Gundowech (Gundiok)                  König der Bugunder (436-473)
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    um 473
 

Sohn des Gundahar ?
 

Lexikon des Mittelalters:
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Gundiok (Gundovechus), König der Burgunden
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    469 oder 470

Wohl aus dem Geschlecht des Gibica, nach Gregor von Tours aber Nachkomme des Westgoten-Königs Athanarich. Gemeinsam mit seinem Bruder Chilperich I. kämpfte er als Bundesgenosse der Westgoten in Spanien, kam aber 457 nach Lyon auf Ersuchen der aufständischen Bewohner; Kaiser Maiorianus überließ ihm die Stadt, die er zu seinem Herrschaftssitz machte. Gundiok dehnte seine Macht auf Lugdunensis I und Viennensis aus.

oo Schwester des Ricimer,
der ihn 463 zum Magister militum Galliarum machte. Obwohl Arianer, unterhielt Gundiok Verbindungen zum Papst.

J. Richard



Thiele, Andreas: Tafel 222
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband"

GUNDARICH
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    um 473

Gundarich herrschte im Gebiet Freiburgund und der Südwest-Schweiz. Er trat erstmals 451 als römischer Föderat aus dem Dunkel hervor; Herkunft und Jugend sind nicht greifbar, die Abstammung von Gundahar ist nahe, aber nicht nachweisbar. Er nahm 451 an der Schlacht auf den Katalaunischen Feldern gegen Attila teil, hielt lange am Föderatenverhältnis fest und kämpfte ständig gegen Sueben und Westgoten im weströmischen Auftrag. Gundarich zog soagr bis Spanien und drang ab 457 unter Bruch des Föderatenverhältnisses ins Rhonetal ein und wurde von Kaiser Maiorian zurückgedrängt und ins Föderatenverhältnis zurückgezwungen. Er begann nach dessen Ermordung erneut vorzudringen und eroberte unter anderem Lyon. Er betrieb später eine ähnliche Trennungspolitik zwischen Einheimischen und Burgundern, wie später Theoderich der Große in Italien. Keine Vermischung von Burgundern, die die Militärlasten trugen und Einheimischen, denen  man die Zivilverwaltung beließ. Er gewann ganz Burgund-Dijon mit Langres-Autun. Gundarich wurde sehr durch seinen Schwager begünstigt und hatte durch ihn großen Einfluß in Rom.

  oo N. DER SUEBEN
             

Schwester des Reichsregenten Ricimer



Gundowech führte 443 die Reste seines Volkes nach Gundahars Untergang vom Rhein nach Savoyen und gründete das burgundische Reich an der Rhone mit der Hauptstadt Genf. In sein Reich teilten sich seine drei Söhne Gundobad, Godegisel und Chilperich. Er erhob 461 Lyon zur Hauptstadt und löste das Föderatenverhältnis zu Rom.
 
 
 

  oo N.N., Schwester des Reichsregenten Ricimer
         
 
 
 
 

Kinder:

  Gundobald
       516

  Godegisel
        500

  Chilperich II.
      493
 
 
 
 

Literatur:
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Gregor von Tours: Fränkische Geschichte. Phaidon Verlag, Essen und Stuttgart 1988 Buch II Kapitel 28 - Offergeld Thilo: Reges pueri. Das Königtum Minderjähriger im frühen Mittelalter. Hahnsche Buchhandlung Hannover 2001 Seite 122-124 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband, R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 222 -