Bonifatius I.                                            Markgraf von Montferrat (1191-1207)
---------------                                            König von Thessalonich
um 1150- 9.1207 gefallen
 

3. Sohn des Markgrafen Wilhelm der Ältere von Montferrat und der Judith von Österreich, Tochter des Markgrafen Leopold VI.
 

Lexikon des Mittelalters: Band II Seite 422
********************
Bonifaz I. von Montferrat, König von Thessalonich
---------------------------------
     + 1207

Markgraf aus dem Geschlecht der ALERAMIDEN

Sohn Markgraf Wilhelms des Älteren und der Judith, Tochter Leopolds III. von Österreich

Seit 1183 teilte er sich mit seinem älteren Bruder Konrad (+ 1192) die Verwaltung der Markgrafschaft. Sein Hof galt weithin als Zentrum höfischer Kultur. Die reichen piemontesischen Besitzungen beiderseits des Tanaro und nördlich des Po, die sein Vater unter Anlehnung an die kaiserliche Politik zu einer führenden Stellung ausgebaut hatte, vermochte Bonifaz I. auf Dauer gegen die expandierenden Kommunen Asti, Vercelli, Ivrea und Alessandria nicht zu behaupten. Trotz persönlichen Engagements für HEINRICH VI. (unter anderem Flottenkommandant 1194 in Sizilien) wurde Bonifaz von diesem offenbar nur zurückhaltend unterstützt. Belehnungen mit der Markgrafschaft Incisa (1191) und Alessandria (1193) blieben faktisch wirkungslos. Ein Jahrzehnt erbitterter Kämpfe endete 1199-1202 mit einer Niederlage Bonifaz' I. und seiner Verbündeten und seinem erzwungenen Beitritt zum Lombardenbund. Während eines Waffenstillstandes suchte er 1199, im deutschen Thronstreit zu vermitteln. 1201, nach dem Tod des Grafen von der Champagne, unter Einfluß des französischen Königs zum Führer des 4. Kreuzzuges gewählt, war er zusammen mit dem venezianischen Dogen, Enrico Dandalo, und unterstützt durch Abgesandte PHILIPPS VON SCHWABEN maßgeblich an der "Umleitung" des Kreuzzuges nach Konstantinopel beteiligt, nachdem er der Eroberung von Zadar (Zara) noch ferngeblieben war (die Verantwortung für die "Umleitung" ist kontrovers; vgl. D.E. Queller-S.J. Stratton, Stud. in Medieval and Renaissance History 6, 1969, 235ff.). Nach der Eroberung Konstantinopels (1204) heiratete Bonifaz I. Margarete von Ungarn, die Witwe Kaiser Isaaks II. Angelos. Seine Hoffnungen auf die Kaiserkrone nach der Ermordung seines Proteges, Alexios' IV., hintertrieben die Venezianer zugunsten Graf Balduins IX. von Flandern. Bonifaz mußte sich mit Makedonien und Thessalonike als neuem Königreich Thessalonike bescheiden, das sein jüngerer Bruder Rainer (+ 1183, oo mit einer byzantinischen Prinzessin) bereits einmal nominell besessen hatte. Bonifaz mußte es sich nunmehr erst erobern (Athen, Ende 1204) und umgab es mit einem Kranz von Lehnsfürstentümern: Seine Tochter Agnes heiratete 1207 den Bruder und Nachfolger Kaiser Balduins, Heinrich I. Bonifaz I. fiel kurz darauf bei Mosynopolis (Thrakien) im Kampf gegen die Bulgaren. Sein Sohn Demetrios vermochte das Erbe nicht zu behaupten und floh 1224 vor dem epirotischen Herrscher Theodoros Angelos Dukas nach Italien.


Brandenburg Erich: Tafel 19 Seite 39
****************
"Die Nachkommen Karls des Großen"

XIII.  274. BONIFACIUS, Markgraf von Montferrat 1187, Vormund in Savoyen 1189,
---------------------------------             König von Thessalonich 1204
* ca. 1150, + 1207 IX.

Gemahlinnen: a) vor 1179 N.N.

