Poupardin,
Provence 204f. Ob der Bouquet 9, 663 im Jahr 990 vorkommende Graf Hugo
identisch mit dem späteren König ist, erscheint mir sehr zweifelhaft;
erstes sicheres Vorkommen 899 Cart de Grenoble ed. Marion 260; als Graf
von Vienne seit 903 7. IV., Cart. de St.-Andre-le-Bas ed. Chevalier Append.
n. 11.
Der Zeitpunkt, wann er Herzog und
Markgraf von Provence wurde, ist nicht genauer zu bestimmmen; er erscheint
als comes noch 908 16. V., Prou-Poupardin n. 50, als dux et marchio ib.
n. 52; jedenfalls war er nach LUDWIGS
(Nr. 6) Blendung der eigentliche Regent des Königreichs Nieder-Burgund.
Letzte Urkunde 947 24. IV., Schiaparelli n. 83.
Todestag. Gingins de la Scarra,
Anh. s. Schweiz. G.: 9, 218
Gemahlinnen:
-----------------
1. Willa
c. 910, Cart. de St.-Andre-le-Bas
ed. Chevalier Append. n. 14.
Sie kann, wie Manteyer, Origines
302, vermutet, identisch sein mit der Witwe Rudolfs
I. von Burgund; dieser starb allerdings
912, sie heißt aber in der erwähnten undatierten Urkunde Willa
regina; wahrscheinlich ist die Urkunde nach 912 anzusetzen; tot 926,
Bouquet 9,680.
2. Alda
oo vor 927 22. VI., Schiaparello
n. 9; Francorum genere Teutonicorum Liudpr. 3, 20, zuletzt 932 28. II.
Schiaparelli n. 29.
3. Marozia
Liudpr. 3, 43f.
Ihr Todesjahr ist unbekannt.
4. Bertha
Morgengabenverschreibung 937 12.
XII., Schiaparelli n. 46.
Zuletzt in einer Urkunde ihres
Sohnes Konrad von Burgund,
die gewöhnlich ins Jahr 962, von Poupardin, Bourgogne 395 f., aber
auf 961 8. IV. gesetzt wird.
Konkubinen:
----------------
Wandelmoda
Liudpr. 3, 20
Pezola
Liudpr. 4, 14, nennt sie vilisimorum
servorum sanguine cretam.
Urkundlich nur Roza 945 20.
III., Stephania
genere Romana, Liudpr. 4, 14; Schiapareilli n. 79.
Sie war nach Liudpr. 4,14 Tochter
des Walpert, eines sehr mächtigen Mannes und Richters in Pavia, der,
wohl bald nach 927 14. X. auf Befehl Hugos
enthauptet wurde (Liudpr. 3, 29f. und Bemerk. v. Becker, 1. c. S. 92, Anm.
3.). Sie war vorher vermählt mit Pfalzgraf Giselbert, + vor 929 19.
XI., Liudprand 3, 29. [VI a 15]
* Ergänzung (Werner)
a) Gemahlin: 912 Willa, Witwe König
Rudolfs I. von Burgund
b) o-o ca. 920 Wandelmoda., nobilissima
c) Gemahlin: Hilda
(Alda)
d) o-o 926/30 Pezola
e) o-o 928/29 Rotruda/Roza + nach
945 III. 29., Tochter des Richters Waltpert in Pavia, enthauptet ca. 930;
Witwe des Pfalzgrafen Giselbert
+ 927 V. 14./929 X. 19.
f.) Gemahlin: Marozia,
Tochter des Senators Theophylakt; Witwe des Markgrafen Wido (siehe VI 18)
g) Gemahlin: 937 XII. 12. Bertha,
Tochter Herzog Burchards von Schwaben; Witwe König
Rudolfs II. von Burgund
h) o-o Stephania aus Rom
i) o-o N.N.
VI. Generation
15
---
Die (zweite) Ehe Hugos von Vienne
mit Hilda
(roman. Alda) wurde nicht nur vor 927
VII 22 (so Brandenburg) geschlossen, sondern schon vor 926, das heißt
aber, bevor Hugo König wurde,
denn er urkundet bei der Wiederherstellung von S.-Pierre de Vienne, undatiert,
noch als comes et marchio bei Nennung seiner Frau
Hilda:
uxoris quondam meae Willae, necnon et praesentis coniugis meae Hildae.
(HF 9, 689f.) ebd.: Signum Hildae comitissae.
Vgl. im übrigen zur Zeitstellung der Frauen und
Konkubinen Hugos die Ausführungen
Anmerkung VII, 30-32 über die Geburtsdaten der Kinder Hugos.
Entsprechend den dort gemachten Feststellungen war die Reihenfolge gegenüber
Brandenburg umzustellen.
Eickhoff Ekkehard: Seite 408,411
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"Theophanu und der König"
Lange vor Adelheids Geburt war König Rudolf von einer lombardischen Adelsgruppe ins Land gerufen und zum König gewählt worden. Aber schon wenig später wurde er von dem Markgrafen Hugo von der Provence aus Italien verdrängt. Dieser KAROLINGER aus der Nachkommenschaft Lothars, der ein Mann von ungewöhnlicher Durchsetzungskraft gewesen sein muß, wurde 926 in Pavia zum König erhoben, und König Rudolf unternahm keinen Versuch mehr, in den Süden zurückzukehren. Das Bild König Hugos ist nur von seinen Gegnern überliefert; ihrer Ansicht nach führte er seitdem in Italien ein tyrannisches Regiment. Die knappe chronistische Spur seiner Taten zeigt eine Kette blendender Erfolge und überraschender Niederlagen. Als Rudolf II. 937 starb, zählte Konrad, sein Sohn und Nachfolger in Burgund, erst 14 Jahre. Jetzt zeigte Hugo in einer unerwarteten Wendung seine Fähigkeiten. Er kam selbst nach Burgund an den Hof seines alten Rivalen und gewann dort die Königin-Witwe Berta zur Frau. Hugo hatte nun die tatsächliche Macht in Oberitalien, in der Provence und Burgund, und er hätte dem ganzen Raum die ersehnte Friedensordnung bescheren können, wäre er weniger aggressiv vorgegangen. Seinen SohnLothar verlobte er mit der damals 6-jährigen Adelheid. Offenbar hoffte Hugo, ihren Bruder, König Konrad, aus seinem Erbe verdrängen zu können. Jetzt griff OTTO DER GROSSE ein. Er holte Konrad an seinen Hof, ließ sich von ihm den Treueid schwören und stellte ihn und sein Reich Burgund unter seinen Schutz. Auch ein mächtiger und unbotmäßiger Vasall König Hugos, der Markgraf Berengar von Ivrea, fand bei OTTO DEM GROSSEN Zuflucht. Lange vor OTTOS erstem Zug nach Italien zog die sächsische Hegemonie die südwestlichen Nachbarreiche in ihren Bann. Nach N-Italien zurückgekehrt, gewann Berengar zusehends Land und Anhang. Er zwang Hugo, die Krone aufzugeben und seinem Sohn Lotharzu überlassen. Der von vielen Seiten angefeindete Hugo hatte sich schon mit der Königin Berta, Adelheids Mutter, nach der Provence zurückgezogen. Er hoffte, sein junger Sohn werde sich mit der Partei seiner Gegner aussöhnen können. Allerdings hatte Hugo seine Sache nicht aufgegeben; in der Provence schmiedete er mit den Sarazenen von Fraxinetum (La Garde Frenet bei Frejus) ein Bündnis gegen Berengar. Aber kurz darauf verschied er.
