Balduin II.                                      Lateinischer Kaiser (1228-25.7.1261)
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1217-   1273
Konstantinopel
 

Jüngster Sohn des Kaisers Peter von Courtenay-Byzanz und der Jolanthe von Flandern, Tochter von Graf Balduin VIII.
 

Lexikon des Mittelalters: Band I Spalte 1369
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Balduin II., lat. Kaiser von Konstantinopel 1228-1261
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Sohn der Jolanthe und des Peter von Courtenay

Balduin war beim Tod des Kaisers Robert 1228 noch unmümdig. Er heiratete Maria, Tochter Johanns von Brienne, des ehemaligen Königs von Jerusalem, der nach dem 1229 in Perugia mit dem bailli des Kaisers, Narjot de Toucy, getroffenen Abkommen, als älterer Kaiser an der Seite des Mitkaisers Balduin herrschen sollte. Johann von Brienne, der erwählte lateinische Kaiser von Konstantinopel auf Lebenszeit und Regent für Balduin bis zu dessen Mündigkeit, erreichte seine Hauptstadt 1231. Als er im März 1237 starb, befand sich Balduin in Flandern, um seine Erbrechte auf die Burg Namur geltend zu machen. 1237-1261 (jedoch erst 1240 gekrönt) regierte er allein als Kaiser von Konstantinopel, von 1261 bis zu seinem Tode führte er den Kaisertitel. 1238 auf der Suche nach Geldmitteln für die Verteidigung Konstantinopels, verkaufte er König Ludwig IX. dem Heiligen die Dornenkrone. Sie traf 1239 in Paris ein und ließ im ganzen Abendland die Verehrung für diese Passionsreliquie wieder aufleben. Während des Waffenstillstandes mit dem Kaiser von Nikaia, Johannes III. Dukas Vatatzes, 1241-1244, suchte Balduin Unterstützung im Westen. Er hielt sich 1244-1248 in Paris auf und versuchte Ludwig IX. zur Waffenhilfe zu bewegen, während das Papsttum ganz von seiner Auseinandersetzung mit FRIEDRICH II. in Anspruch genommen war. Obwohl Balduin für die Verteidigung Konstantinopels alle Einkünfte aus seiner Seigneurie Courtenay und der Grafschaft Namur eingesetzt hatte, wurde die Stadt 1261 von den Byzantinern aus Nikaia wiedererobert. Balduin floh nach Negroponte, wo er im Oktober 1261 eine Schuld von 5.000 Hyperperi an Othon de Cicon von Charistos durch die Schenkung der Hand und eines Teils des Armes von Johannes den Täufer erstattete. Er flüchtete später nach Theben und Athen und lebte vom Verkauf von Reliquien und Rittertiteln, außerdem von den Zuwendungen fränkischer Herren. Von Morea aus ging er nach Apulien, wo er von König Manfred empfangen wurde, von dort aus nach Frankreich. Hier versuchte er, einen Kreuzzug zur Eroberung Konstantinopels zustande zubringen, worin ihn der Papst und Venedig unterstützten. 1267 willigte er ein, König Karl das Fürstentum Achaia abzutreten: Dafür verpflichtete sich Karl am 27. Mai 1267, Balduin "binnen sechs oder sieben Jahren" zur Anwerbung von 2.000 Rittern für die Eroberung Konstantinopels zu verhelfen. Balduin trat König Karl die volle Souveränität über Morea ab und versprach ihm ein Drittel der Eroberung. Bei seinem Tod 1273 hatte Karl von Anjou sein Versprechen noch nicht eingelöst.



Thiele, Andreas: Tafel 208
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband"

BALDUIN II. DE COURTENAY
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* 1218, + 1273

Balduin II. folgte 1228 seinem Bruder Robert als Lateinischer Kaiser, Seigneur von Courtenay und Montargis, Markgraf von Namur und regierte bis 1237 gemeinsam mit seinem Schwiegervater Johann von Brienne. Er bestand 1235/36 die Belagerung von Konstantinopel durch Bulgarien und Nikäa und war seit 1242 völlig von Nikäa eingekreist. Balduin II. beherrschte nur noch die Stadt selbst, aus dem Zusammenbruch von Bulgarien und Thessalonich konnte nur Nikäa Gewinn ziehen. Formal unterstanden ihm noch etliche ägäische Inseln und Herrschaften auf der Peloponnes. Er unternahm 1236/37 eine demütigende und erfolglose Bittreise durch Europa. Er besiegte wohl 1252 Epiros, aber auch hier kassierte Nikäa den Gewinn. Obwohl ihn Venedig stützte, mußte er 1261 Konstantinopel verlassen, das von Kaiser Michael VIII. von Nikäa erobert wurde, was das Ende des "Lateinischen Kaiserreiches" bedeutete. Balduin II. hatte seinen Sohn zeitweise an einen venezianischen Bankier verpfändet.