                        b) 1204 Margarete, Tochter König Belas III. von Ungarn,
                                               +        Witwe Kaiser Isaaks von Byzanz



Thiele, Andreas: Tafel 459
*************
"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band II, Teilband 2 Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser II Nord-, Ost- und Südeuropa"

BONIFATIUS I. VON MONTFERRAT
---------------------------------------------------
* um 1150, + 1207 gefallen

Sohn des Markgrafen Wilhelm VI.
 

Bonifatius I. war ab 1187 Regent von Montferrat und folgte 1191 seinem Vater. Er ging wie Konrad und Rainer  in byzantinische Dienste, half 1186 die Rebellion des Gegenkaisers Alexios Branas niederzuschlagen und wurde auch Cäsar. Er zog nach Palästina und machte 1187 die Schlacht bei Hittin mit. Er war ab 1187 jahrelang Regent von Savoyen, das er gegen Angriffe absicherte und vermittelte 1191 mit den Frieden zwischen König Richard I. Löwenherz von England und Sultan Saladin. Er verschaffte sich als Regent von Savoyen vorübergehend ein Übergewicht Montferrats gegenüber Savoyen, das in der Zukunft der Hauptgegner blieb. Er eroberte 1197 nach dem Zusammenbruch der kaiserlichen Macht durch den Tod des Kaisers HEINRICH VI. kaiserliche Gebiete in N-Italien dazu und gewann unter anderem das Sturatal. Nach jahrelangen heftigen Auseinandersetzungen erlitt er 1206 gegen die lombardischen Städte eine entscheidende Niederlage. Er war im Gegensatz zu den Brüdern Ghibelline, machte 1203 den Kreuzzug Venedigs gegen Byzanz mit, half Byzanz zu erobern und lehnte die ihm angebotene Kaiserkrone zugunsten von Balduin von Flandern ab. Er nahm sich das Gebiet Thessalonich, wurde dort König zu Thessaloniki, in Thrakien und Chalkidike. In Morea-Achaia ernannte Bonifatius den Fürsten Gottfried I. de Villehardouin als Lehensfürst. Er war Titularherr von Kreta, geriet schroff gegen Angelos-Epiros und Bulgarien und fiel gegen letzteres, das alles eroberte.

 vor 1171
  oo Helene del Bosco, Tochter des Markgrafen Anselm
              +

 1204
  oo Margarete von Ungarn, Tochter des Königs Bela III.
               + nach 1223

Witwe des Kaisers Isaak II. von Byzanz, 1207 regentin von Thessalonich



Csendes, Peter: Seite 91,136,141,167,182,215
*************
"Heinrich VI."

Auch strafrechtliche Angelegenheiten wurden vor dem Hofgericht entschieden, wie uns der Fall des Markgrafen Albert von Incisa und seiner Brüder lehrt, die nahe von Alessandria beheimatet waren und da sie der Gerichtsladung nicht Folge leisteten, des Straßenraubs schuldig gesprochen wurden; sie gingen all ihren Besitzungen verlustig, die der Markgraf von Montferrat, ein wichtiger Parteigänger der STAUFER, zu Lehen erhielt.
Etwa zur selben Zeit verhandelte der Kaiser in Würzburg mit Abgesandten der Städte Cremona und Como, die in ein Bündnis einbezogen wurden, an dessen Spitze Markgraf Bonifaz von Montferrat stand und dem auch Pavia, Lodi und Bergamo angehörten. Diesem Pakt verpflichtete sich auch HEINRICH selbst, indem er den Städten versprach, gegen jeden vorzugehen, der sie angreifen würde.
Der Kasiser reagierte  zunächst nicht, vielleicht vertraute er auf Bonifaz von Montferrat, den bewährten Vertrauten der STAUFER, der sich Ende des Jahres 1193 beim Kaiser in Deutschland einfand.
Demnach traf man außerhalb der Stadt auf freiem Feld vor dem Porta Turris, Turmtor, genannten Stadfttor zusamen. Anqwesend waren die Repräsentanten des alten Cremoneser Bundes, Bonifaz von Montferrat, die Vertreter von Como, Lodi, Pavia, Bergamo und Cremona sowie "viele andere Lombarden und Deutsche".
Zu Ende Juli hielt sich der Herrscher in Turin auf. Wahrscheinlich hatte man den Weg durchs Aostatal genommen. Hier traf er mit Repräsentanten Nieder-Burgunds zusammen. Auch Markgraf Bonifaz von Montferrat hatte sich eingefunden, den Kaiser zu begrüßen, den sein weiterer Weg nach Mailand und Pavia führte.
Es ist bezeichnend, daß dem engeren Umkreis des Herrschers, wiewohl er in Oberitalien, in der Toskana oder selbst in Rom - man wird vornehmlich Bischof Albert von Vercelli, Bonifaz von Montferrat [Vgl. Brader, Markgraf Bonifaz von Montferrat.] der den Präfekten Petrus nennen - verläßliche Parteigänger besaß, nur wenige Persönlichkeiten aus Italien angehörten.

