Philippa von Antiochia               Herrin von Toron
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1145-   1178
 

Jüngere Tochter des Fürsten Raimund I. von Antiochia und der Fürstin Konstanze I. von Antiochia, Tochter von Fürst Bohemund II.
 

Thiele, Andreas: Tafel 173
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband"

PHILIPPA DE POITOU
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* um 1148, + 1178

  1) oo (Konkubine) Andronikos I. Komnenos, Kaiser von Byzanz
                                         + 1185

     1167
  2) oo Humphrey II. von Toron und Connetable von Jerusalem



Philippa war die Geliebte des späteren Kaisers Andronikos I. von Byzanz.

Runciman, Steven: Seite 681
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"Geschichte der Kreuzzüge"

Aber Andonikos interessierte sich trotz seiner 46 Jahre mehr für Abenteuer als für Regierungsarbeit. Er fand bald Gelegenheit zu einem Besuch in Antiochia. Dort nahm ihn die Schönheit der jungen Prinzessin Philippa, der Schwester Bohemunds, gefangen. Er vergaß seine Regierungspflichten und verweilte in Antiochia, wo er Philippa mit romantischen Serenaden umwarb, bis sie völlig sinnesverwirrt war und ihm nichts mehr verweigern konnte. Bohemund war aufgebracht und beschwerte sich bei seinem Schwager Manuel, der voller Ärger Andronikos zurückberief. Die im Stich gelassene Prinzessin wurde eiligst mit einem gereiften Witwer, dem Konnetabel Humfried II. von Toron, vermählt.

Norwich John Julius: Band III Seite 167
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"Byzanz. Der Aufstieg des oströmischen Reiches."

Der zweite Punkt war, daß Andronikos einige Jaher später in Kilikien die ihm anvertrauten Truppen ohne weiteres mit der Absicht im Stich ließ, die liebliche Philippa von Antiochia zu gewinnen, obwohl er gewußt haben muß daß dies ernsthafte Folgen nach sich ziehen würde. Philippa war sowohl die Schwester des regierenden Fürsten von Antiochia, Bohemund III., als auch Kaiserin Marias, also Manuels Schwägerin. Dies verlieh dem Ganzen, soweit es Andronikos betraf, indes höchstens noch etwas mehr Würze. Obwohl er bereits achtundvierzig Jahre zählte und seine Angebetete erst zwanzig, erwies sie den süßen Tönen unter ihrem Fenster offenbar die Ehre, so daß er nach einigen Tagen der Liste seiner Auserwählten einen neuen Namen hinzufügte.
 
 
 
 

 1167
  oo Humfried II. Herr von Toron
  x   um 1110-22.4.1179 gefallen
 
 
 
 

Literatur:
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Norwich John Julius: Byzanz. Der Aufstieg des oströmischen Reiches. Econ Verlag GmbH, Düsseldorf und München 1993 Band III Seite 167 - Runciman, Steven: Geschichte der Kreuzzüge, Sonderausgabe in 1 Band Verlag H.C. Beck München 1978 Seite 681 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband, R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 173
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