Ludwig VIII. der Löwe                       König von Frankreich (1223-1226)
----------------------------                      König von England (1216-1217)
5.9.1187-8.11.1226
Paris      Montpellier

Begraben: St-Denis
 

Einziger Sohn des Königs Philipps II. August von Frankreich aus seiner 1. Ehe mit der Isabella von Hennegau, Tochter von Graf Balduin V.
 

Lexikon des Mittelalters: Band V Spalte 2184
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Ludwig VIII., König von Frankreich 1223-1226
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* 5. September 1187, + 8. November 1226
                                    Montpellier (dep. Puy-de-Dome)

Begraben: St-Denis

  oo 1200 Blanca von Kastilien

Als Sohn Philipps II. und der Elisabeth von Hennegau wurde Ludwig VIII. in der zeitgenössischen Historiographie als Verkörperung der Einheit des karolingisch-kapetingischen Königtums gesehen. Mit dem Vater gegen das englische Königtum kämpfend, stoppte Ludwig VIII. 1214 den Vormarsch König Johanns auf die kapetingische Domäne. 1216 folgte Ludwig VIII. der Wahl zum englischen König durch rebellierende Barone (1217 Verzicht im Vertrag von Kinston-on-Thames). 1217-1219 zog er im Gefolge nordfranzösischer Kreufahrerheere ins Languedoc. Nach dem Tod des Vaters - erstmals ohne vorherige Adelsversammlung - am 6. August 1223 in Reims geweiht, eroberte Ludwig VIII. 1224 nach einem Sieg über den mit dem englischen König verbündeten poitevinischen Adel La Rochelle und gewann die Saintoge. Verhandlungen mit Papst Honorius III. führten 1226 zum Kreuzzug des Königs gegen den Grafen von Toulouse und den katharischen Adel S-Frankreichs. Auf die Eroberung Avignons hin öffneten sich die südfranzösischen Städte. Ludwig VIII., dem in zahlreichen Ketzerprozessen die konfiszierten Güter des Adels zufielen, erreichte unter Rückgriff auf die von Simon de Montfort erlassenen Statuten von Pamiers (1212) eine kapetingische Verwaltung (Zentren: Beaucaire, Carcassonne) und bereitete damit den Weg für die Integration des Südens in die französische Monarchie.
Die immensen Landgewinne im Westen und Südwesten Frankreichs vergab Ludwig VIII. 1225 in seinem Testament als Apanagen an die nachgeborenen SöhneRobert(Artois),Johann(Maine, Anjou) und Alfons (Poitou, Auvergne). Dem Thronfolger, Ludwig IX., verblieb die um die Normandie vermehrte Krondomäne.


Ludwig VIII. der Löwe, mittelgroß, blond und hübsch, ein Ebenbild seiner Mutter, besiegte als Prinz König Johann von England am 2.7.1214 bei der Burg La Roche-aux-Moines (in der Nähe von Angers) und verhinderte so die Vereinigung der englischen mit den lothringisch-deutschen Truppen. Er wurde von den mit Johann Unzufriedenen 1216 nach England gerufen und am 2.6.1216 in London zum König von England gekrönt. Nach Johanns Tode wurde er zur Rückkehr aus England gezwungen und folgte 1223 seinem Vater in der Regierung. Als König gewann er seinem Land wichtige Territorien hinzu. So besetzte er das Poitou, das Limousin und die Saintogne und eroberte das Erbe Eleonores von Aquitanien für Frankreich zurück. Der von Papst Honorius III. angeordnete Kreuzzug und der Tod Simons von Montfort gaben ihm willkommenen Anlaß, mit seiner Armee im Languedoc gegen die Albigenser einzuschreiten. Ludwig starb in der Auvergne auf dem Rückweg vom Kreuzzug an der Ruhr, die er sich bei der Belagerung von Avignon zugezogen hatte.

Pernoud Regine: Seite 11-29
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"Die Kapetinger"  in: Die großen Dynastien

Ludwig und seine FrauBlanka wurden am 6. August 1223, dem Tag der Verklärung Jesu, gemeinsam zu König und Königin von Frankreich gekrönt. Ludwig VIII. (1223-1226) war der Sohn der sanften, zarten Isabella von Hainaut, die mit 16 Jahren Mutter wurde und mit 18 starb. Sie hinterließ dem Stamm der KAPETINGER ein reizvolles Vermächtnis: jene blonde, zerbrechliche Schönheit, die man an Ludwig IX. später bewundern sollte:

       "Blond war er und hatte ein schönes Gesicht
        wie alle Erben von Hainaut."

