Maria Komnena                                        Prinzessin von Byzanz
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1151-   1183 ermordet
 

Einzige Tochter des Kaisers Manuel von Byzanz aus seiner 1. Ehe mit der Bertha von Sulzbach, Tochter von Graf Berengar II.

Thiele, Andreas: Tafel 203
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband"

MARIA
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    + 1182 (ermordet von Kaiser Andronikos I.)

 1164/65-1169
  oo Bela III. König von Ungarn, zeitweise byzantinischer Thronerbe
              + 1196

 1171-1173 verlobt
  oo Wilhelm II. König von Sizilien
              + 1189

 1180
  oo Rainer II. Markgraf von Montferrat
              + 1182 ermordet



Norwich John Julius: Band III Seite 152,165-184
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"Byzanz"

Im Jahre 1163 sandte Kaiser Manuel seinen Botschafter Georgios Palaiologos zu König Stephan III. von Ungarn mit einem Angebot: Falls Stephan seinen jüngeren Bruder Bela als Erben von Kroatien und Dalmatien anerkenne, werde er Belanicht nur die Hand seiner Tochter Maria übergeben, sondern ihn auch als Erben des byzantinischen Kaiserthrones einsetzen. Stephan gab sein Einverständnis.
Bei den nachfolgenden Feierlichkeiten spielten Bela-Alexios und Maria eine wichtige Rolle. Nach vier Jahren Wartezeit war ihre Ehe immer noch nicht in greifbare Nähe gerückt. Als 1169 Kaiserin Maria von Antiochia einen Sohn gebar, war der Grund für die Verzögerung offenkundig. Nun war es Manuel möglich, seine Versprechungen zurückzunehmen. Kurzerhand löste er BelasVerlobung mit seiner Tochter Maria, vermählte ihm mit Anne de Chatillon, einer Halbschwester der Kaiserin Maria von Antiochia.
In der Zwischenzeit herrschte Alexios' II. Mutter, Kaiserin Maria von Antiochia, an seiner Statt als Regentin. Nie zuvor hatte jemand lateinischer Abstammung in Konstantinopel regiert, und so trat sie ihr Amt mit einem schwerwiegenden Nachteil belastet an. Dem byzantinischen Volk war, wie wir gesehen haben, schon die Vorliebe Manuels für alles Westliche ein Dorn im Auge gewesen; nun befürchtete man - und mit gutem Grund - eine weitere Ausdehnung der Handelsrechte und Privilegien für die italienischen und fränkischen Kaufleute. Die Besorgnis wuchs zusehends, als Maria eine weitere äußerst prowestlich eingestellte Persönlichkeit zu ihrem obersten Ratgeber ernannte, nämlich den Protosebastos Alexios, Manuels Neffen und Onkel Königin Theodoras von Jerusalem. Es dauerte nicht lange, bis allgemein gemunkelt wurde, sie habe ihren Berater auch zu ihrem Geliebten gemacht.
Nun, die Unzufriedenheit wuchs also, und es begannen sich verschiedene Verschwörungsnester zu bilden, insbesondere jenes, in dem die gleichnamige Stieftochter Kaiserin Marias als Drahtzieherin wirkte. Das Komplott wurde indes aufgedeckt, und diese Maria, ihr Ehemann Rainier von Montferrat und die übrigen Verbündeten schafften gerade noch die Flucht in die Hagia Sophia und verbarrikadierten sich dort. Aber Kaiserin Maria von Antiochia scherte sich nicht um die Anerkennung kirchlichen Asylrechts. Sie sandte umgehend die kaiserliche Wache mit der Order aus, sich der Verschwörerin und ihres Gefolges zu bemächtigen, und einzig die persönliche Vermittlung des Patriarchen bewahrte die Hagia Sophia vor der Entweihung. Dieser Vorfall erschütterte die byzantinische Bevölkerung zutiefst, und die ihm folgende Exilierung und Verfügung seiner Heiligkeit in ein Kloster zur Strafe für seine Einmischung machte die Regierung so unbeliebt wie nie zuvor. Das Ausmaß öffentlichen Unwillens, der Kaiserin Maria entgegenschlug, war derart groß, dass sie nie wagte, ihre Stieftochter Maria zu bestrafen. Auch rührte sie sich nicht, als das Volk später geschlossen zum Kloster des Patriarchen marschierte und ihn zurück nach Konstantinopel trug. Die ganze Angelegenheit hätte nicht undiplomatischer gehandhabt werden können.
Prinzessin Maria und ihr Ehemann mußten als erste über die Klinge springen; sie starben rasch und unter mysteriösen Umständen, doch niemand zweifelte daran, dass sie vergiftet worden waren.

