Einzige Tochter des Markgrafen
Adalbert II. der Reiche von Tuszien und der Berta,
illegitime Tochter von König Lothar II.
Brandenburg Erich: Tafel 1 Seite 2
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"Die Nachkommen Karls des Großen"
VI. 12 b. Irmgard
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* ca.901, + nach 932 29. II.
Gemahl: ca 915 Adalbert, Markgraf
von Ivrea
+ wohl 923 (vgl. V 18)
Anmerkungen: Seite 118
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VI. 12. Irmgard
soror König
Hugos 920
24. VII., Cipolla, Monum. Novaliciensia 1, n. 37.
Tochter Adalberts und von
Bertha, Liudpr. 2, 56; 3, 7ff., zuletzt 932 29. II., Schiaparelli n. 29.
Ihr Gemahl Adalbert war
in erster Ehe vermählt mit Gisela,
Nr. V 18. Die zweite Vermählung wird um 915 anzusetzen sein. Adalbert
lebte noch 922 12. VIII., Schiaparelli, Dipl. di. Rod. II, n. 3, und
war wohl tot 924 18. VIII., Mon. hist. patriae 1, 123, wo Adalberts
Söhne als Markgrafen vorkommen und 924 5. XII., wo Irmgard
mit ihrem Stiefsohn Berengar und ihrem
Sohn Anskar ohne Erwähnung des Gemahls als Fürbitterin erscheint.
Die Urkunde von 929 28. II., in der er noch als lebend vorkommt, Schiaparelli,
Dipl. di Ugo n. 19, muß man mit Dümmler, Gesta Ber. 49, Anmerkung
3, für untergeschoben oder doch für falsch datiert halten. [VIb
20]
Hlawitschka, Eduard: Seite 85,103,106
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"Franken, Alemannen, Bayern und Burgunder in Oberitalien
(774-962)"
[Vgl. Schiaparelli, I dipl. di Ugo Seite 6, nr. 2 vom
3. September 926, wo Erzbischof Lambert von Mailand und die Markgräfin
Ermengarda - nach Liudprand, Antapod. lib. III, cap 7-12, Seite
77 ff., die Exponenten der beiden verfeindeten Adelsgruppen - gemeinsam
bei Hugo in Pavia intervenieren.]
Bald darauf scheint er jedoch verstorben zu sein. Defuncto
Adelberto,
Eporegiae civitatis marchione, uxor eius Hermengarda
(Tochter
des Markgrafen
Adalbert von Tuszien, die Adalbert von Ivrea nach dem Tode
Giselas in 2. Ehe zur Frau genommen hatte), totius Italiae principatum
obtinebat, schreibt Liudprand, und am 8. Oktober 924 intervenierte
bereits Hermengardisinclyta comitissa
mit dem ebenerwähnten Markgrafen Bonifaz bei Rudolf
in Pavia für die Schenkung der curtis Sabbioneta an den Bischof
von Parma. Am 5. Dezember des Jahres setzten sich dann die Hermingardis
nobilissima comitissa et filii eius Berengarius et Ascerius
incliti comites bei Rudolf für
die Überlassung des Castel Vecchio d'Asti mit allem Zubehör an
den Grafen Autbert von Asti ein. Bei dem Placitum des Pfalzgrafen Giselbert
am 14. Mai 927 traten auch vasalli Hermengarde
comitesse, nicht mehr vasalli Adelberti marchionis, auf,
und am 1. Mai 928 bezeichnete sich Berengar II.
bereits als marchio, filius bone memorie Adelberti illlustris
marchio(nis).
Auf Adalbert von Ivrea und seine Sippe scheinen
ja gerade - und zwar offenbar bei der Verheiratung Ermengards
von Tuszien mit
Adalbert von Ivrea - die Besitzungen
und Anrechte der tuszischen ADELBERTE
im Raum von Parma übergegangen zu sein.
Keiser Bruno: Seite 19
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"Adelheid, Königin, Kaiserin, Heilige"
Die Lästermäuler fanden, Rudolf
nehme
es mit den familiären Pflichten nicht immer so genau. Schuld, daß
er ins Gerede kam, war die verführerische Ermengard,
die Frau des Markgrafen von Ivrea. Er hatte sich um diese Zeit bereits
von den Amtsgeschäften zurückgezogen. An seine Stelle trat Ermengard.
Rasch dehnte sie Macht und Einfluß aus. Sie sammelte alle mit König
Rudolf Unzufriedenen um sich und besetzte Pavia, die Hauptstadt
des Königreichs Italien.
Ermengard, Theodora,
Marozia
und vor allem Ermengards Mutter
Berta,
die
Markgräfin von Tuszien, verblüfften alle. Was für Frauen!
Die Männer Italiens schüttelten die Köpfe und staunten.
So viel Talent und Leidenschaft für die Politik hatte es lange nicht
mehr gegeben. Diese Damen verfügten über Mut und Phantasie und
wußten mit Umsicht zu intigrieren. Ihren Ehemännern zeigten
sie sich gewachsen, wenn nicht sogar überlegen. Berta,
eine Tochter König Lothars und
seiner Geliebten, der wilden Waldrada,
hatte sich in dieser Hinsicht unmißverständlich ausgedrückt.
