Adaloald                                        König der Langobarden (615-626)
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602 626
Monza
 

Einziger Sohn des Langobarden-Königs Agilulf und der Theodelinde von Bayern, Tochter von Herzog Garibald I.
 

Lexikon des Mittelalters: Band I Spalte 105
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Adalwald, König der Langobarden
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602
Monza

Sohn des Königs Agilulf und der Theodelinde

Adalwald ist der erste langobardische König, der auf Betreiben seiner aus einem bayerischen Geschlecht stammenden Mutter Ostern 603 katholisch getauft wurde, um so ein Zeichen für die Konversion der arianischen Langobarden zum Katholizismus zu setzen. Auch seine Erhebung zum Mit-König (Juli 604) deutet durch den ursprünglichen römischen Akt der Akklamation im Circus eine bewußte Abkehr von germanischen Traditionen und eine Annäherung an Rom an. Die bereits 604 vereinbarte Verlobung Adalwalds mit einer Tochter König Theudeberts II. von Austrien ist Ausdruck der von Agilulf angestrebten Absicherung seiner Herrschaft. Nach dem Tod Agilulfs (615) regierte Theodelinde zusammen mit dem Feldherrn Sundrarit für den jungen Adalwald. Sundrarit gelang die Absicherung des Langobarden-Reiches nach außen (Siege über den Exarchen von Ravenna 617 und 619). Die von Theodelinde verfolgte Politik, mit Hilfe der Nachfolger Columbans von Bobbio eine allmähliche Konversion der Langobarden zum Katholizismus und damit eine Annäherung an Rom zu erreichen, scheiterte am Widerstand der Mehrheit der langobardischen Herzöge. 626 wurden Adalwald und seine Mutter von Herzog Ariwald von Turin gestürzt. Ihr weiteres Schicksal liegt im Dunkeln.

Literatur:
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DBI I, 227 - L. M. Hartmann, Geschichte Italiens II, 1900 [Neudruck 1969] -



Thiele, Andreas: Tafel 225
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband"

ADELWALD
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* um 603,  626

Adelwald wurde 615 König unter der Vormundschaft der Mutter, wurde katholisch und stand gegen die Exarchen von Ravenna. Es war eine Zeit von Bürgerkriegen und Adelwald wurde bei einer arianischen Revolte ermordet.



Adaloald, ein sehr eifriger Katholik, verfolgte auf Betreiben seiner Mutter eine ausgesprochen katholische Politik, machte viele Schenkungen an Kirchen und Klöster und förderte die Mission unter den Langobarden derart massiv, dass ihn die Langobarden schließlich für verrückt erklärten und absetzten. Adaloald ging ins byzantinische Exil, wo er später angeblich ermordet wurde.
 
 
 
 

Literatur:
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Jarnut Jörg: Agilolfingerstudien. Anton Hiersemann Stuttgart 1986 Seite 11,67,69,71,118,128 - Paulus Diakonus und die Geschichtsschreiber der Langobarden: Geschichte der Langobarden. Phaidon Verlag Kettwig 1992 Buch IV Kapitel 25,30,41 - Schneider, Reinhard: Königswahl und Königserhebung im Frümittelalter. Untersuchungen zur Herrschaftsnachfolge bei den Langobarden und Merowingern, Anton Hiersemann Stuttgart 1972 Seite 33,35-38,41,57,209,252,258 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband, R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 225 -