Gottfried von Canossa                               Bischof von Brescia (970-981)
----------------------------                              Bischof von Luni (981-988)
    - um 998
 

Jüngerer Sohn des Markgrafen Adalbert Atto II. von Canossa und der Ildegarda aus dem Hause der SUPPONIDEN
 

Pauler Roland: Seite 47,77
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"Das Regnum Italiae in ottonischer Zeit"

Die Kirche von Luni erhielt von OTTO I. am 19. Mai 963, als Luni wahrscheinlich noch nicht zum Machtbereich der OTBERTINER gehörte, eine Berstätigung des Besitzes und der Immunität. OTTO II. verlieh am 18. Juli 981 den Leuten dieser Kirche die Immunität, da sie, wie Bischof Gottfried klagte, ungerechte Bedrückung durch die weltlichen Verwaltungsorgane erfahren hätten.
 

                            Bischof Gotifredus (975-979)

Bischof Gotifredus war ein Sohn des Grafen Adalbert-Atto von Canossa und wurde spätestens im Jahre 975 zum Bischof erhoben, da er die Reliquien des Hl. Apollonius seinem Vater übergeben hatte, Graf Adalbert aber schon am 29. Dezember 975 von Papst Benedikt VII. eine Urkunde für die Kirche S. Apollonio erwirkte; die Translation muß also schon vor diesem Zeitpunkt stattgefunden haben.
Wenn uns auch über Gotifred nur wenig überliefert ist, so könnte sein Pontikfikat in Brescia dennoch bezeichnend für die Oberitalienpolitik der OTTONEN sein, die das Haus CANOSSA wo immer möglich begünstigte. Sicher hat es OTTO II. oder vielleicht sogar noch sein Vater nicht ungern gesehen, daß Gotifred dieses Bistum erhalten hat, ja vielleicht hatten sie die Erhebung sogar begünstight oder in die Wege geleitet, da sei ja auch Gotifreds Bruder Thedald mit der Grafschaft von Brescia belehnten. Jedenfalls begünstigte die Stellung Gotifreds den Ausbau der Macht des Hauses CANOSSA im Gebiet von Brescia, der auch unter Gotifreds Pontifikat durch kein Diplom für die bischöfliche Kirche behindert wurde.



 
 
 

Literatur:
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Pauler Roland: Das Regnum Italiae in ottonischer Zeit. Max Niemeyer Verlag Tübingen 1982 Seite 47,77-
 
 
 


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