Köpke Rudolf/Dümmler Ernst: Seite
134-141
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"Kaiser Otto der Große"
In Italien nahte eben damals eine große Entscheidung,
welche tatsächlich die höchste Gewalt in andere Hände spielen
sollte, nicht durch Waffengewalt, sondern durch einen friedlichen Umschwung.
Längst war man dort in gewohntem Wankelmut der einst herbeigewünschten
Herrschaft
Hugosüberdrüssig
geworden, obgleich sein jugendlicher Sohn
Lothar
neben ihm schon seit 931 als Mitregent und Nachfolger anerkannt war. Auf
die milderen Seiten, die er anfänglich angeschlagen, folgte ein Regiment
der Willkür und der Härte, das der nächsten Verwandten nicht
schonte, wo sie seinen Argwohn erregten. Diese, zumal auch seine Bastarde,
und seine burgundischen Landsleute brachte er überall in die mächtigsten
Stellungen und zog sie Italienern vor. So wurde sein natürlicher Sohn
Boso
Bischof von Piacenza und Erzkanzler, ein anderer, Theobald
Archidiaconus
in Mailand mit der Aussicht auf das Erzbistum, das inzwischen der hochbejahrte
Arderich verwaltete, Gotfrid
Abt von
Ronantola, Hubert
Pfalzgraf und Markgraf von Tuszien, seine uneheliche Tochter Rotlinda
vermählte er dem Grafen Elisiard. Hugos
Halbbrüder
Lambert und
Boso
[Richtig ist: Boso war der Bruder König
Hugos.] wurden nacheinander über
Tuszien gesetzt, des letzteren Tochter Willa
mit dem
Markgrafen Berengar verheiratet.
Zu den Verwandten des Königs gehörte Tadbald, der Markgraf von
Spoleto, Manasse, Erzbischof von Arles, dem er in ganz ungesetzlicher Weise
die Bistümer Verona, Trient und Mantua, ja sogar die Mark zu Trient
zu gleicher Zeit übertrug, Hilduin, Bischof von Tongern, nunmehr zum
Erzbischof von Mailand erhoben. Aus Burgund folgte ihm als Kaplan seiner
Gemahlin Gerlan, dem er das Amt des Erzkaplans und die Abtei Bobbio zuwendete,
der Lothringer Rather, Hilduins Begleiter, ward mit dem Bistum Verona ausgestattet,
der Burgunder Sarilo, zuerst Pfalzgraf, trug die Marken Spoleto und Camerino
nebst der Abtei Farfa davon. Allgemeiner Haß, durch Furcht gebändigt,
herrschte gegen Hugo und seine Burgunder,
die man hochmütig und gefräßig schalt, vergessen wurden
die besseren Züge seines Wesens, sein Eifer für die Interessen
der Kirche, zu dem freilich sein ausschweifendes Leben übel stimmte,
seine der Wissenschaft und ihren Vertretern zugewandte Gunst. Dazu hatte
er die Anwohner der Alpen doch nicht, wie es seiner Macht gelegen, von
der furchtbaren Geisel der sarazenischen Raubzüge befreit. Ganz erfolglos
blieben seine, seit dem Jahre 932 beharrlich fortgesetzten Bemühungen,
in Rom Eingang zu gewinnen und durch eine Kaiserkrönung sich erst
recht den Besitz der Königswürde zu sichern. Der Patricius
Alberich, obgleich sein Eidam, hielt die ewige Stadt in seiner
Gewalt und mit ihr die Päpste Marinus und Agapit und wußte alle
Angriffe Hugos unwirksam zu machen,
so daß dieser sich zuletzt zum Frieden verstehen mußte. Als
im Jahre 943 Amadeus, einer von Berengars
Begleitern, in Pilgerkleidung sich über die Alpenpässe nach Italien
durchschlich und als Kundschafter sogar bis in Hugos
unmittelbare
Nähe drang, fand er die Stimmung des Volkes zum Abfall reif und nur
des Führers harrend, der es wagte, die Fahne des Aufruhrs zu erhebn.
Zu Anfang des Jahres brach endlich auch Berengar
nach mehrjähriger Verbannung von Schwaben gegen Italien auf, mit geringem
Gefolge nur, aber zählend auf die Einverständnisse, die er unterhielt,
und auf den Haß gegen Hugo, über
den seine Kundschafter ihn unterrichtet hatten. Wenn OTTO
auch aus Rücksicht auf seine bisher freundlichen Beziehungen zu diesem
Berengar
unmittelbare
Unterstützung versagte, so hätte derselbe doch keinesfalls wider
seinen Willen einen solchen Zug wagen dürfen. Eine ungewöhnliche
Richtung durch den Vintschgau schlug er ein, weil die über die rätischen
und penninischen Alpen führenden besuchteren Pässe von den Sarazenen
in Hugos Diensten behütet wurden
und gelangte so hinüber in das südliche Tal der Etsch. Die feste
Burg
Formigara (oberhalb Bozen), deren Obhut der Bischof Manasse einem seiner
Geistlichen Adalhard anvertraut hatte, hemmte zuerst sein Vordringen und
widerstrebte rascher Bestürmung. Da versprach
Berengar
Adalhard das Bistum Como, Manasse das Erzbistum Mailand (Manasse ließ
sich trotz seiner Verwandtschaft mit Hugo
durch diesen Köder fangen). Und ward sein Verbündeter. Überall
griff der Abfall um sich. Der mächtige Graf Milo von Verona, von fränkischer
Abkunft, und am Hofe BERENGARS I. emporgekommen,
der sich schon einmal treulos an Herzog Arnulf von Bayern angeschlossen,
ging, obgleich von Hugo überwacht,
zu seinem Feinde über und nahm ihn in dem festen Verona auf, wobei
mancherlei Unbilden, die er von jenem erfahren, ihm zur Entschuldigung
dienten. Bischof Wido von Modena, durch die Hoffnung auf die reiche Abtei
Nonantola getrieben, folgte nach, wiewohl er keinen besonderen Grund zur
Unzufriedenheit hatte, und verlockte durch sein Beispiel viele zum Anschlusse.