Runciman, Steven: Seite 886-888,890-892,900-902
****************
"Geschichte der Kreuzzüge"

Ihrem Beispiel folgten bald darauf verschiedene große Grundherren N-Italiens unter Fürung des Marquis Bonifaz von Montferrat, dessen Beteiligung Papst Innozenz die ersten Zweifel an dem ganzen Unternehmen wachrief; den die Fürsten von Montferrat waren die getreuen Freunde und Verbündeten der HOHENSTAUFEN.
Im März 1210 starb Tibald vonChampagne plötzlich und der Kreuzzug wählte an seiner Statt Bonifaz  von Montferrat zum Führer. Es war dies eine natürliche Wahl. Die Familie MONTFERRAT besaß hervorragende Verbindungen nach dem Osten. Bonifaz' Vater Wilhelm war als palästinensischer Grundherr gestorben. Von seinen Brüdern hatte WilhelmSibylle von Jerusalem geheiratet und war Vater des Kind-Königs Balduin V. gewesen; Rainer hatte die Tochter des Kaisers Manuel geheiratet und war in Konstantinopel ermordet worden und Konrad war der Retter von Tyros gewesen, der Herrscher des Heiligen Landes und Vater seiner gegenwärtigen Erbin. Aber Bonifaz' Ernennung zum Befehlshaber entzog dem Kreuzzug dem Einfluß Papst Innozenz'. Bonifaz kam im August 1201 nach Frankreich und traf mit seinen wichtigsten Kreuzfahrer-Genossen in Soissons zusammen, wo sie seine Führerschaft bestätigten.Von dort reiste er weiter nach Deutschland, um die Wintermonate bei seinem alten Freund PHILIPP VON SCHWABEN zu verbringen.
Bonifaz, der nach einen unbefriedigenden Besuch beim Papst in Rom im Sommer zu ihnen stieß, war bereits gewillt, mit den Venezianern zusammenzuarbeiten.
Der Doge und Bonifaz gelangten nach der Eroberung Zaras nunmehr zu dem Schluß, daß es bereits zu spät im Jahr sei, um nach Osten aufzubrechen. Das Heer richtete sich für die Wintermonate in Zara ein, indes seine Führer ihre zukünftigen Unternehmungen planten.
Durch Bonifaz' Vermittlung hatte Dandalo bereits mit PHILIPP VON SCHWABEN, der sich gleich ihm im Kirchenbann befand, die Verbindung aufgenommen. Zu Beginn des Jahres 1203 traf ein Bote PHILIPPS aus Deutschland bei Bonifaz in Zara ein, der ein fest umrissenes Angebot von PHILIPPS Schwager Alexios überbrachte. Wenn der Kreuzzug bereit war, nach Konstantinopel zu gehen und dort Alexios auf den Kaiserthron zu setzen, wollte Alexios sich verpflichten, den Kreuzfahrern die Summe zu zahlen, welche sie den Venezianern noch schuldeten, ihnen das notwendige Geld und die erforderlichen Nachschubvorräte für die Eroberung Ägyptens liefern und selbst dem Kreuzheer ein Truppenaufgebot von 10.000 Mann aus dem byzantinischen Heer hinzufügen; er war darüber hinaus bereit, für den Unterhalt von 500 Rittern aufzukommen, die im Heiligen Land bleiben sollten, und für die Unterwerfung der Kirche von Konstantinopel unter Rom Sorge zu tragen.
Die nächste Aufgabe bestand darin, den Kaiser zu wählen. Bonifaz von Montferrat hoffte noch immer auf seine Wahl. Er hatte zwecks Erhöhung seiner Stellung die Kaiserin-Mutter Margarethe, Isaaks ungarische Witwe, gerettet und unverzüglich geheiratet. Aber die Venezianer wollten ihn unter keinen Umständen. Unter ihrem Einfluß kan der Thron schließlich an einen weniger umstrittenen Fürsten, nämlich den Grafen Balduin IX. von Flandern ud Hennegau, einen Mann von vornehmster Abstammung und großem Reichtum, der aber schwächer und gefügiger war.
Die Venezianer boten Bonifaz als Entschädigung für den Thron, den er nicht erhalten hatte, ein undeutlich umrissenes Herrschaftsgebiet in Anatolien, den Osten und die Mitte des griechischen Festlandes und die Insel Kreta. Er aber, der keinerlei Wunsch verspürte, auszuziehen und Länder in Asien zu erobern, verlangte stattdessen Mazedonien und Thessalonike. Balduin erhob Einwände, aber die öffentliche Meinung unterstützte Bonifaz, besonders als er einen Erbanspruch geltend machte, den er von seinem Bruder Rainer herleitete, welcher die Porphyrogennete Maria geheiratet hatte; und er gewann die Venezianer für sich, indem er ihnen Kreta verkaufte. Er wurde König von Thessalonike unter der Lehnsoberhoheit des Kaisers.
Bonifaz von Montferrat überrannte bald den größten Teil des griechischen Festlandes und setzte dort seine Lehnsleute ein, unter ihnen einen Burgunder namens Otho von La Roche, der Herzog von Athen und Theben wurde. Der Peloponnes fiel zwei französischen Herren zu, nämlich Wilhelm von Champlitte und Gottfried von Villehardouin, der die Dynastie der Fürsten von Achäa begründete.

