Toros I.                                      Fürst von Armenien (1099-1129)
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Sohn des Fürsten
 

Runciman, Steven: Seite 437,470,488,504,514
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"Geschichte der Kreuzzüge"

1116
Die Franken rückten vor, um Vasil Dgha zu strafen. Sie waren außerstande, seine befestigte Hauptstadt Raban zu nehmen; er jedoch hielt es für klug, sich um ein Bündnis mit dem RUBENIER-Fürsten Thoros zu bemühen. Thoros lud ihn zu sich, um eine Heirats-Allianz zu besprechen, warf ihn ins Gefängnis und verkaufte ihn an Balduin von Edessa.
Der RUBENIER-Fürst sah sich nun zu seiner Genugtuung als der einzige verbleibende unabhängige armenische Machthaber. Das armenische Volk jedoch, ausgenommen die RUBENIER, verlor das Vertrauen zu den Franken.
Joscelin war bei den Armeniern stets gern gelitten gewesen. Er hatte gleich Balduin I. und Balduin II. bald nach seiner Ankunft im Osten eine Armenierin zur Frau genommen, nämlich die Schwester des RUBENIERS Thoros; sie war im Unterschied zu den beiden Königinnen von Jerusalem nicht in die Orthodoxe Kirche geboren, sondern gehörte der alten Armenischen Kirche und hegte folglich für die meisten ihrer Landsleute große Sympathie. Sie war inzwischen verstorben und Joscelin hatte eine neue Ehe geschlossen.
Aber weiter landeinwärts war Anazarbos in den Besitz des armenischen RUBENIER-Fürsten Thoros gelangt, der das nahe gelegene Sis zu seiner Hauptstadt gemacht hatte. Thoros starb im Jahr 1129, und einige Monate später folgte ihm sein Sohn Konstantin im Verlauf einer Palastintrige in den Tod.
Leos Bruder und Vorgänger Thoros hatte bereits einige Jahre zuvor landeinwärts die kleinen byzantinischen Besatzungen aus Sis und Anazarbos vertrieben.
Als der RUBENIER-Fürst Thoros im Jahr 1129 starb richtete Ghazi seinen Blick nach Süden; und im folgenden Jahr erschlug er, im Verein mit den Armeniern, Bohemund II. von Antiochia an den Ufern des Dschihan.
 
 
 
 

  oo N.N.
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Kinder:

  Konstantin II.
          -   1129
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Literatur:
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Runciman, Steven: Geschichte der Kreuzzüge, Sonderausgabe in 1 Band Verlag H.C. Beck München 1978 Seite 437,470,488,504,514 -