Otto (Othon)                                   Herr von la Roche-sur-Ognon (etwa 1130-1170)
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Sohn des N.N.
 

Lexikon des Mittelalters: Band VII Spalte 921
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Roche, la
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Burgundische, auf Otto (Othon) von la Roche-sur-Ognon (etwa 1130-1170) zurückgehende Adelsfamilie, die im fränkischen Griechenland eine führende Rolle spielte. Nachdem Otto von la Roche, ein Enkel des Ahnherrn, am IV. Kreuzzug im Gefolge des Markgrafen Bonifaz I. von Montferrat teilgenommen und von diesem noch 1204 in seinem "regnum Thessalonicae" mit der (Lehens-)Herrschaft über Athen (samt Megara) betraut worden war, stellte die Familie zunächst dort, wie auch ab 1210 in Theben und ab 1212 in der Argolis samt Nauplion, bis zu ihrem Aussterben mit dem Tod Guys II. (bzw.: Guyots) von la Roche 1308 die weltlichen Herren (ab 1280 Herzöge), war aber verschiedentlich im Athener Klerus vertreten. Grablege der Athener Herzöge war das Kloster Daphni. Ein anderer Zweig der Familie hatte die Baronie von Damala und Veligosti (Morea) inne. Heiratsverbindungen, unter anderem mit den ANGELOI (von Thessalien), den BRIENNE, den IBELIN und den VILLEHARDOUIN, verstärkten den Einfluß der LA ROCHE innerhalb und außerhalb Griechenlands (siehe Stammtafel, BON, 704).