Tochter des N.N.
Störmer Wilhelm: Seite 19,20
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"Adelsgruppen"
Wir wenden uns einer weiteren AGILOLFINGER-Gemahlin
zu: Waltrat, die im Salzburger Verbrüderungsbuch
neben Theodolt
steht. Vorweggenommen sei, dass die in derselben Quelle als Gemahlin
Herzog
Hugberts genannte Rattrud mit Waltrat
einen Namensbestandteil gemeinsam hat. In Bayern begegnet im
8. Jahrhundert nur eine Waltrat, und
zwar in Malching, wo 766-776 ein Alprich und ein Askrich - beide sind offenbar
Brüder - an Freising schenken. Hierbei werden ihre drei Schwestern
genannt: Marchraat, Waltraat und Angilrata. Ferner sprechen die Tradenten
von drei nepotes, die Söhne sowohl Amilos (wohl ihres Bruders) als
auch Wisurichs und ihrer Schwester Angilrata sind. Die Namen Alprich und
Wisurich begegnen uns wieder in der Schäftlarner Gründersippe,
deren Vertreter Waltrich schon längst vor 778 Bischof von Langres
in Burgund war.
Der Name Waltrat begegnet aber vor allem wieder in den
Lorscher Traditionen. Dabei ist auffallend, dass eine Waltrat in Oppenheim
(im Jahre 800) tradiert, wo uns bereits Vda und ihre Schwester Folcheith
begegnete. In Oppenheim können wir zahlreiche Tradenten greifen; immerhin
fallen unter diesen nicht nur die Namen bedeutender bayerischer Adeliger
auf, sondern 766 ein Tradent mit dem bezeichnenden AGILOLFINGER-Namen
Agilo. Wohl dieselbe Oppenheimer Waltrat tradiert auch 795 im Elsenzgau
in Risolfesheimer marca. In derselben Mark schenken aber ebenso ein Rudwin
und seine Gemahlin Plihtrud. Man vergleiche dazu jene bayerische Herzogsgattin
Pilitrud, die Karl Martell
auf seinem Bayernzug 725 mit nach dem W nahm. Auch die übrigen Waltrat-Nennungen
der Lorscher Traditionen zeigen jeweils Namenszusammenhänge mit Personen
der höchsten bayerischen Führungsschicht. Es liegt also nahe,
die bayerische Herzogsgattin Waltrat ebenfalls
dem mittelrheinischen Raum herkunftsmäßig zuzusprechen.
oo Theudebald Herzog von Bayern
- um 719