Gegen Wido wandte sich Hugo
zunächst
und belagerte seine Burg Vignola am Panaro, ohne damit etwas auszurichten,
denn inzwischen lud der von ihm schwer verletzte, ja mit dem Tode bedrohte
Erzbischof Arderich von Mailand Berengar
von Verona in seine Stadt ein. Traurig kehrte Hugo
nach seiner Hauptstadt Pavia zurück, wo sein Hof sich leerte und Alles
zu seinem Widersacher nach Mailand strömte, um Gnaden aus dessen Hand
zu empfangen. Indem der König seine Sache verloren gab, hoffte er
doch die Krone seinem Sohne noch zu retten, der ja längst siedem Namen
nach mit ihm teilte und an allen Staatsakten scheinbar mitwirkte, in der
Tat aber kaum erst zum Jünglinge herangewachsen war. Lotharbegab
sich also etwa im April in die Mitte der Empörer nach Mailand, um
vor ihnen seine Unschuld an den Vorwürfen zu beteuern, die man gegen
seinen Vater erhob; Hugo gedachte inzwischen
mit seinen Schätzen nach Burgund sich zurückzuziehen und dort
seine Zeit abzuwarten. Der junge, schuldlose König, den man in der
ehrwürdigen Ambrosiuskirche vor dem Kreuze niedergestreckt fand, erregte
in der Tat das Mitleid seiner bisherigen Vasallen und man beschloß,
ihm den Besitz der Krone zu lassen, indem Berengar
wieder eingesetzt in die Markgrafschaft Ivrea neben ihm als Teilhaber der
höchsten Gewalt stehen sollte. Berengar lenkte
den Arm des jungen Königs und rief seine Verfügungen hervor,
wie das die Urkunden der nächsten Zeit beweisen. Natürlich begünstigte
und förderte er vor allem seinen Anhang.
Berengar, indem er
sich die Fortführung von Lothars Königtum
gefallen ließ, hatte seine Anhänger zugleich veranlaßt,
auch an Hugo Boten zu entsenden und
ihn wiederum zur Übernahme der Herrschaft zu vermögen. Er fürchtete
nämlich, daß dieser mit Hilfe der mitgenomemnen Schätze
leicht von der Provence aus ihm einen Krieg erwecken könne, und wollte
ihn lieber unter seinen Augen behalten. So kehrte noch im Sommer scheinbar
alles in das alte Gleis zurück,
Hugo
und Lothar führten nach wie vor
ohne Macht den königlichen Namen und ihr siegreicher Nebenbuhler begnügte
sich mit dem bescheidenen Titel eines obersten Ratgebers. Mit dem Patricius
Alberich wurde unter Agapitus II., der kurz zuvor den päpstlichen
Stuhl bestiegen hatte, nach dem Tode Marinus II., endlich 946 Friede geschlossen,
die Marken Spoleto und Camerino erhielt Bonifacius, der Sohn Hubalds, ein
Schwiegersohn des Königs Rudolf I. von Burgund.
Berengar
zeigte sich von der vorteilhaftesten Seite und wußte alle Herzen
durch Güte und Freigiebigkeit zu gewinnen, so lange er das höchste
Ziel noch nicht vollständig erreicht hatte.
Hugo, der traurigen Rolle, zu der verurteilt worden, überdrüssig,
zog sich 946 in der Tat in die Provence zurück,. Wo er sich an Raimund
von Aquitanien einen Besitand für die Wiedereroberung seines Reiches
werben wollte, allein ehe es zu weiteren Versuchen gekommen war, ereilte
den König am 10. April 947 in Arles der Tod.
Hlawitschka, Eduard: Seite 81-90
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"Franken, Alemannen, Bayern und Burgunder in Oberitalien
(774-962)"
Im Jahre 907 versuchte offenbar Markgraf
Hugo von der Provence, der Sohn Thiebalds von Vienne
und der nach dessen Tode nach Tuszien weiterverheirateten
KAROLINGER-Tochter
Berta, welcher für den geblendeten
Kaiser LUDWIG
die Regierungsgeschäfte
besorgte, mit einigen anderen Großen wieder in Italien einzufallen.
Die Gründe, die ihn dazu bewogen, sind unbekannt. Aber einerlei, ob
er nur einen Vergeltungszug für die Blendung seines Herrn durchführte
oder ob seine Mutter, die "große Berta von
Tuszien", ihm damals schon die Herrschaft über Italien
zu verschaffen gedachte, aus der Tatsache des Italienzuges Hugos spricht
doch das rege Interesse, das man in der regierenden Gesellschaft der provence
an Italien und der dort herrschenden Führungsschicht behielt.
Wenn man der Nachricht des Constantinos Porphyrogenitos
trauen darf, hatte BERENGAR aus der
Provence einen Angriff abzuwehren. Von dort her versuchte in dieser Krisenzeit
Markgraf
Hugo - wie schon 907 - sein Glück in Italien. Bis Pavia
sei er zusammen mit seinem Bruder Boso
und einem Hugo Taliapherni
sowie einem kleinen Heer vorgedrungen. Dann aber habe BERENGAR
den Eindringlingen die Zufuhr abschneiden können. Als diese sich ergeben
und geschworen hätten, nicht wieder nach Italien zu kommen, habe BERENGAR
sie den Rückzug antreten lassen [Constantin setzte diesen Berich zwischen
seine Schilderung der Schlacht von Fiorenzuola (17. Juli 923) und den Vermerk
über den Tod BERENGARS durch Flambert
in Verona.]
