Chadaloh I.                                                Markgraf von Friaul
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    -31.10.819
 

Sohn des Grafen Berthold aus dem Geschlecht der ALAHOLFINGER und der Gersuinda, Tochter von Ascarius
 

Mitterauer Michael: Seite 127
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"Karolingische Marken im Südosten"

Chadaloh ist 790-805 bezeugt, wurde 817 Graf der Ostbaar und missus in Italien.
Zusammen mit seinem Bruder Wago gibt er 805 reichen Besitz in der Folcholtsbaar an St. Gallen. Chadalhoh allein tradiert zur gleichen Zeit in Wengen an der Iller.
Gemeinsam mit Graf Albger und Nikephoros, dem Gesandten Kaiser Leos, wurde Markgraf Chadaloh 817 nach Dalmatien geschickt.

Tellenbach Gerd: Seite 53
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"Der großfränkische Adel"

Noch ein weiteres Mitglied der BERTHOLD-Familie treffen wir in Italien in bedeutender Stellung, nämlich einen Neffen des älteren Wolvene, Chadaloh oder Chadolah, Sohn eines Grafen Perahtold und Vater eines gleichnamigen Perahtold. Er kommt in den St. Gallener Urkunden von 790 bis 817 vor und wird dort 826 als schon verstorben erwähnt. Dieser Chadaloh fungierte unter KARL DEM GROSSEN als Königsbote in Italien und erscheint unter LUDWIG DEM FROMMEN als dux in Ftriaul. 817 wird er vom Aachener Kaiserhof aus als earundem finium princeps, das heißt der friaulisch-dalmatinischen Grenzlande, mit byzantinischen Gesandten und dem Königsboten Alpkar nach Dalmatien geschickt zur Klärung von Streitfragen zwischen beiden Imperien. 819 ist der dux Kadolah gestorben, nachdem er von einem mißlungenen Feldzug gegen den Slowenen-Fürsten Liudewit zurückgekehrt war.

Borgolte Michael: Seite 88-90
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"Die Grafen Alemanniens"

CHADALOH (I)
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belegt als Lebender  790 XI 17
belegt als Graf Bereich der Alaholfsbaar 817 XI 17
belegt als Verstorbener + 819

Beleg mit comes-Titel:
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W I Nr. 228 (dazu Clavadetscher-Staerkle, Dorsualnotizen 60f. [mit dux- Titel])

Belege ohne comes-Titel:
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W I Nrn. 127 (= ChLA II Nr. 123),185 (dazu Clavadetscher-Staerkle, Dorsualnotizen 50f.), 186 (dazu Bruckner, Vorakte Nr. 38, und Clavadetscher-Staerkle, Dorsualnotizen 50f.),302, St. Galler Gedenkbuch pag. 8 (= Piper, Libri Confrat. 20 col. 33, 8), Necrologium Augiae Divitis 280 ad 31.10., ? Necrologium monasterii Sancti Galli 478 (= St. Galler Todtenbuch 63) ad 29.7.

Literatur:
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Baumann, Gaugrafschaften 80 - Bauer, Gau und Grafschaft 78 A. 146,83 - Jänichen, Baar und Huntari 111f.,115, Tafel 2: "Die Bertholde" und Tafel: "Die Grafen der Baaren" im Anhang - Tellenbach, Der großfränkische Adel 53 A. 65,54 mit A. 72 - Sprandel, Kloster St. Gallen 52 - Baumhauer, Monasterium Sancti Petrit 21f. - Hlawitschka, Franken in Oberitalien 163-165 Nr. LI - Mitterauer, Markgrafen 24,38f.,127,131,201 - Werner, Adelsfamilien 103,125 - Mayr, Studien 37f.,138 - Schmid, Zur historischen Bestimmung 507,514 - Wenskus, Sächsischer Stammesadel 417f. - Brunner, Oppositionelle Gruppen 30,67f.,106 - Borgolte, Geschichte der Grafschaften Alemanniens, Kap. V. 4 - Ders., Alaholfingerurkunden, bes. bei AA. 118ff. - Rappmann, Die älteren necrologischen Aufzeichnungen

