Acfred                                                      Herzog von Aquitanien (926-927)
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    - Herbst.927
 

Sohn des Grafen Acfred von Rasez und der Adelinde von Aquitanien, Tochter von Graf Bernhard II.; Enkel des Grafen Bernhard II. Plantevelue
 

Acfred folgte seinem Bruder Wilhelm II. dem Jüngeren in der Regierung des Herzogtums. Mit seinem Tode erlosch das Haus AUVERGNE.

Kienast Walter: Seite 173
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"Der Herzogstitel in Deutschland und Frankreich (9. bis 12. Jahrhundert)"

Von seinem Bruder Acfred, bisher Graf von Velay und Laienabt von Brioude, besitzen wir aus seiner einjährigen Regierung als letztem Erben Bernhard Plantevelues nur sein umfangreiches Testament. Er tritt auf als Herzog der Aquitanier aber auch  diese Urkunde ist bloß abschriftlich erhalten, wird jedoch durch spätere Zeugnisse gestützt. In einer Fremdurkunde heißt Acfrednach seinem Tode comes. Trotz des gewaltigen Besitzschwundes wird also der Herzogstitel  nicht aufgegeben; er scheint an der bewahrten Auvergne zu haften.

Schwager, Helmut: Seite 43 Anm.172,374
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"Graf Heribert II. von Soissons"

[Aizias, Aquitaine, 459 mit Anmerkung 27 datiert das Aussterben des "Hauses AUVERGNE" überzeugend auf das Jahr 927: am 16. Dezember 926 Tod Herzog Wilhelms II., im Herbst 927 Tod seines Bruders Acfred (gemäß einer Urkunde der Abtei Saint-Julien zu Brioude vom Oktober 927 für Vizegraf Dalmatius von Brioude: Cartulaire de Brioude, ed. Doniol, 79 nr. 58) ohne einen männlichen Erben!].
Nur einmal noch, im Jahre 926, half er König Rudolf gegen die Aquitanier, als sich nämlich Herzog Wilhelm II. erneut erhoben hatte und dessen BruderGraf Acfred von Velay, Brioude, Tallende und Gevaudan (+ 927)die burgundische Grafschaft Nevers besetzt hielt. Mit dem westfränkischen König marschierte Graf Heribert II. in die Burgundia und entsetzte das bedrohte Nevers.
 
 
 
 

Literatur:
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Schwager, Helmut: Graf Heribert II. von Soissons. Verlag Michael Lassleben Kallmünz/Opf.1994 Seite 43 Anm. 172,121 Anm.498,374 - Werner Karl Ferdinand: Die Ursprünge Frankreichs bis zum Jahr 1000. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co. KG, München 1995 Seite 489 -
 
 
 
 
 
 
 


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