Die Intrigen, die innerhalb der so einflußreich
gewordenen Adelsschicht gesponnen wurden, führten, noch bevor der
Burgunder-König
Rudolf recht Fuß fassen konnte, dazu, daß Markgraf
Hugo aus der Provence nach Italien gerufen wurde. Den Weg durch
das westliche Oberitalien zu nehmen, war für diesen zunächst
nicht möglich. Dort hatten Rudolf
und sein Schwiegervater Herzog Burchard von Schwaben ihre Streitmacht versammelt.
Wenn Hugo darauf den Seeweg nach Pisa
wählte, wo sein Halbbruder Wido von Tuszien gebot, dann zeigt das
einerseits, wer Hugo mit herbeigerufen
hatte, und andererseits, daß die alten Beziehungen, die zwischen
dem tuszischen Herrscherhaus und der Provence bestanden, wirksam geblieben
waren.
Auch unter König Hugo,
der nach dem Abzug Rudolfs II. vom
tuszischen Herrschaftsbereich seines Halbbruders Wido aus nach Oberitalien
weiterziehend allgemein Anerkennung fand und dort die durch den unentwegten
Machtkampf verfeindeten Adelsgruppen wieder versöhnen konnte, hielten
die Beziehungen zu den Ländern jenseits der Alpen an. Hugo
behielt ja nicht nur weite Besitzungen in seiner Heimat, er holte auch
nach und nach, was ihm später zum Vorwurf gemacht wurde, eine große
Menge Vertrauter aus Nieder-Burgund herbei und übergab ihnen Ämter
in Italien.
Für die Verbindungen Italiens mit der Provence schien
zunächst aber bedeutungsvoller als das langsame Fluktuieren der Adligen
zu werden, daß Hugo 928 versuchte,
im raschen Zugriff die Provence seiner italienischen Herrschaft anzugliedern.
Gleich nach Bekanntwerden des Todes LUDWIGS DES
BLINDEN zog er in seine Heimat, wo er durch seine einstige Stellvertreterschaft
LUDWIGS
noch Rechte gehabt zu haben scheint und wo er für seine Pläne
noch die Hilfe vieler Verwandter erhoffen konnte. Noch lebten ja dort sein
Bruder Boso, sein Neffe Erzbischof Manasse von Arles, ein zweiter Neffe
Graf Hugo, sein Schwager Ingelbert und dessen Brüder Ratburn und Erzbischof
Sobo von Vienne. Da er aber nicht der einzige Bewerber war, sondern in
König Rudolf (Raoul) von W-Franken
einen ebenso zielbewußten Konkurrenten fand, mußte die Lage
ungeklärt bleiben. Hugo urkundet
zwar als italienischer König in der Provence, doch mußte er
die Grafschaft Vienne an Odo, einen Sohn des Grafen Heribert von Vermandois
und Untergebenen König Raouls,
zu Lehen geben. Die Erhebung eines selbständigen Königs der Provence
- etwa Karl Constantin, des Sohnes
LUDWIGS
DES BLINDEN - wurde immerhin verhindert. Aber schon einige Jahre
später sollte Hugo zum Verzicht
auf seine Rechte in der Provence genötigt werden. Den Anstoß
dazu gab wieder eine Konspiration der italienischen Großen nordalpiner
Abkunft, die sich diesmal sogarum den königlichen Halbbruder Markgraf
Lambert von Tuszien sammelten, nach der Inhaftierung ihres Führers
wiederum Hilfe bei Rudolf II. von Hoch-Burgund
suchten und damit die nordalpine Beziehungen in schon mehrfach bewährter
Art zur Besorgung seines Gegenprätendenten gegen ihren unbequemen
Herrscher benutzten. Rudolf sollte
nun kommen, um König Hugo zu vertreiben.
Dieser aber erwirkte mit einer weiteren Gesandtschaft nach Hoch-Burgund,
daß Rudolf auf einen Einfall
in Italien verzichtete. Im sogenannten italienisch-burgundischen Vertrag
(Sommer 933) überließ er dem Hoch-Burgunder in nicht ungeschickter
Weise dafür seine Anrechte auf die Provence, wo Karl
Constantin inzwischen stärker hervortreten konnte und auch
der Einfluß aus W-Franken zugenommen hatte.
Gegen Jahresende 933 ist es aber schon wieder ein neuer
Aufstand, der die vorhandenen Beziehungen über die Grenzen hinweg
nach Bayern ans Licht treten läßt.Eine Gesandtschaft einiger
verschworener italienischer Großer muß damals also zu Herzog
Arnulf nach Bayern gekommen sein, die Vertreibung König
Hugos erbeten und ihm oder seinem Sohn die Herrschaft über
Italien angetragen haben. Arnulf wurde von ihnen libenter, ut qui cum invitarant,
in Verona empfangen. Als jedenfalls König
Hugo rasch zum Gegenschlag mit Truppen in diese Gegen geeilt
war, das bayerische Aufgebot zum Rückzug gezwungen wurde und Verona
zuvor der Plünderung verfiel, da schonten die Bayern Bischof Rather.
In den nächsten Jahren sollten noch weitere solche
Beziehungen der Adelsschicht Italiens zu den Gebieten nördlich und
nordwestlich der Alpen sichtbar werden. So kam zum Beispiel Abt Odo von
Cluny nach Italien, um für König Hugo
in Rom zu vermitteln. Auch die Angliederung Hoch-Burgunds an Italien sollte
durch
König Hugo noch einmal versucht
werden [Hugo zog nach dem Tode Rudolfs
II. sogleich nach Burgund und heiratet Rudolfs
Witwe. Seinen Sohn und Mitregenten Lothar verlobte
er mit Rudolfs Tochter
Adelheid.
Der Plan mißlang, da einige burgundische Große sich bereits
des zur Nachfolge ausersehenen Knaben Konrad
bemächtigt
und diesen OTTO DEM GROSSEN übergeben
hatten; vgl. Dümmler, Otto der Große Seite 110.]. Es darf bei
all dem aber nicht übersehen werden, daß die seit längerer
Zeit in Italien ansässigen Adelsfamilien die mit König
Hugo aus der Provence und aus Burgund neu angekommenen Adligen
schon mit großer Zurückhaltung betrachteten.