Am 17. November 790 übertrugen Perahroltusund seine Gemahlin Gersinda an St. Gallen ihre Kirche in Zeil an der Donau, den Besitz in Reutlingendorf und zwei Drittel einer Hufe sowie die Hälfte einer Mühle zu Möhringen. Dem Rechtsgeschäft haben, wie aus der Zeugenreihe hervorgeht, Chadaloh und Paldebert, Söhne des Tradentenpaares, ihre Zustimmung erteilt (W I Nr. 127). Chadalohs Spur läßt sich in den St. Galler Urkunden noch einige Zeit weiter verfolgen; genealogische Hinweise sowie Orts- bzw. Besitzangaben in den verschiedenen Dokumenten ergänzen einander so, dass die Identität des jeweils genannten Chadaloh mit dem Bruder Paldeberts gesichert ist. Im Oktober 805 tradierten Uuago et Chadaloh, filii Perabtoldi comitis, zahlreiche Güter in der Folcholtsbaar (W I Nr. 186); im Vorakt derselben carta sind die Liegenschaften der Alaholfsbaar zugeordnet worden (Bruckner Nr. 38; s. Borgolte, Geschichte der Grafschaften Alemanniens 130). Wie die Urkunde von 790 wurde auch Nr. 186 in Zell von einem Priester Scrutolf geschrieben (s. Borgolte, loc. cit. 164), und nach Perahtoltverfügte auch Chadaloh 805 unter anderem aber Besitz in Möhringen. Am selben Tag wie die St. Galler Urkunde 186 hat Chadaloh, filius Perahtolti comitis, eine weitere carta ausgestellt, durch die das Kloster unter anderem einen Anteil an der Kirche in der villa Uuanga erhielt (W I Nr. 185). Obwohl Wago und Chadaloham selben Ort auch nach ihrer gemeinsamen Urkunde Verfügungen getroffen haben, war das 2. Dokument notwendig geworden, um einen Nutzungsvorbehalt Chadalohszu regeln (s. dazu Borgolte, Alaholfingerurkunden, A. 89). 817 tradierte Chadaloh diuina opitulante clementia comis dem Galluskloster abermals umfangreiche Ländereien im Bereich der Alaholfsbaar gegen einen Jahreszins von fünf Solidi; die meisten der Güterorte waren bereits in Nr. 186 genannt worden (W I Nr. 228). Graf Chadalohlegte in seiner Urkunde sehr genau die Rechte seines SohnesBertold an den Besitzungen fest. Nach dem Tod Chadalohs sollte Bertold die Güter zu denselben Bedingungen wie der Vater nutzen dürfen; bei Eintritt ins Heiratsalter war die Auslösung von rund zwei Dritteln der Liegenschaften gegen die Zahlung eines Wergeldes vorgesehen; damit sollte Bertold eine Brautwerbung ermöglicht werden. Sobald er von einer rechtmäßigen Ehefrau einen Erben erhielte, sollte er die restlichen Güter für ein zweites Wergeld zurückkaufen dürfen. Beim Verzicht auf diesen Wiedererwerb, so schrieb Chadaloh des weiteren vor, erhielte der legitime Erbe Bertolds das Rückkaufsrecht seines Vaters; sollte ein legitimer Nachkomme ausbleiben, wären die Restgüter der Tradition dem Kloster zugunsten des Seelenheils Bertoldsverfallen.
Neun Jahre später, am 2.8.826, begegnet man demselben Bertold, als er unter anderem pro anima mea seu et genitoris mei Chadaloh St. Gallen Güter in Zell, Reutlingendorf und zwischen Asinheim und Uuolfpoldessiazza übertrug (W I Nr. 302). Bertold, der den Grafentitel führte (s. Art. Bertold III), erinnerte auch an die eingangs erwähnte Tradition der Eltern Chadalohs. Bereits 790 war es um Besitz in Zell und Reutlingendorf gegangen, während in Wagos und Chadalohs großer Übertragung von 805 Asinheim und Uuolfpoldessiaza erwähnt sind (s. Borgolte, Alaholfingerurkunden, A. 100).