Cardini Franco: Seite 227,246
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"Friedrich I. Barbarossa"

Wenige Monate nach der Einkerkerung Christians von Mainz, nämlich im Februar 1180, hatte sich der jüngste Sohn des MarkgrafenWilhelm, der 18-jährige Rainer, in Konstantinopel mit der erstgeborenen Tochter Manuels, Prinzessin Maria, vermählt, die ungefähr 13 Jahre älter als er war. Nach byzantinischen Brauch nahm Rainer einen neuen Namen an, Johannes, und erhielt den Titel "Caesar". Außer dieser Vermählung wurde im Februar 1180 auch jene zwischen Alexios (Sohn Manuels und bereits zum Mitkaiser gekrönt) und Agnes, der Tochter Ludwigs VII. von Frankreich, begangen. Die Bestimmungen für die Thronfolge legten fest, dass - sollte die Ehe zwischen Alexios und Agnes kinderlos bleiben - die Krone auf die Erstgeborene, Maria, und ihre Nachkommen übergehen würde. Auf diese Weise sah der junge Rainer-Johannes, dass sich ihm unter seinen möglichen Aussichten sogar der Thron am Bosporus bieten könnte.
1183 starb Rainer, der sich in Konstantinopel mit der byzantinischen Prinzessin Maria vermählt hatte, unter mysteriösen Umständen.

Runciman, Steven: Seite 705,723,727-728
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"Geschichte der Kreuzzüge"

Irgendwelche Hilfe vom Kaiser hatten die Sizilianer bereits rundheraus abgelehnt, denn Wilhelm II. hatte sich mit Manuel überworfen, da dieser ihm die Hand seiner Tochter Maria angetragen und dann das Angebot wieder zurückgenommen hatte.
Wilhelm von Tyros wohnte den großen Feierlichkeiten einer kaiserlichen Doppelhochzeit bei, als nämlich Manuels Tochter Maria, eine 28-jährige Jungfer, Rainer von Montferrat, den Schwager Sibylles, heiratete, und Manuels Sohn, der 10-jährige Alexios, der 9-jährigen Prinzessin Agnes von Frankreich angetraut wurde.
Die Opposition zur Kaiserin Maria stand unter der Führung ihrer Stieftochter, der Porphyrogennete Maria, und ihres Gatten Rainer von Montferrat. Ihre Verschwörung zur Ermordung des Günstlings schlug fehl: aber als sie in der St. Sophienkirche Zuflucht suchten, stieß er die Öffentlichkeit neuerlich vor den Kopf, indem er versuchte, den Hochaltar zu entweihen. Die Kaiserin war genötigt, die Verschwörer zu begnadigen; aber
Andronikos' ersten Maßnahmen galten der Beseitigung seiner Nebenbuhler. Der Protosebastos wurde ins Gefängnis geworfern und auf grausame Weise geblendet. Die Porphyrogennete Maria und ihr Gemahl erlitten auf geheimnisvolle Weise den Tod.
 
 
 
 

    1165
  1. oo Bela III. König von Ungarn
  -1169 um 1148-23.4.1196

    1179
  2. oo Rainer Markgraf von Montferrat
          1162-   1183 ermordet
 
 
 
 

Literatur:
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Cardini, Franco: Friedrich I. Barbarossa. Kaiser des Abendlandes, Verlag Styria Graz 1990, Seite 86, 227,246 - Norwich John Julius: Byzanz, Band III Seite 152,165-184 - Runciman, Steven: Geschichte der Kreuzzüge, Sonderausgabe in 1 Band Verlag H.C. Beck München 1978, Seite 569,636,705,723, 727-728,901 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband, R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 203 -