Aripert I.                                        König der Langobarden (653-661)
------------                                       Herzog von Asti
    661
 

Sohn des zum Herzog von Asti ernannten Bruder der Königin Theodelinde, Gundoald ( 612); damit ein waschechter AGILOLFINGER und Urenkel des Langobarden-Königs Wacho
 

Lexikon des Mittelalters: Band I Spalte 933
********************
Aripert I., König der Langobarden (653-661)
------------
  

Vater:
-------
Herzog Gundoald von Asti

Söhne:
--------
Könige Perctarit und Godepert

Aripert war der erste männliche Vertreter der älteren "bayerischen" Dynastie (AGILOLFINGER), die sich von der Königin Theudelinde herleitete. Im Gegensatz zur arianischen und römerfeindlichen Politik seiner Vorgänger, besonders König Rotharis, verfolgte Aripert als Katholik eine - wenngleich in der jüngeren Überlieferung vielleicht übertrieben dargestellte - entgegengesetzte Linie. In seiner Residenz Pavia, wo unter seiner Herrschaft der letzte arianischen Bischof Anastasius konvertierte, baute er die erste katholische Kirche S. Salvator vor den Mauern. Über seine auswärtigen Beziehungen ist nichts bekannt, doch scheint Aripert in keine militärische Auseinandersetzungen verwickelt worden zu sein. Bei seinem Tode war seine Herrschaft so sehr gefestigt, dass seine beiden noch recht jungen Söhne die Königsherrschaft unangefochten übernehmen konnten. Aus seiner Regierungszeit haben sich weder Königs- noch Privaturkunden erhalten.



Thiele, Andreas: Tafel 225
*************
"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband"

ARIBERT I. VON BAYERN
-------------------------------------
      661

Sohn des Herzogs (Prinzen) Gundobald, Neffe der Königin Theodelinde und Urenkel des Langobarden-Königs Wacho

Aripert I. folgte 622/23 dem Neffen als König zu Pavia. Seit ihm waren alle Könige der Langobarden katholisch. Er arbeitete mit den Päpsten zusammen, führte die Kriege der Vorgänger gegen Ravenna und die Awaren weiter und mußte Tribute zahlen.



Trotz der Erfolge, die der Arianer Rothari und in seinem Rücken die konservativen Langobarden aufzuweisen hatten, kam mit der Wahl Ariperts I. wieder die katholische Partei zum Zuge. Sein Vater war 612 von unbekannter Hand ermordet worden, wohl mit der Absicht, die Thronfolge seines Neffen Adaloald nicht zu gefährden, was eigentlich nur seiner Schwester Theodelinde von persönlichem Nutzen gewesen sein konnte. Wie die gesamte bayrische Sippschaft begünstigte auch Aripert die katholische Sache, ging als erster König sogar gegen die Arianer vor und suchte mit Byzanz eine friedliche Koexistenz.
 
 
 

  oo N.N.
         
 
 
 
 

Kinder:

  Godepert
         662 ermordet
 

  Perctarit
       688
 

  Theodorata
       

  oo Grimoald König der Langobarden
            671
 
 
 
 

Literatur:
------------
Jarnut Jörg: Agilolfingerstudien. Anton Hiersemann Stuttgart 1986 Seite 78,89,118,128 - Paulus Diakonus und die Geschichtsschreiber der Langobarden: Geschichte der Langobarden. Phaidon Verlag Kettwig 1992 Buch IV Kapitel 48,51/Buch V Kapitel 1,33,37/Buch VI Kapitel 35 - Schneider, Reinhard: Königswahl und Königserhebung im Frümittelalter. Untersuchungen zur Herrschaftsnachfolge bei den Langobarden und Merowingern, Anton Hiersemann Stuttgart 1972 Seite 41-43,44,47,210,250 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband, R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 225 -