In den meisten der behandelten Urkunden wird Chadalohs Vater Bertold (II)genannt. Dieser war sehr wahrscheinlich der nepos des 775/79 bezeugten Alaholf, des ältesten genealogisch einzuordnenden ALAHOLFINGERS. Chadalohdarf also selbst zu dieser Adelssippe, die man auch "BERTOLDE"genannt hat, gerechnet werden (zuletzt Borgolte, Alaholfingerurkunden, vgl. auch Art. Agylolf).
Auf der vorwiegend Grafennamen enthaltenden Seite im ältesten Eintrag des St. Galler Gedenkbuches von ca. 814 (pag. 8, vgl. Schmid 507) steht ein Chadaloh zwischen Uuago und Baldabert. Man darf annehmen, dass damit Chadalohund seine 790/805 genannten Brüder gemeint waren, zumal die vorangehenden Namen Perttolt und Uuoluini mit Chadalohs Vater Bertold (II) und dessen Bruder in Verbindung gebracht werden können (Schmid 514; Mayr 138).
Chadaloh hat sich in seiner Urkunde vom 17.11.817 als comis bezeichnet; aus dem Titel des Ausstellers läßt sich allerdings nicht ableiten, dass er in der Landschaft seiner Besitzungen als Verwalter einer Amtsgrafschaft tätig gewesen ist (so mit Recht Hlawitschka 164, anders Jänichen, Bauer 83, Baumann, der Chadaloh für den Grafen des Affa hielt). Der St. Galler Schreibermönch Wolfcoz hat die Urkunde mit dem Vermerk sub comitibus uidelicet Hittone et Hammingo et Horingo abgeschlossen; deshalb ist anzunehmen, dass die Güter Chadalohs in die Zuständigkeitsbereiche dieser 3 Grafen gefallen sind (s. Art. Hitto, Hamming, Horning). Allerdings konnte unlängst gezeigt werden (Borgolte), dass Chadaloh durch die Intitulatio diutna opitulante clementia comis den Anspruch auf eine Grafenstellung erhob, die nicht vom Herrscher verliehen war, und den Bereich seiner Güter als eigenen Comitat angesehen hat. Als Sohn Bertold (II) und mutmaßlicher Verwandter Alaholfs war Chadalohs der Erbe der ALAHOLFINGER-Herrschaft an der oberen Donau, die mindestens seit Alaholfs Sohn Agylolf mit dem comes-Titel verbunden war. Chadaloh bzw. Hitto, Hamming und Horing sind also wohl Grafen unterschiedlichen Rechts gewesen. Vermutlich hat Chadaloh seine herrschaftliche Stellung 817 so betont, weil LUDWIG DER FROMME in einem neuen Anlauf zur Durchführung der Grafschaftsverfassung in Inneralemannien Hitto, Hamming und Horing als königliche Amtswalter versuchte (s. Borgolte, Geschichte der Grafschaften Alemanniens, bes. Zusammenfassung).
Chadaloh stammte durch seine Großmutter von einem Franken ab (Bertold II). Bereits in seiner Vatergeneration scheint diese über Alemannien hinausweisende Komponente bei den ALAHOLFINGERN wirksam gewesen zu sein, da ChadalohsOnkel Wolvin wohl der erste fränkische Graf von Verona gewesen ist (Hlawitschka 292f. Nr. CLXXVIII). Auch für Chadalohdürfte ein adliges Selbstverständnis, wie es in seiner Intitulatio zum Ausdruck kommt, eine Tätigkeit im Dienst der KAROLINGER außerhalb Alemanniens nicht ausgeschlossen haben. Schon in der Zeit KARLS DES GROSSEN, zwischen 801 und 810, ist ein Cadalaoals missus in Istrien bezeugt, und zwischen 817 und 819 hat Cadolah oder Chadalo als Markgraf in Friaul gewirkt (Quellen bei Hlawitschka 163-165). Die Identifizierung des dux Foroiuliensis mit dem Sohn Bertolds (II) hat zuerst Tellenbach (54) vorgeschlagen und danach Hlawitschka mit weiteren Argumenten bekräftigt. Sie ist vor allem deshalb nicht zu bezweifeln, weil im Jahr 817 reichspolitische Vorgänge mit Beteiligung Chadalohschronologisch und sachlich eng mit dem mehrfach erwähnten privaten Rechtsgeschäft des Grafen zusammengehangen haben dürften. Wahrscheinlich am Beginn des