Philipp Porphyrogenetos                   Titular-Kaiser von Byzanz
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1243-   1283
 

Einziger Sohn des Kaisers Balduin II. von Byzanz und der Marie von Brienne, Tochter von König Johann
 

Thiele, Andreas: Tafel 208
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband"

PHILIPP I. DE COURTENAY "PORPHYROGENETOS"
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* 1243, + 1283

Seigneur de Couertenay und Montargis
1273 Titular-Kaiser von Byzanz

Philipp Porphyrogenetos de Courtenay wurde Seigneur von Courtenay und Montargis und 1273 nach dem Tode seines Vaters Titular-Kaiser von Byzanz. Er versuchte vergeblich, einen neuen Kreuzzug zu organisieren, um sein Erbreich zurückzugewinnen. Philipp resignierte zuletzt, trat alle Ansprüche seinem Schwiegervater Karl I. von Anjou-Neapel ab, von dem sie an die Tochter weitergingen.

 1273
  oo Beatrix d'Anjou, Tochter des Königs Karl I. von Neapel-Sizilien
              + 1275



Kiesewetter, Andreas: Seite 43,77,125
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"Die Anfänge der Regierung König Karls II. von Anjou (1278-1295). Das Königreich Neapel, die Grafschaft Provence und der Mittelmeerraum zu Ausgang des 13. Jahrhunderts"

Nach der Rückkehr Karls I. in das Regno bestätigte der König und sein Sohn am 4. November 1274 in Foggia gegenüber Philipp von Courtenay, der nach dem Tode seines Vaters Balduin II. Titular-Kaiser von Konstantinopel geworden war, noch einmal den zweiten Vertrag von Viterbo. Die Ratifizierung war sowohl durch den Tod Balduins als auch durch eine Bestimmung des Vertrags von 1267, die eine Waffenhilfe der ANGIOVINEN zur Rückeroberung des Lateinischen Kaiserreiches für nur sieben Jahre vorsah, nötig geworden.
Am 3. Juli 1281 wurden die fünfzehnjährigen Anstrengungen Karls I. schließlich vom Erfolg gekrönt. In Orvieto wurde zwischen dem ANJOU, dem lateinischen Titular-Kaiser Philipp von Courtenay und der Republik Venedig eine formelle Allianz gesclossen, deren Ziel es war, innerhalb der nächsten Jahre die lateinische Herrschaft in der Levante wiederherzustellen. Der Vertrag legte fest, daß Karl I. beziehungsweise Karl von Salerno, Philipp von Courtenay und der Doge persönlich das Kommando in einem kombinierten Land- und Seeunternehmen gegen Byzanz übernehmen sollten. Als Zeitpunkz für den Feldzug wurde der April 1283 festgelegt.
Im Juni schien Karl von Salerno einen neuen Anlauf zur Invasion Siziliens unternehmen zu wollen und traf fieberhafte Vorkehrungen zur Verstärkung von Flotte und Heer. In Nicotera, wohin der Kronprinz am 11. April sein Lager verlegt hatte, wurde eine neue Flotte auf Kiel gelegt. Titular-Kaiser Philipp von Courtenay hatte eine Flotille von 11 Teriden der königlichen Flotte zu unterstellen [13. Juni 1283].
 
 
 
 

15.10.1273
    oo Beatrix von Anjou-Neapel-Sizilien, Tochter von Graf Karl I.
         1255/60-   1275
 
 
 
 

Kinder:

  Katharina I. von Courtenay
  um 1275-3.1.1307
 
 
 
 

Literatur:
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Ehlers Joachim: Die Kapetinger. W. Kohlhammer GmbH Stuttgart Berlin Köln 2000 Seite 228 - Kiesewetter, Andreas: Die Anfänge der Regierung König Karls II. von Anjou (1278-1295). Das Königreich Neapel, die Grafschaft Provence und der Mittelmeerraum zu Ausgang des 13. Jahrhunderts, Matthiesen Verlag 1999 Seite 43,77,125 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband, R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 208 -