Tochter des Langobarden-Königs
Desiderius
und der Ansa
Bosl’s Bayerische Biographie: Seite 485
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Liutburc, bayer. Herzogin, 8. Jh.
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†
Vater:
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Desiderius, langobardischer König
Mutter:
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Ansa
oo Tassilo III.
Die Lorcher Annalen und Einhard machen sie mit
dafür verantwortlich, dass sich ihr Gatte mit den Franken
zerwarf.
In Lorch nannte man sie ein “böses, gottverhaßtes
Weib“.
Als Tassilo
III. 788 in Ingelheim abgesetzt wurde, kam auch sie in ein Kloster.
Literatur:
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R. Reiser, Agilolf od. d. Herkunft der Bayern, 1977.
LIUTPERGA
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†
oo TASSILO III., Herzog von Bayern
†
Nach Ingilunheim berief der König auch die allgemeine
Versammlung seines Volks und lud dazu den Herzog Tassilo sowie seine
übrigen Vasallen. Wie er aber dem Befehle gemäß vor dem
König erschienen war, wurde er von den Baiern eines Majestätsverbrechens
angeklagt. Sie beschuldigten ihn, er habe nachdem er seinen Sohn dem König
als Geißel gegeben, auf Anrathen seiner Gemahlin Liutberga,
die eine Tochter des Langobarden-Königs Desiderius
war, und seit dem Fall ihres Vaters die Franken auf's tiefste haßte,
das Volk der Hunen gegen den König und zum Krieg gegen die Franken
aufgestachelt. Die Wahrheit dieser Beschuldigung ergab sich aus den Ereignissen
dieses Jahrs. Noch
viele andere Worte und Handlungen wurden ihm vorgeworfen,
die nur von einem erbitterten Feinde ausgehen konnten und von denen er
gar nichts ableugnen konnte. Er wurde der Schuld überführt
und ihm nach einstimmigem Urtheil aller als eines Majestätsverbrechens
schuldig der Tod zuerkannt. Jedoch der König schenkte ihm das Leben,
er wurde des weltlichen Gewandes entkleidet und ins Kloster geschickt,
wo er ebenso fromm lebte, als er gern eingetreten war. Ebenso ward auch
sein Sohn Theodo geschoren und dem klösterlichen Leben geweiht.
Die Baiern endlich die um ihren Verrath gewußt und beigestimmt hatten,
wurden nach verschiedenen Orten in die Verbannung geschickt. - Die Hunen
aber thaten, wie sie dem Tassilo versprochen hatten, sammelten zwei
Heere und griffen mit dem einen die Mark von Friaul, mit dem andern Baiern
an. Jedoch ohne Erfolg. An beiden Orten wurden sie besiegt und in die Flucht
geschlagen und zogen sich mit großem Verlust wieder in ihr Land zurück.
Um dafür Rache zu nehmen, fielen sie abermals und mit größerer
Heeresmacht in Baiern ein, wurden aber gleich beim ersten Zusammenstoß
von den Baiern geworfen, eine zahllose Menge von ihnen niedergemacht, und
viele, die sich durch die Flucht retten und über die Donau schwimmen
wollten, fanden in den Fluthen des Stroms ihren Tod.
Während dessen befahl der Kaiser Konstantinus, aufgebracht darüber, daß ihm der König seine Tochter abgeschlagen hatte, dem Patricius Theodor, dem Befehlshaber von Sicilien, in Verbindung mit andern Heerführern das Gebiet der Beneventaner zu verwüsten. Während diese den Befehl ausführten, fielen Grimold, der in diesem Jahre nach dem Tode seines Vaters vom König den Beneventanern zum Herzog gegeben war, und Hildibrand, der Herzog der Spolitaner, mit den Truppen, die sie zusammenbringen konnten, in Calabrien über sie her; bei ihnen war auch des Königs Gesandter Winigis, der nachmals dem Hildibrand im Herzogthum von Spolitum folgte. In der Schlacht, die nun geliefert wurde, machten sie eine große Menge von jenen nieder und trugen ohne schweren Verlust von ihrer Seite den Sieg davon, brachten auch zahlreiche Gefangene und schwere Beute in ihr Lager. Der König aber zog nach Baiern, traf daselbst seine Anordnungen über die Grenzmarken des Landes und kehrte dann in seine Pfalz nach Aachen zurück, wo er den Winter zubrachte und Weihnachten und Ostern feierte.
Riche Pierre: Seite 113,131
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"Die Karolinger. Eine Familie formt Europa."
Das berühmteste Zeugnis für diese kulturellen
Aktivitäten ist der Kelch mit dem Namen Tassilos und seiner
Gemahlin Liutberga, der im Kloster
Kremsmünster bewahrt wird.
Am 3. Oktober 787 unterwarf sich Tassilo auf dem
Lechfeld nahe bei Augsburg und erneuerte den Pippin
geleisteten Vasalleneid. Nach Regensburg zurückgekehrt, folgte der
Herzog den Einflüsterungen seiner langobardischen Gemahlin
Liutberga,
nahm seine unruhige Politik wieder auf und verhandelte sogar mit den Awaren.
Nach der Verurteilung ihres Gemahls wurde Liutberga
und ihre Kinder in verschiedenen Reichsklöstern verwahrt.
769
oo Tassilo III. Herzog von Bayern
741 †
11.12. nach 794
Kinder:
Theodo III.
um 770 †
Theudebert
†
Cotani
†
Sie kam 788 ins Kloster Chelles, wo einst auch Swanahild im Exil war.
Rotrud
†
Sie wurde 788 in Laon zur Nonne gezwungen.
Theodebert
772 †
Guntharius
†
Er kam bei einer Jagd in Kremsmünster um.
Literatur:
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Herm, Gerhard: Karl der Große. ECON Verlag
GmbH, Düsseldorf, Wien, New York 1987, Seite 128, 201 - Menghin
Wilfried: Die Langobarden. Archäologie und Geschichte Konrad Theiß
Verlag Stuttgart Seite 200 - Reichsannalen a. 788 - Riche Pierre:
Die Karolinger. Eine Familie formt Europa. Deutscher Taschenbuch Verlag
GmbH & Co. KG, München 1991 Seite 113,131 - Schieffer Rudolf:
Die Karolinger. W. Kohlhammer GmbH Stuttgart Berlin Köln 1992 Seite
84 - Spindler Max: Handbuch der bayerischen
Geschichte. Erster Band Das alte Bayern. Das Stammesherzogtum bis zum Ausgang
des 12. Jahrhunderts. C. H. Beck'sche Verlagsbuchhandlung München
Seite 128,132,272 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische
Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische
Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband,
R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 226 - Wies Ernst W.: Karl der Große.
Kaiser und Heiliger. Bechtle Verlag Esslingen 1986 Seite 61,141,145,147
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