 1229
  oo Marie de Brienne, Tochter des Mit-Kaisers von Byzanz, König Johann von Jerusalem
              + 1275

Regentin



Balduin II. war der letzte Lateinische Kaiser, stand bis 1237 unter Vormundschaft, zuletzt seines Schwiegervaters und Mitkaisers Johann von Brienne. Er verlor 1261 Konstantinopel wieder an den in Nikäa residierenden byzantinischen Kaiser und starb im Exil.

Mayer Hans Eberhard: Seite 181,183,184,223
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"Geschichte der Kreuzzüge"

Aus seiner Not vor dem Kaiser von Nicaea und dem Despoten von Epiros wurde das lateinische Reich nur durch den Bulgaren-Zaren Ivan Asen II. gerettet, der 1230 die Macht des Epiros ein für allemal brach und von dessen Gnade dann das lateinische Reich abhing. Dort war auf Robert dessen 11-jähriger Bruder Balduin II. gefolgt, der als einziger lateinischer Kaiser in Konstantinopel geboren war und darum den alten byzantinischen Kaisertitel des Porphyrogenitus ("Purpurgeborener") annahm. Um sich vom bulgarischen Druck zu befreien, wählten die Barone 1231 den Titular-König von Jerusalem, Johann von Brienne, zum Mitkaiser. Dieser stemmte sich mit Energie einer bulgarisch-nicaeanischen Koalition entgegen, die 1236 die Lateiner in höchste Gefahr brachte, aus der sie nur durch die Uneinigkeit ihrer Gegner gerettet wurden. Als Johann 1237 starb, bestand das Reich fast nur noch aus Konstantinopel und war von allen Seiten von nicaenischen Gebiet umgeben. Aus dem Westen kam keine Hilfe und der Herrscher von Konstantinopel lebte in bitterer Armut. Wohl kein Kaiser oder König war je in so peinlicher Geldverlegenheit. Er durchreiste jahrelang die Welt von England bis zum Nil, um seinen europäischen Besitz und kostbare Reliquien aus Konstantinopel zu Geld zu machen. Als die Reliquien ausgingen und auch die Bleidächer des Kaiserpalastes verkauft waren, verpfändete der Kaiser gar noch seinen Sohn Philipp für ein Darlehen von umgerechnet etwa 400.000 Mark. Diesmal mußte König Alfons X. von Kastilien die Schulden zahlen. Den ersehnten Kreuzzug brachte Balduin II. nicht zustande. Politisch war er völlig abhängig von der finanziellen und moralischen Unterstützung, die Frankreich ihm angedeihen ließ. Dagegen fand Balduin beim deutschen Kaiser kaum Unterstützung, da dieser wegen seines Kampfes mit dem Papst enge Beziehungen zum Kaiser von Nicaea unterhielt. Selbst Papst Innocenz IV. setzte nicht mehr auf die Karte Konstantinopel, denn er betrieb die Unionsverhandlungen nunmehr direkt mit Nicaea.
Das Ende der Lateinerherrschaft in Konstantinopel kam plötzlich. Ein Feldherr des in Nicaea inzwischen an die Macht gekommenen Kaisers Michael VIII. Palaiologos fand die Stadt im Glauben an einen Waffenstillstand fast wehrlos, als er daran vorbei nach Thrakien ziehen wollte. Kurz entschlossen eroberte er sie am 25. Juli 1261, und am 15. August hielt der erste PALAIOLOGEN-Kaiser seinen Einzug, während Balduin II. nach Europa floh.

Norwich John Julius: Band III Seite 218-248
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"Byzanz"