Der erste, für den OTTO
I. von Bedeutung werden sollte, war
Markgraf Berengar von Ivrea. König
Hugo hatte bei seinen Bestrebungen, die Macht des Hauses von
IVREA
zu schwächen, bereits Anskar II., Berengars
Bruder, nach Spoleto und Camerino versetzt, dann aber, da er offenkundig
gegen Hugo agitierte, 940 durch den
Pfalzgrafen Sarilo, einen seiner Leute aus Burgund, bekriegen und töten
lassen. Die Verschwörung, die Berengar darauf
gegen Hugo zu schmieden begann, war
auch bald aufgedeckt worden. Damals griff Berengar,
ein Enkel des ehemaligen Grafen Anskar von Ouche, nicht mehr auf Beziehungen
nach W-Franken, das heißt nach der Heimat seiner Vorfahren, zurück.
Er floh nach Aufdeckung seiner Pläne vielmehr zu Herzog Hermann von
Schwaben, der ihn zu OTTO I. weiterleitete.
OTTO I. unterstützte
Berengar,
und zwar - wie es scheint - nachdem dieser sich in seine Lehnsabhängigkeit
begeben hatte. Er lehnte nicht nur König
Hugos Bitte um Auslieferung Berengars
ab; er gestattete diesem in der Folge vielmehr, in Schwaben ein kleines
Heer anzuwerben, mit den er zu Anfang 945 nach Italien zurückkehren
und Hugo die Macht entreißen
konnte.
Brühl Carlrichard: Seite 168
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"Die Geburt zweier Völker. Deutsche und Franzosen."
Die übrigen sogenannten "Nationalkönige" haben die Kaiserwürde nicht erlangt, weder Rudolf II., als er Italien (922-926) mit seinem Königreich Burgund vereinen konnte, noch sein Rivale Hugo von der Provence, auch er ein KAROLINGER in weiblicher Linie, der jedoch 926 bis 946 unbestritten bis zur Zeit OTTOS I. der bedeutendste italienische König war. Ihm gelang es auch, sein "regnum Italiae" mit Nieder-Burgund mit Ausnahme des Gebietes von Vienne und Lyon zu verbinden. Nur der Wachsamkeit OTTOS I. war es zu verdanken, daß er nach dem Tode Rudolfs II. nicht auch Hoch-Burgund mit seiner Herrschaft verbinden konnte. Hugo war fest entschlossen, Italien seinem Haus zu erhalten, wie die Tatsache beweist, daß er schon 931 seinen damals höchstens einjährigen Sohn Lothar zum Mitregenten erhob. Kein Herrscher hat sich so intensiv - und vergeblich - um die römische Kaiserwürde bemüht wie Hugo. Die beste und scheinbar absolut sichere Gelegenheit bot sich, als er, gerade Witwer geworden, die Hand der römischen Senatorin Marozia gewann, die Witwe von Hugos Halbbruder Wido von Tuszien und Mutter Papst Johanns XI. Gerade als er kurz vor der Erlangung der Kaiserwürde stand, zweifelsohne war sie für Weihnachten 932 vorgesehen, zettelte der älteste Sohn Marozias, Alberich II., einen Aufstand an. Seine Mutter wurde gefangengesetzt und verschwindet aus der Geschichte. Alle Bemühungen Hugos in der Folgezeit, sich Roms zu bemächtigen, schlugen fehl, obwohl er Alberich im Jahr 936 sogar seine Tochter Alda zur Gemahlin gab. Aber wenn es Hugo auch nicht vergönnt war, das Kaisertum zu erwerben, so traten seine imperialen Ambitionen um so deutlicher hervor. So gelang es ihm nach längeren Vorverhandlungen, seine (illegitime!) Tochter Berta, die in Byzanz Eudokia hieß, im Jahre 944 mit dem byzantinischen Thronfolger Romanos II. (959-963) zu vermählen. Nach byzantinischem Vorbild scheint Hugo das kaiserliche Vorrecht, Purpururkunden ausfertigen zu lassen, in besonderen Fällen in Anspruch genommen zu haben. Daß er gelegentlich auch Goldbullen gebrauchte, versteht sich fast von selbst. Schließlich spricht eine gute Wahrscheinlichkleit dafür, daß Hugo eine Plattenkrone trug.
Adelheid Kaiserin und Heilige 931 bis 999 Seite
97-107
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Der Thron wurde Rudolf von
Hugo
von Vienne streitig gemacht, der damit auf der politischen Bühne
erschien. Er war ein Sohn aus der ersten Ehe der sehr schönen Intrigantin
Bertha
von Toscana, die für ihn die Unterstützung der großen
italienischen Feudalherren gesichert hatte. Im Juni 926 war Hugo
in Pavia, und Anfang Juli trug er die Krone. Die Herrschaft Rudolfs
war
zu Ende und die des Provenzalen begann. Der neue Herrscher war ein energischer,
ehrgeiziger, tückischer und treuloser Mann, der die Herrschaft über
20 Jahre zu behalten verstand, weil er den unruhigen Adel kontrollierte
und Komplotte und Verschwörungen wie die von zwei mächtigen Richtern,
Valperto und Everardo Gezone 929 in Pavia mit Schlauheit und Härte
verhinderte und unterdrückte: Die Verschwörer, mit Hilfe des
Bischofs gefangengenommen, wurden eingesperrt, ihre Güter konfisziert,
und ihr Schicksal war dramatisch. Valperto, der Vater von
Rozia,
die der König als Konkubine genommen hatte, wurde enthauptet seine
Frau Christina wurde gefoltert, um mögliche Schätze ihres Gatten
preiszugeben.
Aber als Ausgleich für so viele Greueltaten war
es auch die Zeit der Wunder, wie jenes das im August 930 dem Sohn König
Hugos, dem kleinen Lothar,
dem zukünftigen Ehemann Adelheids,
das Leben rettete. Das Kind litte an einem heftigen Fieber und war in hoffnungslosem
Zustand. Auf Befehl seines Vaters wurde es vom Palast nach San Michele
gebracht und auf die Reliqquie des heiligen Kolumban gelegt. Plötzlich
verschwand das Fieber und wich einem ruhigen Schlaf. Lothar
war gerettet, und seine Mutter, die Königin
Alda, stattete mit einer großen Gefolgschaft von Adligen
und Dienerinnen dem Heiligen ihren Dank ab und überreichte ihm goldgewebte
Stoffe, während Hugo in einer
feierlichen Audienz den Mönchen die entzogenen Besitzungen zurückgab.
Im folgenden Mai wurde das so gerettete Kind in derselben
Kirche San Michele in einer glänzenden Zeremonie gekrönt und
zum Mitkönig eingesetzt.