Winkelmann, Eduard: 1. Buch Seite 41,169,170,171,260,277,343,525-528
********************
"Jahrbücher der Deutschen Geschichte, Philipp von Schwaben und Otto IV. von Braunschweig"

Wie sehr man sich dabei mit dem Gedanken schmeichelte, daß mit dem Tod des Kaisers die alle in Schranken haltende Reichsgewalt erloschen sei, zeigt vielleicht der Umstand am deutlichsten, daß Alessandria nun wieder seinen alten Namen annahm statt des zu sehr an seine Unterwerfung erinnernden Namen Cäsarea und daß es sich der Zwingherrschaft des Markgrafen Bonifaz von Montferrat entzog.
Während Erzbischof Konrad von Mainz selbst noch gleich nach seiner Heimkehr mit PHILIPP darüber in Thüringen verhandelte, schickte er den in Kreuzzugsangelegneheiten über die Alpen gekommenen Markgrafen Bonifaz von Montferrat an OTTO.
OTTO lehnte es sogar ab, mit dem Markgrafen von Montferrat in Boppard zusammenzutreffen: seine Würde als rechtmäßig gekrönten Königs leide Abbruch schon durch das Zulassen einer Verhandlung.
Ähnlichen Bescheid erhielt am 23. April König Philipp August von Frankreich auf eine nachdrückliche Verwendung zu Gunsten des STAUFERS, mit welcher der Markgraf Bonifaz von Montferrat zu derselben Zeit (1202) in Rom erschienen war.
Vielleicht hat auch der zugleich mit den STAUFERN und KAPETINGERN verwandte Markgraf Bonifaz von Montferrat, welcher schon 1200 in Deutschland zugunsten PHILIPPS VON SCHWABEN gewirkt hatte und im September 1201 in Kreuzzugsangelegenheiten nach Frankreich gekommen war, einen Anteil daran, daß Philipp August äußerst entschieden für seinen deutschen Verbündeten auftrat. Man darf annehmen, daß der Markgraf den König von dem damals innerhalb der Reichspartei beabsichtigten Protest gegen die Eingriffe des Papstes unterrichtete, weil Philipp August sich diesem Protest anschloß.
Im März 1198 vereinigte sich Alessandria mit Vercelli und Asti gegen Casale und den Markgrafen Bonifaz von Montferrat, welcher die ihm von Kaiser HEINRICH VI. verliehenen Rechte über Alessandria nicht fahren lassen wollte und auch Acqui für sich gewann, welches mit den Verlust des Bischofssitzes an Alessandria bedroht war.
Am Hofe PHILIPPS VON SCHWABEN ist nun zuerst der Gedanke aufgetaucht, den bevorstehenden Kreuzzug im Interesse der Dynastie ANGELOS zu verwerten, und bald wurde auch die geeignete Mittelsperson gefunden. Es war der Markgraf Bonifaz von Montferrat, ein Mann, der sowohl mit PHILIPP, dessen Sache er schon 1200 zu fördern versucht hatte, als auch mit dem König von Frankreich durch verwandtschaftliche Beziehungen verknüpft war, ebenso aber auch mit den ANGELOS, da sein Bruder Konrad von Tyruseine Tochter Isaaks zur Gemahlin gehabt hatte. Geeignet aber war der Markgraf ganz besonders, weil die französischen Kreuzfahrer ihn im September 1201 mit Zustimmung ihres Königs zu ihrem Anführer wählten. Am 14. September war er noch in Citeaux; von dort ging er nach Deutschland zu PHILIPP, durch welchen er für die Sache des byzantinischen Prätendenten Alexios IV. gewonnen wurde.
Es gereichte dem Markgrafen bei seiner Ankunft in Rom, etwa März 1202, gewiß nicht zur Empfehlung, daß er zugleich mit den Gesandten der deutschen Reichspartei kam und daß er ihren Protest gegen die deutsche Politik des Papstes im Namen des französischen Königs zu unterstützen beauftragt war. Um so weniger drang er mit seinen Vorschlägen betreff des Alexios IV. durch. Innocenz wollte auch dieses Mal von einer Restauration der ANGELOS nichts hören.
In der Mitte des Dezember kam Markgraf Bonifaz, der inzwischen wieder in Rom gewesen war und sich absichtlich von der Eroberung Zaras ferngehalten hatte, wieder zum Heer und nun gelangte sein Projekt ganz unabhängig vom Willen des Papstes zur Ausführung. Am Neujahr 1203 kehrten auch die nach Deutschland geschickten Abgeordneten der Barone mit bestimmten Vorschlägen des Prätendenten zurück, sondern begleitet von Machtboten PHILIPPS, der in seinem eigenen Namen mit den Kreuzfahrern verhandelt und die Versprechungen seines Schwagers verbürgt. Indessen ist Alexios keineswegs mit den Boten PHILIPPS nach Zara gekommen. Vielmehr haben diese allein ohne ihn mit den Venetianern und einem Teil der Kreuzfahrer, welcher sich dem Markgrafen anschloß, den Vertrag vollzogen, mit der Bedingung, daß Alexios sich 14 Tage nach Ostern (= 20. April) einfinden solle.
 
