Wultrogotha (Ultrogota)                Königin der Franken
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     † nach 567
 

Begraben: Paris abbaye de Saint-Vincent (Saint-Germein-des Pres)
 

Tochter des N.N.
 

Schwennicke Detlev: Tafel 1
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"Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I. 1"

CHILDEBERT I.
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* (497), 23.XII. 558

Begraben: Paris abbaye de Saint-Vincent (Saint-Germein-des Pres)

511/58 König in PARIS

  oo ULTROGOTHO
             † nach 567

Begraben: Paris abbaye de Saint-Vincent (Saint-Germein-des Pres)



Nach dem Tode ihres Gatten wurde Wultrogotha mit ihren Töchtern von Chlothar I. verbannt.

Schneider Reinhard: Seite 87
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„Königswahl und Königserhebung im Frühmittelalter“

Bekannt ist, daß König Childebert nach bald einsetzendem Siechtum 558 (Dezember 23) in Paris starb und Chlothar sein Reich und seine Schätze in Empfang nahm. Dieser Herrschaftswechsel im Reich von Paris verlief offenbar rasch und reibungslos. Chlothar brauchte nicht einmal zum bewährten Mittel der Einheirat zu greifen, sondern schickte Childeberts Witwe Ultrogotho und ihre beiden Töchter nur sicherheitshalber in die Verbannung.

Zöllner Erich: Seite 104,107,188
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"Geschichte der Franken bis zur Mitte des 6. Jahrhunderts."

Chlotachar wurde in dem vakant gewordenen Teilreich von Paris als König anerkannt, er schickte die Witwe Childeberts Ultrogotho und deren beide Töchter in die Verbannung.

Childebert 511-558
Gemahlin:
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Ultrogotho. (Greg. IV, 20, Greg. virt. Mart. I 12. Ven. Fort. carm. VI 6, vgl. oben Seite 104)

Zwei Töchter:
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Greg. u. Ven. Fort., wie oben. Die Überlieferung der Namen Chrotesinta und Chrotberga nur in einer Urkunde zweifelhafter Echtheit von 566. Vgl. W. Meyer, Nachrichten der Göttinger Gesellschaft, phil.-hist. Kl. N. F. IV 5(1901) Seite 56.

In Arles stammt zumindest ein Peterskloster von Childebert und dessen Gattin Ultrogotho, für das der König ein Privileg von Papst Vigilius erwirkte.

Hartmann Martina: Seite 52
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"Aufbruch ins Mittelalter. Die Zeit der Merowinger."

Als König Childebert I. von Paris am Tag vor Weihnachten des Jahres 558 im Altter von 61 Jahren starb - kein anderer MEROWINGER-König wurde so alt wie er -, hinterließ er die Königin Ultrogotha - wie aus ihrem Namen zu schließen ist, wohl eine Gotin - und zwei Töchter. Der König wurde noch am gleichen Tag von Germanus, den er um 555 zum Bischof von Paris erhoben hatte, bestattet, und zwar in der vom König und seiner Gemahlinn gegründeten Kirche des spanischen Heiligen Vinzenz. Damit war nach Sainte-Genevieve die zweite bedeutende Grablege der merowingischen Dynastie geschaffen, denn außer Childebert, seiner Gattin und den Töchtern, die alle drei nach dem Tod des Königs in Saint-Vicent lebten und dann auch dort bestattet wurden, ließen sich noch Chlothars Sohn Chilperich I. (561-584) und seine Gemahlin Fredegunde († 597) sowie Chlothars Enkel Chlothar II. (584-629/30) und dessen Gattin Bertetrud († 618) dort zur letzten Ruhe betten.
 
 
 
 

   oo Childebert I. König der Franken
        49723.12.558
 
 
 
 

Kinder:

  Chrotberga
          †

  Chrotesinda
          †
 
 
 

Literatur:
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Dahn Felix: Die Franken. Emil Vollmer Verlag 1899 - Hartmann Martina: Aufbruch ins Mittelalter. Die Zeit der Merowinger. Primus Verlag 2003 Seite 52 - Schneider, Reinhard: Königswahl und Königserhebung im Frümittelalter. Untersuchungen zur Herrschaftsnachfolge bei den Langobarden und Merowingern, Anton Hiersemann Stuttgart 1972 Seite 87 - Schwennicke Detlev: Europäische Stammtafeln Neue Folge Band I. 1, Vittorio Klostermann GmbH Frankfurt am Main 1998 Tafel 1 - Zöllner Erich: Geschichte der Franken bis zur Mitte des 6. Jahrhunderts. Verlag C. H. Beck München 1970, Seite 87,104,107,188 -