Zu dem Markgrafen von Tuszien, ihrem zweiten Ehemann, sagte sie: "Ich werde
dich zum König oder zum Esel machen." Der Markgraf bliebMarkgraf.
Macht in den Händen von Frauen beunruhigte namentlich
die Geistlichen. Wenn nicht Respekt vor einem großen Namen oder die
Bewunderung strenger Sittlichkeit sie zügelte, gaben sie viele üble
Nachrede weiter, oder an die Klosterchroniken oder im Gespräch. Von
Ermengard
wurde getuschelt, sie habe Geschlechtsverkehr mit allen gehabt, nicht nur
mit dem Fürsten, sondern auch mit ganz Unwürdigen. Durch ihre
Hemmungslosigkeit seien die Italiener untereinander verfeindet worden.
"Weil sie dem einen ihre Liebe schenkt und sie dem anderen verweigert!"
König Rudolf
zog vor Pavia, um Ermengard aus der
Stadt zu vertreiben. Eine Meile vor der Stadt schlug er sein Lager auf.
Der Tessin mündete dort in den Po. Nachts legte eine Barke innerhalb
seines Lagers an. Ein Bote überbrachte ihm einen Brief der schönen
Ermengard.
Rudolf
las: 'Wenn ich dich vernichten wollte, lebtest du längst nicht mehr.
Alle deine Anhänger verlangen leidenschaftlich danach, dich zu verlassen
und zu mir zu kommen, wenn das überhaupt mein Wille wäre. Hätte
ich schon früher ihre Ratschläge gehört, wärst du an
dem Ort, an dem du dich befindest, bereits gefangen und gebunden.'
Der König erschrak. Er behielt die Nachricht für
sich. In der Nacht darauf schlich er aus seinem Zelt. Die Wache bemerkte
ihn nicht. Er stieg in ein Boot und ließ sich stromaufwärts
nach Pavia rudern, zu Ermengard. Rudolfs
Leute staunten, als am nächsten Morgen aus dem Zelt des Königs
kein Laut drang und er sich nicht blicken ließ. Sie berieten, was
das bedeutete. Ein Bote traf ein und erklärte ihnen, König
Rudolf sei auf die Seite der ursprünglich gegen ihn Rebellierenden
getreten. Binnen kurzem werde er über seine bisherigen Gefolgsleute
herfallen. Das genügte. Die Belagerer Pavias wußten, woran sie
waren. Sie zerstreuten sich, so rasch sie konnten. Viele durchschauten
Ermengards
Spiel und erkannten eher als König Rudolf,
worauf sie hinauswollte. Kaum hatte sie ihn von seinen bisherigen italienischen
Verbündeten getrennt, rief sie einen neuen Fürsten nach Italien:
ihren Halbbruder
Hugo, den Grafen der
Provence.
Riche Pierre: Seite 267
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"Die Karolinger. Eine Familie formt Europa."
Rudolf regierte zwei Jahre in Italien, sein wichtigster Ratgeber war Markgraf Adalbert von Ivrea oder besser, nach dem Wortlaut einiger Quellen, dessen Gemahlin Ermengard.
Adelheid Kaiserin und Heilige 931 bis 999 Seite
90,96
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Seine Hauptstütze wurde Markgraf Adalbert von
Ivrea, aber
Rudolf
wurde eine unziemliche
Verbindung mit dessen Frau Ermengard nachgesagt.
Aber im Königreich zeichnete sich eine Bewegung
gegen den burgundischen König ab, und Ermengard
von Ivrea stand in ihrem Zentrum. Sie kam nach Pavia und stachelte
die Stadt zum Aufstand an. Nachdem Rudolf vergeblich
versucht hatte, die Hauptstadt wiederzugewinnen, kehrte er nach Burgund
zurück.
914
oo 2. Adalbert Markgraf von Ivrea
- 923
Kinder:
Anskarius II. Graf von Asti
um 915- 940 ermordet
Literatur:
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Adelheid Kaiserin und Heilige 931 bis 999 Info
Verlag Karlsruhe 1999 Seite 90,96 - Brandenburg Erich: Die Nachkommen
Karls des Großen Verlag Degener & Co Neustadt an der Aisch 1998
Seite 2,118 - Hlawitschka, Eduard: Franken, Alemannen, Bayern und
Burgunder in Oberitalien (774-962), in Forschungen zur Oberrheinischen
Landesgeschichte Band VIII Eberhard Albert Verlag Freiburg im Breisgau
1960 Seite 85,103,106,130,143, 193,263 - Keiser Bruno: Adelheid.
Königin, Kaiserin, Heilige. Ein Leben in bewegter Zeit. Piper Verlag
GmbH München 1999 Seite 19 - Riche Pierre: Die Karolinger.
Eine Familie formt Europa. Deutscher Taschenbuch Verlag GmbH & Co.
KG, München 1991 Seite 267 - Schneidmüller Bernd: Die
Welfen. Herrschaft und Erinnerung. W. Kohlhammer GmbH Stuttgart Berlin
Köln 2000 Seite 83,84 -