Erelieva                                          Konkubine des Ostgoten-Königs Theodemir
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um 435/40 nach 490
 

Tochter des N.N.
 

Dahn Felix: Seite 46
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"Die Völkerwanderung. Germanisch-Romanische Frühgeschichte Europas."

Dieser Versuch der Söhne Attilas, die Goten "wie entlaufen Knechte" in ihre Gewalt zurückzuzwingen, war der letzte. Walamer erwehrte sich allein des Angriffs, und am Tag, da die Nachricht des Sieges in der Halle Theodemers eintraf, wurde diesem von seiner Buhle Ereliva, ein Knabe geboren, der spätere Theoderich der Große (etwa 454).

Schreiber Hermann: Seite 320
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"Die Hunnen. Attila probt den Weltuntergang."

Als Walamir mit der guten Nachricht des Sieges über die Hunnnen an den Pelsodsee kam, den heutigen Neusiedlersee, an dem Theodemir residierte, war dort gerade ein Sohn geboren worden: Erelieva, nicht die Ehefrau, sondern eine Konkubine Theodemirs, hatte den Knaben zur Welt gebracht, der als Theoderich der Große den Hunnen-Sproß Odoaker töten und nach ihm über Rom herrschen würde.

Ensslin Wilhelm: Seite 10,101
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"Theoderich der Große."

Die Siegesnachricht soll bei seinem Bruder Thiudimer am selben Tag eingetroffen sein, an dem ihm Ereleuva einen Sohn gebar, der den Namen Thiudareiks - Theoderich erhielt. Da aber dieser Sieg in den Winter 456/57 gehört, will dieser Ansatz für Theoderichs Geburt nicht zu den sonstigen Angaben über sein Alter stimmen. Die Mutter des Knaben war eine Gotin katholischen Glaubens, die in der Taufe den Namen Eusebia erhalten hatte, von dem sie freilich später keinen Gebrauch genmacht zu haben scheint; denn Briefe des Papstes Gelasius I. an Theoderichs Mutter sind mit dem Namen Hereleuvae adressiert [11 Epistulae Theodericianae variae 4 und 5 ed. Th. Mommsen in seiner Cassiodorausgabe Seite 390 f.]. Sie lebte mit ihrem Gemahl nicht in vollgültiger Ehe und wird daher einmal geradezu als Konkubine des Thiudimer bezeichnet [12 Jord. Get. 269.]. Dennoch tritt der Thiudimer-Sohn durchaus immer als echter AMALER und Vollerbe seines Vaters auf, und seiner Mutter kam der Titel und Rang einer Königin zu, wie die erwähnten Papstbriefe zeigen.
Nur weil sich Gelasius in einem Schreiben an des Königs Mutter, die katholische Ereleuva, deren Einfluß auf Theoderich gewonnen werden sollte, auf Privilegien des Apostels Petrus beruft, darf man vermuten, daß die staatliche Gesetzgebung allein gewisse Zweifel offenließ.
 
 
 
 

Kinder:

   Theoderich der Große
   um 454 26.8.526

  Amalafrida
        526

 500
  oo Thrasamund König der Wandalen
            6.5.523
 
 
 
 

Literatur:
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Dahn Felix: Die Völkerwanderung. Germanisch-Romanische Frühgeschichte Europas. Verlag Hans Kaiser Klagenfurt 1977 Seite 46 - Ensslin Wilhelm: Theoderich der Große. F. Bruckmann KG München 1959 Seite 10,93,101,348,12 - Schreiber Hermann: Auf den Spuren der Goten. List Verlag München 1977 Seite 211 - Schreiber Hermann: Die Hunnen. Attila probt den Weltuntergang. Econ Verlag Wien-Düsseldorf 1990 Seite 320 -