Robert hinterließ keine legitimen Kinder. Da sein Bruder und Nachfolger Balduin II. erst 11 Jahre alt war, mußte erneut jemand für die Regentschaft gefunden werden. Zunächst fiel die Wahl der Adligen Konstantinopels auf Roberts Schwester Maria; sie war nach dem Tod ihres Ehemannes, Kaiser Theodor Laskaris, in die Hauptstadt zurückgekehrt. Allein, sie starb bereits nach wenigen Monaten, so dass die Suche von neuem anhob. Da trat als etwas überraschender Anwärter Johannes Asen von Bulgarien auf den Plan. Er schlug eine dynastische Heirat zwischen seiner Tochter Helena und Balduin vor, wollte das Reich unter seinen Schutz stellen und alle eroberten Gebiete, einschließlich Thessalonike, zurückerstatten. Doch die Adligen schlugen dies rundweg aus und wandten sich statt dessen an den berühmtesten Kreuzfahrer seiner Zeit: den ehemaligen König von Jerusalem, Anführer des 5. Kreuzzuges und päpstlichen Marschall Johannes von Brienne.
Und nun kam also plötzlich und unerwartet die Berufung nach Konstantinopel. Anfänglich war Johannes nicht sehr geneigt, dem Ruf zu folgen. Doch als Gregor darauf bestand - denn hier bot sich schließlich eine einmalige Gelegenheit, den päpstlichen Einfluß auf das Lateinische Reich zu mehren -, ließ er sich überreden. Er stellte jedoch mehrere Bedingungen, um seine Zukunft für die Zeit nach Balduins Volljährigkeit abzusichern. Der junge Kaiser sollte sofort seine 4-jährige Tochter Maria heiraten und diese stattliche Ländereien als Mitgift erhalten; für sich selbst beanspruchte er für den Rest des Lebens den Titel Basileus; nach seinem Tod sollte Balduin ihm nachfolgen und im Alter von 20 Jahren, falls dann noch nicht zum Kaiser gekrönt, das Reich von Nikäa und sämtliche fränkischen Besitzungen in Kleinasien erhalten. Johannes brach dennoch nicht sogleich nach Konstantinopel auf. Erst Anfang des Jahres 1229 stimmten die Adligen seinen Bedingungen zu. Und bevor er Italien verlassen konnte, mußte erst noch eine Schlacht gegen den verhaßten Mann seiner Tochter geschlagen werden. Im Herbst 1231 erschien er endlich am Goldenen Horn. Wenige Tage später wurde er in der Hagia Sophia zum Kaiser gekrönt.
Im Sommer 1237 ging Johannes Asen noch weiter und erlaubte einer ansehnlich großen kumanischen Gemeinde, die vor den mongolischen Stämmen in das untere Donaubecken (Walachei) geflüchtet waren, durch sein Territorium zu ziehen und in Balduins Dienste zu treten; Johannes von Brienne war im vergangenen März im Alter von beinahe 90 Jahren gestorben.
Das Lateinische Reich war altersschwach. Schon 1236 hatte sich der inzwischen 19-jährige Balduin in einem verzweifelten Versuch, Geld und Soldaten aufzutreiben, nach Italien aufgemacht und Papst Gregor IX., das Gewissen der westlichen Christenheit aufgerüttelt, um Konstantinopel vor den drohenden barbarischen Schismatikern zu retten; doch die Reaktion war halbherzig ausgefallen. Obwohl Johannes von Brienne 1237 starb, blieb Balduin fast vier Jahre lang weg und behauptete, seine Rückkehr habe sich durch die Regelung persönlicher Angelegenheiten in Frankreich und die gezielten Machenschaften FRIEDRICHS II. verzögert. Erst Anfang 1240 kehrte er an den Bosporus zurück, gerade rechtzeitig, um sich in der Osterwoche zum Kaiser krönen zu lassen. Mit ihm traf ein etwa 30.000 Mann starkes Heer ein. Als die Soldaten jedoch feststellten, dass er sie nicht bezahlen konnte, zerstoben sie in alle Winde. Auf den chronischen Geldmangel ging auch eine andere Entscheidung zurück, die sich katastrophal auf die Moral der griechischen wie der lateinischen Bevölkerung in Konstantinopel auswirkte: Venedig wurde als Pfand das bedeutendste Heiligtum der Stadt zugesprochen, nämlich die Dornenkrone, die Christus am Kreuz getragen haben soll. Doch als der Kaiser die Krone übergeben sollte, brachte er es nicht übers Herz. So nutzte Ludwig der Heilige von Frankreich die Gelegenheit, und die kostbare Reliquie gelangte auf dem Seeweg nach Paris, wo er ihr zu Ehren die Sainte-Chapelte erbauen ließ.
