Balduin V.                                                König von Jerusalem (20.11.1183-1186)
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1177- September 1186
         Akkon

Begraben: Grabeskirche Jerusalem
 

Einziger Sohn des Markgrafen Wilhelm Langschwert von Montferrat und der Sibylle von Jerusalem, Tochter von Königs Amalrich I.
 

Brandenburg Erich: Tafel 19 Seite 39
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"Die Nachkommen Karls des Großen"

XIV.  426. BALDUIN V., König von Jerusalem
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* nachgeboren 1177, + 1186 nach 25. IV.



Thiele, Andreas: Tafel 171
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband"

BALDUIN V. VON MONTFERRAT
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* 1177, + 1166

Folgt 1183.



Balduin V. wurde entgegen dem Verfassungsbrauch noch zu Lebzeiten seines Vorgängers am 20. November 1183 zum König von Jerusalem erhoben und empfing die Huldigung der Vasallen. Nach dem Tode seines Onkels Balduin IV. (Frühjahr 1185) folgte Balduin V. unter der Regentschaft Raimunds ohne wirksame Opposition. Allerdings zirkulierten seit 1184 Gerüchte, Raimund strebe selbst nach der Krone.

Mayer Hans Eberhard: Seite 117,119-122
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„Geschichte der Kreuzzüge“

Da Balduin IV. nicht heiraten konnte, konzentrierten sich die Erwägungen hinsichtlich der Thronfolge vorerst auf seine Schwester Sibylle und ihren Sohn, den nachmaligen Balduin V. Nachdem Balduin IV. im Jahre 1183 die Regierung wieder in die eigenen Hände genommen hatte, wurde die Nachfolgefrage dadurch gelöst, dass des Königs Neffe Balduin V. am 20. November 1183 in einer ganz ungewöhnlichen Abweichung vom Verfassungsbrauch noch zu Lebzeiten des Vorgängers zum König erhoben wurde und die Huldigung der Vasallen empfing. Der seit 1184 als Regent amtierende Raimund III. von Tripolis lehnte die Vormundschaft über Balduin V. ab, um sich nicht im Falle seines vorzeitigen Todes dem Mordverdacht gegenüber zusehen. Zum Vormund wurde daher der Großonkel Balduins V. bestellt, Joscelin III. von Courtenay. Im Frühjahr 1185 erlag Balduin IV. seinen Leiden. Die Nachfolge Balduins V. und die Regentschaft Raimunds begegneten keiner wirksamen Opposition. Allerdings zirkulierte seit 1184 das Gerücht, Raimund strebe selbst nach der Krone. Falls aber die Hoffnungen der Gegenpartei sich auf die Vormundschaft über Balduin V. richteten, so wurden sie durch den überraschenden Tod des Kindes im September 1186 zunichte gemacht. Balduin V. war der letzte König von Jerusalem, der seine Ruhestätte in der Grabeskirche fand.
 
 
 
 

Literatur:
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Brandenburg Erich: Die Nachkommen Karls des Großen Verlag Degener & Co Neustadt an der Aisch 1998 Tafel 19 Seite 39 - Jones Terry/Ereira Alan: Die Kreuzzüge. Bechtermünz Verlag 2000 Seite 78, 158 - Kugler Bernd: Geschichte der Kreuzzüge. Reprint-Verlag-Leipzig 1880 - Lehmann Johannes: Die Kreuzfahrer. Abenteurer Gottes. Gondrom Verlag Bindlach 1991 Seite 270 - Mayer Hans Eberhard: Geschichte der Kreuzzüge, Seite 117,119-122 - Norwich John Julius: Byzanz. Der Aufstieg des oströmischen Reiches. Econ Verlag GmbH, Düsseldorf und München 1993 Band III Seite 188 - Payne Robert: Die Kreuuzüge. Zweihundert Jahre Kampf um das Heilige Grab. Albatros Verlag Düsseldorf 2001 Seite 207,208 - Runciman, Steven: Geschichte der Kreuzzüge, Sonderausgabe in 1 Band Verlag H.C. Beck München 1978, Seite 602,713,740,743,746 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband, R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 171 -