Hugo, inzwischen
verwitwet, hatte daran gedacht, seinen Einfluß dadurch zu mehren,
daß er im Frühjahr 932 Marozia
heiratete, die damals tatsächlich Rom unter ihrer Herrschaft hielt
und einen ihrer Söhne unter dem Namen Johann XI. zum Papst hatte wählen
lassen. Aber Hugos ehrgeiziges Projekt
scheiterte wegen einer Revolte, die Alberich,
der Sohn
Marozias, gegen sie angestiftet
hatte. Er hatte die Menge aufgewiegelt und seine Mutter eingesperrt, was
seinen Stiefvater dazu zwang, Hals über Kopf aus Rom zu fliehen. Hugos
Gegner nutzten die Situation, um ihm seinen alten Rivalen Rudolf
von Burgund entgegenzusetzen, den sie nach Italien einluden.
Aber
Hugo hatte 933 mit dem Burgunder
ein Abkommen geschlossen, mit dem er ihm als Ausgleich für den endgültigen
Verzicht auf alle italienischen Thronansprüche seine Rechte über
die Provence abtrat. Das hatte jedoch den Frieden im Königreich nicht
gesichert. So hatte Herzog Arnulf von bayern 934 mit Hilfe des Bischofs
Raterio von Verona diese Stadt besetzt und beabsichtigte, die Hauptstadt
zu erobern. Aber er wurde von
Hugo
geschlagen
und kehrte in sein Land zurück. Raterio nahm man gefangen und sperrte
ihn für zwei Jahre in Pavia in einen kleinen Turm, der einst dem verstorbenen
Richter Valperto gehört hatte.
Von 936 an stellten die Ungarneinfälle eine Bedrohung
für die innere Sicherheit des Königreiches dar und weckten die
Angst der Einwohner von Pavia, die noch die schmerzliche Erinnerung an
die ungarischen Brandpfeile bewahrten. Hugo, der den Palast zum Teil wiederherstellen
und zum Teil neu aufbauen hatte lassen, der sich vor den Übergriffen
der Sarazenen schützen mußte und noch immer Absichten auf Rom
hatte, zögerte nicht, sich auf Abkommen mit den Ungarn einzulassen
und ihnen einen Tribut zu zahlen, um sie auf Abstand zu halten und ihre
Raubzüge einzudämmen.
Am 11. Juli 937 starb Rudolf
II. von Burgund. Er ließ seine Frau
Bertha
als Witwe und seine noch jungen Kinder
Konrad,
Rudolf
und Adelheid
zurück. Die Minderjährigkeit des Thronerben weckte den Ehrgeiz
Hugos,
der sich in der Überzeugung, seine Macht über die Provence und
das übrige Königreich ausdehnen zu können, im Herbst nach
Burgund begab. Da er von Marozia
nichts wußte und sich als Witwer betrachtete, heiratete er Bertha,
und am 12. Dezember schloß er einen Heiratsvertrag zwischen seinem
kaum zehnjährigen Sohn Lothar und
der sechsjährigen Adelheid.
Die künftige Ehefrau erhielt als Mitgift die Königshöfe
von Corana, Marengo und Olona, drei Abteien und zwei kleinere Höfe
in der Toscana, im Ganzen 4.580 Hufen Land. Bertha
bekam 16 Höfe mit 2.500 Hufen übertragen.
Die Heirat mit Bertha,
die vierte für den Ehemann, erregte großes Aufsehen, da die
Ehefrau die Witwe des Stiefsohnes von Hugo
war. In der Tat hatte Hugo aus politischem
Kalkül in erster Ehe Willa,
die Mutter des damals noch sehr kleinen Rudolfs
II. von Burgund geheiratet und hoffte,
in seinem Namen regieren zu können. Aber diese Hoffnung wurde durch
den plötzlichen Tod seiner betagten Ehefrau zunichte. Doch auch dieses
Mal sollten die Pläne Hugos
scheitern. Otto I. von Sachsen,
der deutsche König, sicherte sich im Handstreich die Vormundschaft
über den jungen Konrad und
damit die Kontrolle über Burgund.
Hugo kehrte mit seiner
Frau Bertha und der Verlobten seines
Sohnes nach Italien zurück. Adelheid
sah so zum ersten Mal die Haupststadt ihres künftigen Königreiches.
Pavia war für die vornehmen Burgunderinnen sicher interessant. Bertha
bezog als Königin den Palast, in dem ihr erster Mann regiert hatte,
und sie lernte endlich die Stadt und den Hof kennen, von denen sie schon
so viel gehört hatte. Bertha organisierte
das Leben im Palast, und Adelheid,
die den Dienerinnen und den lehrern anvertraut wurde, folgte ihrem Beispiel
und wurde so in ihre zukünftigen Aufgaben eingeführt.
Aber die Dinge entwickelten sich nicht so, wie die Königin
es sich vorgestellt hatte. Hugo, der
aus der Heirat nicht die erhofften Vorteile gezogen hatte, zeigte sich
sehr schnell ungeduldig, nahm seinen üblichen Lebensstil wieder auf
und erzwang bei seiner Frau die Duldung unverschämter, gieriger und
streitsüchtiger Konkubinen. Bertha,
von ihrem Gemahl vernachlässigt, der sie schließlich verabscheute,
verließ die Stadt Pavia bald und kehrte nach Burgund zurück.
Die politische Sensibilität Adelheids
verfeinerte sich durch die aufmerksame Beobachtung dessen, was am Hof geschah.
Die Prinzessin wurde in der Tat Zeugin der Skrupellosigkeit und der Bestimmtheit,
mit der Hugo die Macht ausübte.
Er umgab sich mit Spionen und zögerte nicht mit der Anwendung von
Verschlagenheit, Gewalt und Täuschung gegen seine Feinde oder die,
die ihm im Wege standen, wie zum Beispiel Berengar
von Ivrea oder Erzbischof Arderich von Mailand.
Als Hugo 940 von
seinen Spionen erfuhr, daß Berengar
gegen
ihn eine Verschwörung plante, entschied er sich, ihn an den Hof zu
holen, um ihn gefangenzusetzen und blenden zu lassen. Aber der Plan scheiterte,
weil der feinfühlige Lothar, Freund
des Markgrafen von Ivrea, sich nicht zum Komplizen seines Vaters machen
lassen wollte und Berengar heimlich
warnte. Dieser fand seine Rettung, indem er nach Schwaben zu Herzog Hermann,
dem zweiten Ehemann von Adelheids Großmutter,
floh. Der Herzog von Schwaben nahm den Flüchtling nicht nur auf, sondern
brachte ihn auch in Kontakt mit dem deutschen
König OTTO, der ihm seinen Schutz gewährte. Das erlaubte
Berengar
fünf Jahre später, nach Italien zurückzukehren, mit den
wesentlichen Konsequenzen, die sich daraus ergaben.