Man kann es Balduin nicht verübeln, dass er offensichtlich am Westen Gefallen fand. An den europäischen Höfen vorzusprechen war selbst für einen Bittsteller weit angenehmer als ein Leben im düsteren, umlauerten Konstantinopel. 1244 brach er erneut auf. Diesmal suchte er zunächst FRIEDRICH II. auf (den er bat, seine guten Beziehungen zu nutzen, um den gegenwärtigen Waffenstillstand mit Johannes Vatatzes zu verlängern), danach Graf Raimund in Toulouse, Innozenz IV. in Lyon (mit dem er 1245 am großen Konzil teilnahm, wo man den bereits zweimal gebannten FRIEDRICH für abgesetzt erklärte) sowie Ludwig den Heiligen in Paris und begab sich sogar nach London, wo König Heinrich III. ihm allerdings nur widerwillig eine kleine Geldsumme übergab. Doch Konstantinopel war mittlerweile nicht mehr zu retten. Als der beklagenswerte Kaiser im Oktober 1248 zurückkehrte, sah er sich in einem solchen finanziellen Engpaß, dass er das Blei vom Dach des Kaiserpalastes verkaufen mußte. Er hätte damals gewiß selbst nicht geglaubt, dass er noch volle 13 Jahre regieren sollte. Dazu wäre es indes wohl auch nicht gekommen, wenn sein Feind in Nikäa am Leben geblieben wäre. Aber Johannes Vatatzes starb am 3. November 1254 in Nymphaion im Alter von etwas über 60 Jahren, und mit seinem Sohn Theodor II. Laskaris als Nachfolger ging viel vom Schwung, den Johannes in Gang gebracht und gehalten hatte, verloren.
Den armen Balduin, der zitternd in Konstantinopel der Dinge harrte, konnte der Abzug von Michael Palaiologos und seinem Heer nicht trösten; seit den Ereignissen in Pelagonia war ihm klar, dass die Rückeroberung der Stadt nur noch eine Frage der Zeit war und dass diese Frist ablief. An Verbündeten, von denen er einst Hilfe erwartet hatte, waren nur noch der Kirchenstaat und die Republik Venedig übriggeblieben. Papst Alexander IV. aber reagierte auf seine Hilferufe nicht; blieb also nur noch die Republik Venedig, die sich für das Lateinische Reich stets mehr verantwortlich gefühlt hatte als alle anderen und deren Flotte von 30 Schiffen immer noch vor den Zufahrten zum Goldenen Horn und im Bosporus kreuzte. Bei der verzweifelten Suche nach Mitteln, mit denen er seine Verteidigungsanlagen zu verstärken gedachte, gelang es Balduin, einen weiteren Kredit von den Kaufleuten am Rialto loszueisen, indem er seinen Sohn Philipp als Sicherheit zur Verfügung stellte. Doch schon bald geriet auch die Unterstützung durch Venedig ins Wanken, denn Michael Palaiologos benötigte unbedingt eine Flotte und nahm daher mit Venedigs Erzrivalen Genua Verhandlungen auf.
Im Morgengrauen des 25. Juli 1261 ergoß sich dann das übrige Heer nach Konstantinopel. Es traf auf keinen nennenswerten Widerstand. Balduin, der im Blachernenpalast schlief, erwachte vom Tumult und ließ auf der Flucht um sein Leben Kaiserkrone und Zepter zurück. Zu Fuß durcheilte er die Stadt von einem Ende zum anderen und entging mit knapper Not der Gefangennahme, obwohl er am Arm verwundet war. Irgendwie gelangte er zum Großen Palast und fand im kleinen Hafen Bukoleon ein Handelsschiff vor, auf dem er zusammen mit dem venezianischen Podesta und einigen anderen nach Euböa entkam, Euböa befand sich in lateinischer Hand.

