Humfried (Honfroy)                       Herr von Tyros, Toron und Beirut
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um 1240- Februar 1285
 

Sohn des Herrn Philipp von Montfort-Toron aus seiner 2. Ehe mit der Maria von Armenien, Tochter von Fürst Raimund Ruben
 

Thiele, Andreas: Tafel 171
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band IV Die Britische Peerage"

HONFROY I.
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    + 1284

Humfried war Herr von Tyrus, das an Ägypten verlorenging.

 vor 1269
  oo Eschiva d'Ibelin, Tochter und Erbin des Johann III. von Beirut und der Alice de la Roche-Athen
              + 1312

Ihre 2. Ehe mit Guido de Lusignan, Connetable von Cypern

Die Linie starb mit dem Enkel, Connetable Honfroy II. von Cypern, 1326 aus.



Runciman, Steven: Seite 1108,1122,1173
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"Geschichte der Kreuzzüge"

1269
Es war Hugo von Antiochia-Lusignan bereits vor seiner Krönung gelungen, den alten Streit zwischen Philipp von Montfort und der Regierung in Akkon beizulegen. Philipps Stolz war durch den Verlust von Toron gedemütigt worden; er war nicht mehr so eifrig darauf aus, auf eigene Faust vorzugehen. Als Hugo vorschlug, seine eigene Schwester Margarethe von Antiochia-Lusignan, das liebreizendste junge Mädchen seiner Generation, solle Philipps älteren Sohn Johann heiraten, nahm Philipp das Angebot mit Freuden an. Dies ermöglichte es Hugo, sich nach Tyros zu begeben, um in der dortigen Kathedrale gekrönt zu werden. Bald darauf heiratete Philipps jüngerer Sohn Humfried die jüngere Tochter Johanns II. von Beirut, Eschiva von Ibelin. Die Aussöhnung zwischen den MONTFORTS und den IBELINS ließ sich leichter erreichen, da die ältere Generation der IBELINS ausgestorben war.
Isabella von Ibelin heiratete noch zweimal, ehe sie um das Jahr 1282 starb; dann ging Beirut auf ihre jüngere Schwester Eschiva über, die Gattin Humfrieds von Montfort, der ein treuer Freund des Königs war.
Isabella, die Herrin von Beirut, war kürzlich gestorben, und ihre Stadt war auf ihre Schwester Eschiva, die Gattin Humfrieds von Montfort, übergegangen, der des Herrn von Tyros jüngerer Bruder war. Im Wissen, daß er sich auf die MONTFORTS verlassen konnte, stach Hugo Ende Juli 1283 mit zweien seiner Söhne in See.
Noch ernster für den König war der Tod seines Freundes und Schwagers Johann von Montfort. Johann hinterließ keine Kinder; folglich gestattete der König, daß Tyros auf seinen Bruder und Erben Humfried, den Herrn von Beirut, überging; aber er fügte eine Bestimmung ein, daß er, falls er es wünschte, die Stadt zum Preis von 150 Byzantii für die Krone zurückkaufen könne. Humfried selbst starb jedoch im folgenden Februar. Nach gebührlicher Wartezeit wurde seine Witwe mit Hugos jüngstem Sohn Guido verheiratet, dem sie Beirut mit in die Ehe brachte. Tyros verblieb fürs erste unter der Herrschaft von Johanns Witwe Margarethe.
 
 
 
 

 1268
  oo 1. Eschiva von Ibelin, Erbtochter des Herrn Johann II. von Beirut
           um 1250/53-   1312                         und der Alice de la Roche-Athen

          Erbin von Beirut
 
 
 
 

Kinder:

  Ruben
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Literatur:
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Runciman, Steven: Geschichte der Kreuzzüge, Sonderausgabe in 1 Band Verlag H.C. Beck München 1978, Seite 1108,1122,1173 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band IV Die Britische Peerage, ein Auszug, R.G. Fischer Verlag 1996 Tafel 171 -