Der Fall von Arderich ist noch typischer für die
Art, wie Hugo handelte. Der Erzbischof
war in der Tat nur deshalb schuldig, weil er dem Plan des Herrschers im
Wege stand, das Erzbistum Mailand auf Tebaldo,
seinen Sohn mit Stefania, einer römischen Konkubine, zu übertragen.
Hugo
berief eine Versammlung nach Pavia ein, an der auch der alte Kirchenfürst
teilnahm. Der König hatte angeordnet, daß seine Höflinge
mit dem Gefolge des Erzbischofs Streit anfangen und dabei diesen im allgemeinen
Durcheinander töten sollten. Mindestend 90 Mailänder wurden getötet;
Tote und Verwundete gab es sicher auch auf der Seite der Parteigänger
Hugos
genug. Aber Arderich war nicht unter den Opfern, und der König, dessen
Verantwortung für diese Ereignisse offensichtlich war, versuchte sich
herauszukaufen, indem er dem Erzbischof Versprechungen und Geschenke anbot.
Adelheid beobachtete,
dachte, lernte. Der altgewordene Herrscher, der die Intelligenz, die Energie,
die Anmut und die natürliche Würde seiner künftigen Schwiegertochter
schätzte, behandelte sie freundlich und versuchte, sie auf das Regieren
vorzubereiten, so wie er es mit Lothar hielt.
Der Ruf als unverschämter Schürzenjäger, der Hugo
nicht zu Unrecht anhing, brachte es mit sich, daß die Sympathie und
Zuneigung, die er Adelheid entgegenbrachte,
von manchen falsch gedeutet wurde, wie eine spätere Information im
Chronicon Novaliciense (V, c.3) zeigt, wonach er seine sehr junge Schwiegertochter
verführt haben soltte [Persönlicher Einwurf: Bei einem
Altersunterschied von über 50 Jahren eine für
Adelheid
mehr als unappetitliche Vorstellung. Man sollte sich einmal praktisch vorstellen,
wie anziehend
Hugo
im
Alter von ungefähr 65 Jahren auf ein 15-jähriges Mädchen
gewirkt haben müßte.]. Doch neben der Veranlagung Adelheids,
ihrer tiefen und lebendigen Religiosität, die allein genügen
würde, um diese Nachricht wenig glaubhaft zu machen, führen praktische
Überlegungen dazu, den Wahrheitsgehalt in Frage zu stellen. Und vor
allem erwähnen die zuverlässigeren zeitgenössischen Quellen
diese Nachricht nicht. Hugo war ein
zu guter Politiiker, um sich auf eine Beziehung einzulassen, die ihn nicht
nur diskredidiert, sondern auch Berengar
einen idealen Vorwand geliefert hätte, um das Eingreifen
OTTOS
I. zu verlangen und seine Unterstützung zu bekommen. Dieser
Herrscher übte in der Tat ein Protektorat über Burgund und die
burgundische Königsfamilie aus, und Bertha,
trotz allem die legitime Gemahlin Hugos,
hätte solch eine Schmähung sicher weder für sich noch für
ihre Tochter hingenommen. Dazu kommt, daß Hugo,
obwohl ein leidenschaftlicher Mann ohne Skrupel, auch ein sehr guter Vater
war, seiner zahlreichen Nachkommenschaft sehr verbunden, sehr besorgt darum,
seinen Söhnen und Töchtern, ob legitim oder illegitim, einflußreiche
Positioen zu sichern. Es scheint also schwierig zu glauben daß er
so gehandelt haben könnte. Sein Verhalten hätte dann seinem Sohn
Lothar,
den Mitkönig und Erben, dem Spott und der Häme der Höflinge
und der Untertanen ausgesetzt, und das hätte seine eigene Autorität
geschwächt udn die Stellung seines Sohnes, dessen nicht nur physische
Zartheit er kannte, praktisch unhaltbar gemacht. Ganz im Gegenteil versuchte
Hugo
aber um jeden Preis, die eigene Stellung und die Lothars
zu verstärken, indem er OTTO I.
bedeutende Geschenke sandte und die Hochzeit seiner sehr jungen und sehr
schönen natürlichen Tochter Bertha
mit Romanos, dem Enkel und Erben des
byzantinischen Kaisers, aushandelte, um seine Unterstützung zu bekommen
und das Ansehen seines Hauses zu vergrößern.
Genau zu dem Zeitpunkt, als Hugo
sich sicher fühlte, veränderte sich etwas in der Haltung des
deutschen Königs. Dieser verfolgte mit großem Interesse, was
sich in Italien ereignete, und er sah nicht gerne den Provenzalen, dessen
Ehrgeiz er kannte, an Ansehen gewinnen. Berengar
nutzte die Gelegenheit und zog Anfang 945 mit einem Heer über Schwaben
nach Italien. Er sicherte sich durch großzügige Versprechungen
die Unterstützung eines Neffen von Hugo,
Manasse von Arles und den Rückhalt einiger Adligen und Kirchenfürsten
und es gelang ihm, ohne Widerstand zu finden, das Etschtal entlangzuziehen
und in Verona, Modena und mit Hilfe des greisen Erzbischofs Arderich in
Mailand einzuziehen.
Hugo war weit weg
von seiner Hauptstadt, denn er war damit beschäftigt, das Schloß
Vignola des plötzlich zu Berengar
übergegangenen, raffgierigen Bischof Guido von Modena zu belagern.
Er kehrte so schnell wie möglich nach Pavia zurück, aber sein
Rivale hatte schon die Unterstützung der Unzufriedenen und aller aus
Eigennutz Untreuen gefunden. Der König war ohne Heer, er konnte nur
auf seine Grafen Angelbert und Aleram, seinen Schwiegersohn Elisiardo von
Parma, Lanfranc von Bergamo, seinen natürlichen Sohn Boso,
Bischof von Placentia, auf die Bischöfe Ambrosius von Lodi
und Litifred von Pavia und einige kleinere Vasallen zählen, und es
gelang ihm nicht, den Markgrafen von Ivrea zurückzuschlagen.