Le Goff Jacques: Seite 28,119-123,466
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"Ludwig der Heilige"

Ab 1228 trug Balduin II. von Courtenay die Kaiserkrone. Er war es, der angesichts seiner hohen Verschuldung 1239 die Reliquien der Passion an Ludwig den Heiligen verkaufte. 1261 wurde er von Michael VIII. Palaiologos aus Konstantinopel vertrieben. Doch der heilige Ludwig, ganz vom Kreuzzug ins Gelobte Land besessen, hatte keine Eile, Balduin II. zur Rückeroberung der Stadt zu verhelfen. Der Traum von einem Lateinischen Kaiserreich am Bosporus war ausgeträumt.
Nun ereignte es sich im Jahr 1237, daß der junge Balduin - ein Neffe jenes Balduin IX. von Flandern, der 1204, nach der Eroberung Konstantinopels durch das Kreuzfahrerheer, der erste lateinische Kaiser von Konstantinopel wurde, und Sohn des Peter von Courtenay, von 1216 bis 1219 ebenfalls Kaiser von Konstantinopel - mit dem dringenden Auftrag nach Frankreich kommt, den König und die Christenheit um Hilfe gegen die Griechen zu ersuchen. Balduin ist 19 Jahre alt und soll demnächst, sobald er mündig wird, die Kaiserkrone tragen, die ihm von Geburts wegen zusteht, die aber in der zwischenzeit das Haupt seines Schwiegervaters Johann von Brienne ziert.
Währned seines Aufenthalts in Frankreich, wo er von König Ludwig, seinem Vetter [Balduins Mutter Jolante war die Schwester von Ludwigs Großmutter Elisabeth von Hennegau, der ersten Gemahlin Philipp Augusts.], herzlich empfangen wurde, erhält Balduin zwei schlechte Nachrichten: Erst wird ihm der Tod des Johann von Brienne gemeldet, dann die Absicht der lateinischen Barone von Konstantinopel, unter dem Druck eines dramatisch sich zuspitzenden Geldmangels die kostbarste Reliquie der Stadt, die Dornenkrone, die Jesus zum Zeichen seiner Demut am Kreuz getragen hat, an Fremde zu verkaufen. Balduin, jetzt Kaiser Balduin II., fleht Ludwig IX. und Blanka von Kastilien an, ihm beiszustehen und nicht zuzulassen, daß die heilige Krone in fremde Hände falle.
Balduin II. schickt per Boten einen Brief von Paris nach Konstantinopel, in dem er anordnet, die Dornenkrone zwei in Ludwigs Auftrag reisenden Gesandten auszuhändigen.
Im Jahre 1239 erhebt er in Melun den lateinischen Kaiser, Balduin II. von Courtenay, in den Ritterstand.
 
 
 
 

  oo Maria von Brienne, Tochter des Kaisers Johann I.
      1224-   1275
 
 
 
 

Kinder:

  Philipp
  1243-   1283

 1273
  oo Beatrix von Anjou, Tochter des Grafen Karl I.
       1255/60-   1275

  Helene
        -   1314

 um 1250
  oo Stephan Urosch I. König von Serbien
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Literatur:
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Ehlers Joachim: Die Kapetinger. W. Kohlhammer GmbH Stuttgart Berlin Köln 2000 Seite 166,182 - Ehlers Joachim: Geschichte Frankreichs im Mittelalter. W. Kohlhammer GmbH 1987 Seite 155 - Ehlers Joachim/Müller Heribert/Schneidmüller Bernd: Die französischen Könige des Mittelalters. Von Odo bis Karl VIII. 888-1498. Verlag C. H. Beck München 1996 Seite 184 - Favier, Jean: Frankreich im Zeitalter der Landesherrschaft 1000-1515. Deutsche Verlagsanstalt Stuttgart 1989 Seite 136,186,204, 223,226 - Kantorowicz, Ernst: Kaiser Friedrich der Zweite, Klett-Cotta Verlag Stuttgart 1991, Seite 507,536,538 - Kantorowicz, Ernst: Kaiser Friedrich der Zweite, Klett-Cotta Verlag Stuttgart 1991 Seite 507,536,538 - Kiesewetter, Andreas: Die Anfänge der Regierung König Karls II. von Anjou (1278-1295). Das Königreich Neapel, die Grafschaft Provence und der Mittelmeerraum zu Ausgang des 13. Jahrhunderts, Matthiesen Verlag 1999 Seite 30,43 - Kurowski Franz: Genua aber war mächtiger. Geschichte einer Seemacht. Manfred Pawlak Verlagsgesellschaft mbH, Herrsching 1990 Seite 93,95 - Le Goff Jacques: Ludwig der Heilige, Klett-Cotta Stuttgart 2000 Seite 28,119-123,466, 806 - Masson Georgina: Friedrich II. von Hohenstaufen, Rowohlt Taschenbuch Verlag Reinbeck bei Hamburg 1991, Seite 158,338 - Runciman, Steven: Geschichte der Kreuzzüge, Sonderausgabe in 1 Band Verlag H.C. Beck München 1978, Seite 954,1040,1163 - Schnith Karl Rudolf: Mittelalterliche Herrscher in Lebensbildern. Von den Karolingern zu den Staufern. Verlag Styria Graz Wien Köln 1990 Seite 345 - Stürner Wolfgang: Friedrich II. Teil 2 Der Kaiser 1220-1250 Primus Verlag Darmstadt, 2000 Seite 520 A.,521,523,525,530 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband, R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 208 - Wies, Ernst W.: Friedrich II. von Hohenstaufen. Messias oder Antichrist, Bechtle Esslingen 1998, Seite 127,241,245 -