Prangarde von Canossa                             Markgräfin von Turin
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Tochter des Markgrafen Adalbert Atto II. von Canossa und der SUPPONIDIN Ildegarda
 

Golinelli Paolo: Seite 33,75
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"Mathilde und der Gang nach Canossa"

Eine Tochter Adalbert Attos, Prangarda, war mit dem Sohn Graf Arduins Glabrios von Turin vermählt worden. Dadurch war der Grundstein für ein dauerhaftes Bündnis mit einem mächtigen oberitalienischen Geschlecht gelegt.
Eine dritte Möglichkeit, die Besitztümer zu vermehren, war eine kluge Heiratspolitik, die ständig darauf zielte, die jungen Familienmitglieder mit den Söhnen und Töchtern sozial höhergestellter Familien zu verheiraten, wie es anscheinend bei Adalbert Atto und Hildegard (falls sie wirklich aus dem Geschlecht der SUPPONIDEN stammte) und bei Tedald und Guillia-Willa der Fall war. Diese Möglichkeit konnte sich jedoch als nachteilig erweisen, wenn es um heiratsfähige Mädchen ging, denen man Güter zur Mitgift geben mußte. Die CANOSSA hatten diesbezüglich Glück, denn ein solcher Fall kam in ihrer Familie, soweit bekannt, nur einmal vor, und zwar bei der Eheschließung Prangardas, der Schwester Tedalds.

Bresslau Harry: Band I Seite 363,431-436
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"Jahrbücher des Deutschen Reiches unter Konrad II."

Danach war also von den drei Söhnen Arduins III. Manfred I. der Gemahl der CANOSSANERIN, wozu vortrefflich stimmt, daß wir unter den Söhnen Manfreds I. einen Atto wiederfinden. Aber auch der Name dieser Tochter läßt sich nachweisen. Es gibt eine für diesen Zusammenhang bisher ganz unbeachtete Urkunde vom Jahre 991 Affo, Stor. ecclesiast. di Parma I, 369, durch welche Maginfredus marchio, filius bone mem. Ardoini marchio, et Prangarda jugalibus filia bone memorie Adelberto marchio, zu Pavia an einen Diakonus Rambald de plebe S. Donnini Burgo gewisse Güter verkaufen. Sämtliche Namen und der Umstand, daß Manfred salischen, Prangarda aber ihrer Geburt nach langobardischen Rechtes lebt, stimmen so vortrefflich, daß wir kein Bedenken zu hegen brauchen, die Urkunde auf unseren Manfred I. zu beziehen.

Vierter Abschnitt

Das Haus der Markgrafen von Canossa

Donizo (v. 411. 412. 435ff.) erwähnt drei Söhne Attos, Gottfried, Rodulf, Thedald; die Tochter Prangarda, die, wie wir oben (Seite 363) sahen, mit Manfred I. von Turin, aber vielleicht erst nach dem Tode des Vaters vermählt ward, nennt er nicht.
 
 
 
 

  oo Manfred I. Markgraf von Turin
               - um 1000
 
 
 
 

Kinder:  6 Söhne

  Otto II. Markgraf
        - nach 1029

  Manfred II. Olderich
         -   1034/35

  Adalrich Bischof von Asti (1008-1034)
         -   1036 gefallen
          bei Campo Malo

  Hugo
         -

  Atto
        -

  Wido
         -
 
 
 

Literatur:
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Bresslau Harry: Jahrbücher des Deutschen Reiches unter Konrad II. Verlag von Duncker&Humblot Leipzig 1879 Band I Seite  363, 431-436 - Hlawitschka, Eduard: Franken, Alemannen, Bayern und Burgunder in Oberitalien (774-962), in Forschungen zur Oberrheinischen Landesgeschichte Band VIII Eberhard Albert Verlag Freiburg im Breisgau 1960 Seite 137 -
 
 
 
 


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