Obwohl Berengar nicht
die Krone trug, zeigte er sich großzügig und vergab Vergünstigungen
und Schenkungen, als ob er der Herrscher wäre. Die Großen des
Königreiches, nur damit beschäftigt, Reichtümer und Ehrenstellungen
für sich zu erhalten, nahmen diesen ungesetzlichen Zustand gerne hin.
Hugo
machte sich klar, daß die Auseinandersetzung verloren und jeder Versuch
von Widerstand in der Hauptstadt vergeblich war. Um seinen Sohn den Thron
zu erhalten, anerkannte er also, daß er besiegt war. Er sandte Lothar
mit einer Botschaft für die Großen des Königreiches nach
Mailand, in der er sich bereit erklärte, sich allen ihren Anklagen
zu stellen, er verzichtete auf die Krone, aber er verlangte, daß
sie seinem Sohn nicht weggenommen würde, der an allem unschuldig sei,
weil er wegen seines jungen Alters an der tatsächlichen Regierung
nicht beteiligt war.
Die Botschaft, die im Dom von Sant' Ambrogio vorgelesen
wurde, brachte die vorherberechnete Wirkung, und die Versammlung akklamierte
Lothar,
von Erzbischof Arderich und von Berengar
selbst zum Altar geführt, welcher mit dieser Geste den Eindruck erweckte,
als ob er den jungen Herrscher unter seinen Schutz nehmen würde. In
kurzer Zeit war die Lage vollkommen verändert: Hugo
und Lothar hatten auf der Höhe
ihrer Macht am 29. März 945 in Pavia der Gräfin Rotrud, dem Grafen
Elisiardo und seiner Frau Rotlinda,
einer Tochter des Königs, einige Besitzungen übertragen. Einige
Tage später, am 8. April, saß Berengar
schon im Palast. Es hatte kein Blutvergießen gegeben. Hugo
hatte die Hauptstadt verlassen und sich auf einen seiner Höfe zurückgezogen,
und Lothar begann nach seiner Rückkehr
nach Pavia, die Macht unter der drückenden Schirmherrschaft des Markgrafen
von Ivrea auszuüben, der einige seiner Vertrauten an den Hof brachte,
wie zum Beispiel Bischof Brunendo von Asti, der an der Stelle des Bischofs
Boso von Placentia, eines Sohnes Hugos,
Kanzler wurde. Jedoch läßt die Anwesenheit von Männern
wie dem Pfalzgrafen Lanfranc von Bergamo, dem Sohn der Rosa, einer
Mätresse des Königs, oder dem Grafen Aldrich in der Umgebung
Lothars vermuten daß er trotz
der gewaltigen Macht Berengars (oder
vielleicht gerade wegen dieser) eine Partei gab, die zum Teil aus Burgundern
bestand, die Hugo nach Italien gefolgt waren, udn daß diese Partei
dem alten König anhing und stark genug war, Anhänger des Provenzalen
im Amt zu halten.
Adelheid, die nichts
ändern konnte, hatte mit Furcht die Ereignisse und den Erfolg Berengars
verfolgt. Die neue Situation erschütterte die Hoffnungen zutiefst,
die sie für ihre Zukunft gehegt hatte. Erzogen um zu herrschen, war
sie an das starke und skrupellose Regieren Hugos
gewöhnt, und plötzlich sah sie ihn entthront, während Lothar,
ihr zukünftiger Ehemann, von zarter und beeindruckender Natur, von
dem Mann abhing, dem er einige Jahre früher das Leben gerettet hatte.
Bererngar wußte,
daß Hugo nicht der Mann war,
der sich mit einer untergeordneten Rolle begnügen würde, und
er war sicher, daß dieser versuchen würde, sich zu rächen,
auch mit Hilfe der Provenzalen. Er hinderte ihn also daran, in seine Heimat
zurückzukehren, und um zu vermeiden, daß die Großen des
Königreichs in die Versuchung gerieten, die Seiten zu wechseln, berief
er im August eine Versammlung ein und holte Hugo
nach Pavia zurück, um ihn wieder auf den Thron zu setzen. Wenn auch
der Form nach Lothar und Hugo
regierten, so lag die Macht in Wirklichkeit bei dem Markgrafen von Ivrea,
der den Titel eines obersten Beraters angenommen hatte. Der von Brerengar
gesuchte Kompromiß sollte ihm helfen, Zeit zu gewinnen, ebenso sehr
im Innern des Königreiches wie OTTO I.
gegenüber (der ihn beschützt und dem er 941 einen Treueid geschworen
hatte), aber auch im Verhältnis zu Burgund, wo Adelheids
Bruder Konrad regierte.
Die Lage änderte sich wenigstens teilweise, als
Hugo
mit der Billigung Berengars 947 entschied,
endgültig in seine Heimat zurückzukehren. Aber vor seiner Abreise
wollte der alte Herrscher, der einige Monate später sterben sollte,
daß die Hochzeit seines Sohnes gefeiert würde, um ihm die energische
Adelheid
zur Seite zu stellen und so auch eine Unterstützung der burgundischen
Partei zu sichern.
912
1. oo 2. Willa von Nieder-Burgund, Tochter des
Königs Bosos
- seine Cousine
920
2. oo Wandelmoda
-
924
3. oo Alda (Hilda)
-
926/30
4. oo Pezola
-
928/29
5. oo 2. Rotruda (Roza), Witwe des Pfalzgrafen
Giselbert
-29.3.945
932
6. oo 3. Marozia, seine Schwägerin
- 932
12.12.937
7. oo 2. Bertha von Schwaben, Tochter des Herzogs
Burchard II.
um 907-5.4.961/2.1.1966
Kinder:
2.Ehe
Hubert Markgraf von Tuszien
920/25- 967/70
3.Ehe
Alda
925- 954
936
oo Alberich II. Markgraf von Spoleto
911-31.8.954
Lothar König von Italien
926/28-22.11.950
4.Ehe
Boso Bischof von Piacenza (941-951)
927/30- 949/51
Bertha (Eudokia) Kaiserin von Byzanz
927/30- 949
944
oo Romanos II. Kaiser von Byzanz
939-15.3.963
5. Ehe
Rotlinda
930-14.10.1001
29.3.945
1. oo Elisiardus Graf
-948
950
2.oo Bernhard Graf von Pavia
-30.6.976
Illegitim
Theobald Archidiakon von Mailand
-
961
Gotifred Abt von Nonantula
-
Literatur:
----------
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(1.-8. Generation) Band IV in: Braunfels Wolfgang: Karl der Große
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