 
 
 

 vor 1171
  1. oo Helene del Bosco, Tochter des Markgrafen Anselm
                 -

    1204
  2. oo 2. Margarete von Ungarn, Tochter des Königs Bela III.
              1175- nach 1223
 
 
 
 

Kinder:
1. Ehe

  Wilhelm VII. Markgraf von Montferrat
  um 1175-17.9.1225

  Beatrix
        -

 1202
  oo Enrico II. di Savona
             -

  Agnes
          -   1208

 1207
  oo Heinrich von Flandern Kaiser von Byzanz
       1174-11.7.1216

2. Ehe

  Demetrius König von Thessalonich (1207-1224)
  um 1205-   1230/39
 
 
 
 

Literatur:
-----------
Csendes, Peter: Heinrich VI., Wissenschaftliche Buchgemeinschaft Wiesbaden 1993, Seite 91,136,141, 167,182,215 - Csendes Peter: Philipp von Schwaben. Ein Staufer im Kampf um die Macht. Primus Verlag 2003 Seite 99,101,120,129,132,135,206 - Die Begegnung des Westens mit dem Osten, hg. von Odilo Engels und Peter Schreiner, Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1993, Seite 288,290 - Mayer, Hans Eberhard: Geschichte der Kreuzzüge, Verlag W. Kohlhammer GmbH 1995 Seite 175-178,180, 183 - Runciman, Steven: Geschichte der Kreuzzüge, Sonderausgabe in 1 Band Verlag H.C. Beck München 1978, Seite 886-888,890-892,900-902 - Winkelmann, Eduard: Jahrbücher der Deutschen Geschichte, Philipp von Schwaben und Otto IV. von Braunschweig 1. Buch Verlag von Duncker & Humblot Leipzig 1873, Seite 41,169,170,171,260,277,343, 525-528,567 -