Guido von Montfort                       Graf di Nola
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um 1245-   1291
 

Jüngerer Sohn des Grafen Simon II. (VI.) von Leicester-Montfort und der Eleonore von England, Tochter von König Johann
 

Thiele, Andreas: Tafel 172
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band IV Die Britische Peerage"

GUIDO
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    + 1291

Guido von Montfort machte 1265 die Schlacht bei Evasham mit, diente den ANJOU in Neapel und wurde 1269 Graf di Nola und Vikar der Toskana. Er ermordete am 13.3.1270 seinen Cousin, Graf Heinrich von Cornwall, der von einem Kreuzzug kam, aus Blutrache in einer Kirche bei Viterbo und war seitdem inhaftiert.

  oo Margarete Aldobrandeschi, Tochter und Erbin des Grafen Aldobrandini di Grosseto
               +



Kiesewetter, Andreas: Seite 52,61,156 A. 4
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"Die Anfänge der Regierung König Karls II. von Anjou (1278-1295). Das Königreich Neapel, die Grafschaft Provence und der Mittelmeerraum zu Ausgang des 13. Jahrhunderts"

Am 27. Februar 1279 ist Karl von Salerno erstmals in Paris nachweisbar, da an diesem Tage ein Schreiben an König Eduard I. von England abgefaßt wurde, in welchem er um die Begnadigung Guys de Montfort ersuchte [5 Vgl. Kiesewetter, Itinerar, 136, und das Antwortschreiben Eduards I. von 1279 April 11 bei Rymer 1, Nachtrag, 79, und Brequigny 7, 142. Guy de Montfort hatte bekanntlich 1271 den Vetter Eduards, Heinrich von Cornwall, als Rache für die Hinrichtung seines Vaters Simon de Montfort nach der Schlacht bei Evesham ermordet. Vgl. Davidsohn, Forschungen 4, 201 ff. Zu den engen Beziehungen der MONTFORT zu Karl I. vgl. Scandone, Avellino 2, 31ff.].
Den Brief hatte der Ritter Jean de Malgrade zu überbringen, der sich erneut für Guy de Montfort verwenden sollte. Kurz darauf antwortete Eduard Karl von Saerno auf dessen Brief vom 8. Juli 1280. Im Falle Guys de Montfort könne er noch keine Entscheidung fällen, da die Angelegenheit noch einer näheren Prüfung bedürfe. Er sei aber bereit, das Anliegen seines Vetters Karl weiter zu verfolgen.
[ 4 Unrichtig ist die Angabe der Continuatio Urbevetana, ed. Fumi, 115, auch Gyu de Montfort sei in die Hände der Sizilianer gefallen. Dieser wurde erst 1287 in der "Battaglia dei Conti" gefangengenommen. Vgl. Kiesewetter, Regentschaft, 490.]

Herde Peter: Seite 87
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"Karl I. von Anjou"

In Viterbo, wohin sich Karl und Philipp begaben, wurde im März 1271 der am Kreuzzug teilnehmende Heinrich von Cornwall, Sohn des römischen Königs RICHARD VON CORNWALL, von Simon und Guido von Montfort, den Söhnen Simons von Leicester, der 1265 im englischen Bürgerkrieg gefallen war, in einer Kirche (wohl S. Silvestro) ermordet. Es war ein später Racheakt am Neffen des englischen Königs Heinrich III., des Siegers über die von Simon geführten Barone, dessen Söhne sich nach der Niederlage von Lewes zu Karl von Anjou geschlagen hatten, der ihre Freveltat nicht sühnte.
 
 
 
 

  oo 1. Margarete Aldobrandeschi, Erb-Tochter des Grafen Aldobrandino di Grosetto
                 -
 
 
 
 

Kinder:

  Anastasia
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 1293
  oo Romano Orsini, Neffe des Papstes Nikolaus III.
              -   1326
 
 
 
 

Literatur:
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Herde Peter: Karl I. von Anjou. Verlag W. Kohlhammer Stuttgart Berlin Köln Mainz 1979 Seite 87 - Kiesewetter, Andreas: Die Anfänge der Regierung König Karls II. von Anjou (1278-1295). Das Königreich Neapel, die Grafschaft Provence und der Mittelmeerraum zu Ausgang des 13. Jahrhunderts, Matthiesen Verlag 1999 Seite 52,61,156 Anm. 4 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band IV Die Britische Peerage, ein Auszug, R.G. Fischer Verlag 1996 Tafel 172 -