genannten Jahres erwartete man am Hof die Ankunft Cadolahs, dem das Grenzland Dalmatien anvertraut war; er sollte zu Vorwürfen Kaiser Leos V. gehört werden, die ein Gesandter des Byzantiners bei LUDWIG DEM FROMMEN vorbrachte. Als Cadolah eingetroffen war, schickte man ihn, den Griechen und einen weiteren Legaten zur Klärung der Streitpunkte nach Dalmatien, quia res ad plurimos et Romanos et Sclavos pertinebat neque sine illorum  praesentia finiri posse videbatur (Annales Regni Francorum 145 ad a. 817). Zu dieser Reisetätigkeit Cadolahspaßt die Urkunde vom 17.11.817. Durch sie hat Chadaloh, wie oben gezeigt wurde, die Zukunft seines noch jugendlichen Sohnes zu sichern gesucht; er vertraute das Schicksal Bertoldsweitgehend St. Gallen an. Dieses Verhalten ist typisch für eine ganze Reihe von Rompilgern und Kriegsteilnehmern, die vor ihrem Aufbruch ihren Besitz an das Kloster zu geben pflegten, dabei den Rückkauf bei wohlbehaltener Heimkehr abmachten oder von der Abtei die Zusage erwirkten, für ihre Angehörigen zu Hause zu sorgen. Man darf annehmen, dass Chadaloh das Rechtsgeschäft mit St. Gallen abschloß, weil er sich wieder nach Italien begeben wollte, während Bertold in Alemannien zurückblieb.
In den Quellen wird der Markgraf von Friaul dux, praefectus, princeps oder comes genannt (Zitate bei Hlawitschka). Eine ähnliche Divergenz in der Titelgebung läßt sich auch bei Chadalohs Urkunde von 817 beobachten. Der Bezeichnung des comis in der Intitulatio und in der Zeugenreihe der carta steht ein bisher unbeachteter Vermerk Carta quam fecit Chaloh dux auf der Rückseite des Pergaments gegenüber (Clavadetscher-Staerkle 60f.); er stammt wohl nicht von der Hand der Urkunde, aber von einem etwa gleichzeitigen Indorsator (Borgolte, Alaholfingerurkunden, A. 127). Ob mit dem dux-Titel die hervorragende Stellung Chadalohs im Bereich der Alaholfsbaar gekennzeichnet werden sollte oder sich in ihm Kenntnisse von Chadalohs Aufgaben in Italien niedergeschlagen haben, ist offen.
Der Markgraf Cadolah/Cadolach etc. ist nach Aussage der Reichsannalen 819 in Friaul febre correptus gestorben (Annales Regni Francorum 151). Unmittelbar zuvor war er von einem Kriegszug gegen Liudewit in Pannonien zurückgekehrt, der im Juli desselben Jahres von Italien aus unternommen worden war (ebd. 150). Die Einträge eines Chadolt comes bzw. eines Chadelous comesin Totenbüchern der Reichenau (Necrologium Augiae Divitis 278) und St. Gallens (Necrologium monasterii Sancti Galli 478) zum 31.7. beziehen sich aber wohl nicht auf Chadaloh (vgl. Tellenbach 54 A. 72), sondern auf  Chadaloh (II). Chadaloh könnte dagegen am 31.10. verstorben sein (s. Rappmann zu Necrologium Augiae Divitis 280. Chadolt). In den necrologischen Notizen des St. Galler Codex 397 ist zum 29. Juli Perehtoldus (...) filius Chadalohi als Verstorbener notiert, der mit Chadalohs Sohn personengleich gewesen sein könnte.
In Bayern sind seit der Wende vom 8. zum 9. Jahrhundert andere Personen mit dem Namen des Grafen Chadaloh bezeugt (Mayr, Mitterauer). Besonders hingewiesen sei auf Cadaloc, der 802 bei dem Kastell Güns, wohl im Krieg gegen die Awaren, fiel (Annales Sancti Emmerammi Maiotes 737, ohne comes-Titel; vgl. Mitterauer 24,201; Tellenbach 54 A.73; Abel-Simson, Jbb. Karl der Große II 284).
Für die sogenannten ARIBONEN gilt "Chadalo" als einer der Leitnamen (Mitterauer 201-203; Störmer, Adelsgruppen 184).


