Alice von Montferrat                   Königin von Zypern
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um 1205/10- vor April 1233
                    Kyrenia/Zypern

Begraben: Nikosia

Jüngere Tochter des Markgrafen Wilhelm VIII. von Montferrat aus seiner 2. Ehe mit der Berta di Clavesana, Tochter des Markgrafen Bonifatius
 

Thiele, Andreas: Tafel 460
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band II, Teilband 2 Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser II Nord-, Ost- und Südeuropa"

ALIX
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    + um 1233

  oo Heinrich II. de Lusignan, König von Jerusalem
              + 1253



Runciman, Steven: Seite 969,980
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"Geschichte der Kreuzzüge"

1229
Gleichzeitig vereinbarte FRIEDRICH die Eheschließung zwischen dem jungen König und Alice von Montferrat, deren Vater einer seiner getreuen Anhänger in Italien war.
1233
Unter den Flüchtigen in den Mauern von Kyrenia befand sich Alice von Montferrat, die italienische Prinzessin, die FRIEDRICH zur Gemahlin König Heinrichs bestimmt hatte. Ihre Eheschließung war durch Stellvertretung erfolgt, und es ist zweifelhaft, ob sie ihren Gemahl je zu Gesicht bekam, da sie in Begleitung der Kaiserlichen in Zypern eintraf, nachdem der König sich den IBELINS angeschlossen hatte. Sie erkrankte während der Belagerung und starb; und die Kämpfe wurden unterbrochen, indes ihr Leichnam, gekleidet wie es einer Königin gebührte, feierlich übergeben und nach Nikosia gebracht wurde, wo ihr Gemahl, der sie lebend nie gekannt hatte, ihr ein königliches Begräbnis gab.

Winkelmann Eduard: Band II Seite 142,394,397
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"Kaiser Friedrich II."

Für die Zukunft aber, wenn der König zur Großjährigkeit gelangt sein werde, meinte FRIEDRICH sich eine Bürgschaft für seinen dauernden Einfluß auf ihn dadurch zu sichern, daß er ihn während seines Aufenthalts in Limisso mit einer Dame aus einer im allgemeinen seinem eigenen Hause ergebenen Familie vermählte, nämlich mit Alis, der Tochter des verstorbenen Markgrafen Wilhelm IV. von Montferrat, die ihr Oheim, der aus Thessalonich vertriebene König Demetrius, wahrscheinlich mitgebracht hatte, als er, überall um Hilfe zur Wiedererlangung seines Königreiches werbend, im Sommer 1228 zum Kaiser nach Cypern gekommen war, wenn er ihn nicht vielleicht schon von Italien dorthin begleitet hatte.
Seinen Befehlen wurde allgemein Folge geleistet und nur die beiden neuen Schlösser Buffavento und Dieu d'amour hielten sich; in letzteres hatten sich des Königs Schwestern Maria und Isabella geflüchtet, während seine Gemahlin Alix von Montferrat in die Gewalt der "Langobarden" geriet.
Es war in dieser Hinsicht nicht ganz ohne Bedeutung, daß seine Gemahlin Alix von Montferrat, die von den Kaiserlichen auf ihrem Rückzug nach Cherines mitgeführt worden war, dort kurz vor der Übergab des Platzes starb. Vielleicht hätte sie bei längerem Leben zu Gunsten des Kaisers, dem sie ihren königlichen Rang verdankte, auf ihren Gemahl einzuwirken vermocht.
 
 
 
 

 1223
  oo 1. Heinrich I. König von Zypern
  x       1217-18.1.1253
 
 
 
 

Literatur:
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Runciman, Steven: Geschichte der Kreuzzüge, Sonderausgabe in 1 Band Verlag H.C. Beck München 1978, Seite 969,980 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band II, Teilband 2 Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser II Nord-, Ost- und Südeuropa, R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 460 - Winkelmann Eduard: Kaiser Friedrich II. 2. Band, Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt 1963, Seite 142,394,397,490 -