Godomar                                        Letzter König der Burgunder (523-534)
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   nach 534
 

2. Sohn des Königs Gundobad
 

Lexikon des Mittelalters:
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Gundomar (Godomar), König der Burgunden, belegt bis 534
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3. Burgunden-König dieses Namens, jüngerer Sohn von Gundobad, wurde nach dem Tode Sigismunds ( 523/524) zum König gewählt. Er konnte einen neuerlichen Angriff der Franken zurückschlagen (Niederlage und Tod König Chlodomers bei Véseronce). Gundomar bemühte sich um eine Wiederherstellung der burgundischen Königsgewalt, Anschluß verstreuter burgundischer Kräfte, Loskauf deportierter Bevölkerungsteile. Er versicherte sich der Unterstützung des Ostgoten-Reichs (Restitution des Durancegebiets durch Königin Amalasuntha). Nach Amalasunthas Tod erfolgte jedoch 532 ein erneuter fränkischer Angriff, in dessen Verlauf Gundomar in Autun belagert wurde.

J. Richard



Thiele, Andreas: Tafel 222
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband"

GODOMAR
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    532 ermordet

Godomar machte 507 die Schlacht bei Vouille mit und wurde 516 Mitregent und Feldherr. Er wurde 523 von Goten und Franken besiegt, konnte aber fliehen und wurde König der Burgunder. Er besiegte 524 bei Vezeronce die Franken, womit er das Reich vorerst rettete. Er war eventuell Christ, trat Theoderich die gesamte Provence bis zur Isere ab und fand so Hilfe. Er förderte Christianisierung, Verwaltung und Besiedlung und nach dem Tode Theoderichs des Großen begannen die MEROWINGER den Vernichtungskrieg. Er verlor nach und nach Reichsteile, wurde 532 in der Schlacht bei Autun gefangen und wurde wohl bald von den Franken ermordet.



Godomar folgte seinem Bruder Sigismund, der vom Franken-König Chlodomer von Orleans mit seinen beiden Söhnen getötet worden war. Er schlug die Franken 524 bei Veseronce, nahm Chlodomer gefangen und ließ ih köpfen. Godomar wurde 532 bei Autun von den Franken-Königen besiegt, die schließlich 534 das Burgunder-Reich eroberten.
 
 
 
 

Literatur:
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Dahn Felix: Die Völkerwanderung. Germanisch-Romanische Frühgeschichte Europas. Verlag Hans Kaiser Klagenfurt 1977 Seite 370 - Gregor von Tours: Fränkische Geschichte. Phaidon Verlag, Essen und Stuttgart 1988 Buch II Kapitel 28 - Offergeld Thilo: Reges pueri. Das Königtum Minderjähriger im frühen Mittelalter. Hahnsche Buchhandlung Hannover 2001 Seite 123,124,125 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband, R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 222 -