Rappmann Roland/Zettler Alfons: Seite 467
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"Die Reichenauer Mönchsgemeinschaft und ihr Totengedenken im frühen Mittelalter"

CHADALOH (I)
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     + 819
 

Necr. A/B 31.10. "Chadolt/Cadolt", Markgraf von Friaul, Graf im Bereich der Alaholfsbaar, belegt 790-817

Literatur:
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Borgolte, Grafen Seite 88ff.; Ders. Alaholfingerurkunden, bes. Seite 313ff.; Krahwinkler, Fraiaul Seite 223ff.

Wie im folgenden Kommentar zu Graf Chadaloh II. ausgeführt, muß Chadolt mit dem zwischen 817 und 819 als Markgraf von Friaul bezeugten und 817 für die Alaholfsbaar nachweisbaren Grafen Chadaloh I. identisch sein. Zwar fehlt dem Eintrag in beiden Reichenauer Necrolgien der Grafentitel, doch kann möglicherweise eine Überlegung zum handschriftlichen Befund von Necrolog B diese Gleichsetzung stützen: Auf die zwei Namen "Uuallig - Chadolt", die beide von der Redaktionshand C der Mitte des 10. Jahrhunderts stammen, sich jedoch durch die Paralleleinträge im älteren Totenbuch als Namengut des 8. oder der ersten Hälfte des 9. Jahrhunderts erweisen, folgt von gleicher Hand und zum gleichen Tag (31.10.) der Name "Cotine". Ein Blick auf den Reichenauer Mönchsbestand zeigt, daß mit diesem Namenbeleg ohne Zweifel kein Inselmönch gemeint sein kann; auch sonst ergeben sich keinerlei Anhaltspunkte für eine Bestimmung Cotines. Dabei kommt der Verdacht auf, daß jener genannte Schreiber des 10. Jahrhunderts, der Necrologeinträge aus einer älteren Vorlage übertrug, diese mißverstanden haben könnte und aus dem möglicherweise gar nicht mehr ganz lesbaren 'Cadoltcomes' die beiden Personeneinträge "Cadolt" und "Cotine" machte, zumal letzterer sogar, ganz entgegen der Gewohnheit des Schreibers, mit einem Minuskelbuchstaben beginnt. Interessanterweise las der Rheinauer Benediktiner Hohenbaum van der Meer Ende des 18. Jahrhunderts, als er das Reichenauer Necrolog studierte und abschrieb, auch "Cadolt comes": Van der Meer, Necrologium antiquissimum p. 87 Chadaloh I. muß der Adelssippe der ALAHOLFINGER oder 'BERTOLDE' zugeordnet werden, über deren Genealogie wir ausnahmsweise recht gut unterrichtet sind. Als seine Eltern sind Gersinda und Graf Bertold II. auszumachen, seine Brüder waren Paldabert und Wago, sein Sohn Graf Bertold III. Er selbst war wahrscheinlich der Nachfolger des im Jahre 799 im Ostland gefallenen Herzogs Erich.



  oo N.N.
             -
 
 
 
 

Kinder:

  Berthold
         - nach 826
 
 
 
 

Literatur:
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Borgolte Michael: Die Grafen Alemanniens in merowingischer und karolingischer Zeit. Eine Prosopographie. Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1986 Seite 44,71-73,75-78,88-90,95,140,144,146,298 - Borgolte Michael: Geschichte der Grafschaften Alemanniens in fränkischer Zeit. Vorträge und Forschungen Sonderband 31 Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1984 Seite 69,74,130-134,146,163-166, 168,169,179,238,253- Rappmann Roland/Zettler Alfons: Die Reichenauer Mönchsgemeinschaft und ihr Totengedenken im frühen Mittelalter. Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1998 Seite 466-468 -
 
 
 
 
 
 
 
 


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