Ludwig und Blanka hatten 12 Kinder, von denen einige jung starben, denn Isabella von Hainaut hatte ihren Nachkommen auch eine zarte Gesundheit hinterlassen. Zum Zeitpunkt der Krönung war das Geschlecht indessen hinreichend vertreten, denn sie hatten bereits fünf Söhne: Ludwig, der nach dem Tod seines älteren Bruders PhilippThronerbe wurde, Robert, Johann, Alfons und einen weiteren Sohn namens Philipp, auch Dagobertgenannt. Später wurde auch eine Tochter, Isabella, geboren, und als letztes Kind ihr Sohn Karl.
Eine glänzende Zukunft kündigte sich für die KAPETINGER an. Ludwig VIII. machte alsbald durch einen militärischen Erfolg von sich reden. Er nahm die Stadt La Rochelle ein und verschaffte den KAPETINGERN damit einen Hafen am Atlantik. Nur im Süden Frankreichs, im Languedoc, bestand Anlaß zur Besorgnis. Auf dem Gebiet des Grafen von Toulouse waren noch immer die endlosen Albigenserkriege im Gange, die Papst Innocenz III. gegen die Katharer, eine Ketzerbewegung, die sich in dieser Region stark ausbreitete, angestrengt hatte, nachdem der päpstliche Gesandte Peter von Castelnau dort ermordet worden war (Januar 1208). König Philipp hatte jenen seiner Barone freie Hand gelassen, die dem Aufruf des Papstes gefolgt waren; er selbst hatte nicht in die Kämpfe eingegriffen. Nur im Jahre 1215 hatte er einen kurzen Vorstoß nach Süden unternommen, kurz bevor die englischen Belange die ungeteilte Aufmerksamkeit des Königshauses in Anspruch nahmen. Eines Tages aber, im Jahre 1226, erhielt Ludwig den Besuch eines päpstlichen Legaten, der ihn ermahnte, sich an den Kämpfen zu beteiligen. Gleichzeitig trat ihm der Sohn des Führers des Kreuzzuges (der Sohn Simon de Montforts, unter dessen Leitung der Kreuzzug begonnen hatte) seine Rechte auf die mittelmeerischen Lehnsgüter ab. Ludwig entschloß sich, nach Süden aufzubrechen. Er machte sein Testament und begab sich auf den Weg ins Rhonetal, nachdem er von seiner Gattin und seinen Kindern Abschied genommen hatte. Er sollte sie nie wiedersehen.
Verschiedene Chroniken berichten, wie Blanka, als sie erfuhr, dass ihr Gatte auf dem Heimweg sei, "ihren Wagen anspannen" ließ, um ihm mit ihren Kindern entgegenzufahren. Tatsächlich traf ihr Geleitzug auf den des Königs, doch der König selbst war bereits tot. Blankas Kummer war so groß, dass man längere Zeit um ihr Leben bangte. Sie faßte sich indessen wieder und setzte nunmehr alles daran, ihren erst 12-jährigen Sohn Ludwig so rasch wie möglich zum König krönen zu lassen.
 
 
 
 

23.5.1200
    oo Blanka von Kastilien, Tochter des Königs Alfons VIII.
        4.3.1188-27.11.1252
 
 
 
 

11 Kinder:

  Tochter
  1205- jung

  Philipp
  9.9.1209- vor 7.1218

  Ludwig IX. der Heilige König von Frankreich
  25.4.1214-25.8.1270

  Robert I. Graf von Artois
  4.9.1216-9.2.1250

  Philipp
        - jung

  Johann Graf von Anjou und Maine
   9.1219-   1232

  Alfons Graf von Poitou
  11.11.1220-21.8.1271

  Philipp Dagobert
  1221-   1232

  Isabella die Selige
  1224-22.2.1269

  Cäcilia
        -

  Karl I. Stefan Graf von Anjou
  Ende 3.1226-7.1.1285
 
 
 
 

Literatur:
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Berg Dieter: Die Anjou-Plantagenets. Die englischen Könige im Europa des Mittelalters. Verlag W. Kohlhammer 2003 Seite 23,26,29,33-37,40-45,48-51 - Ehlers Joachim: Die Kapetinger. W. Kohlhammer GmbH Stuttgart Berlin Köln 2000 Seite 142,151,153,156-161,164 - Ehlers Joachim: Geschichte Frankreichs im Mittelalter. W. Kohlhammer GmbH 1987 Seite 54,129,134,146-152,156, 160,253 - Ehlers Joachim/Müller Heribert/Schneidmüller Bernd: Die französischen Könige des Mittelalters. Von Odo bis Karl VIII. 888-1498. Verlag C. H. Beck München 1996 Seite 9,155,160, 163,168-175,176,178,189,195,201 - Engels, Odilo: Die Staufer. Verlag W. Kohlhammer Stuttgart Berlin Köln 1972, Seite 129 - Herde Peter: Karl I. von Anjou. Verlag W. Kohlhammer GmbH Stuttgart Berlin Köln Mainz 1979 Seite14,25 - Favier, Jean: Frankreich im Zeitalter der Landesherrschaft 1000-1515. Deutsche Verlagsanstalt Stuttgart 1989 Seite 159,162,165,167, 173,189,194,203,453 - Horst, Eberhard: Friedrich der Staufer, Claassen Verlag Düsseldorf 1989, Seite 53 - Le Goff Jacques: Ludwig der Heilige, Klett-Cotta Stuttgart 2000 Seite 19-915 - Mexandeau Louis: Die Kapetinger. Editions Rencontre Lausanne 1969 Seite 380-381 - Pernoud Regine: Die Kapetinger. in: Die großen Dynastien. Karl Müller Verlag1996 Seite 11-29 - Pernoud Regine: Herrscherin in bewegter Zeit. Blanca von Kastilien, Königin von Frakreich. Diederichs Verlag München 1991 Seite 10,13,18,22,27, 33,51,57,67,70, 73,77,81,84,87,90,93,97,100,102,109,112,116,120,128,139,145,163,175,185,227,233 - Runciman, Steven: Geschichte der Kreuzzüge, Sonderausgabe in 1 Band Verlag H.C. Beck München 1978, Seite 824,952,991 - Schnith Karl: Frauen des Mittelalters in Lebensbildern. Verlag Styria Graz Wien Köln 1997 Seite 213,335 - Stürner, Wolfgang: Friedrich II. Teil 1: Die Königsherrschaft in Sizilien und Deutschland 1194-1220, Primus-Verlag Darmstadt 1997, Seite 155,165 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band II, Teilband 1 Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser I Westeuropa, R.G. Fischer Verlag 1993 Tafel 47 - Thorau, Peter: Jahrbücher des Deutschen Reichs unter König Heinrich (VII.) Teil I, Duncker & Humblot Berlin 1998, Seite 16,227-233,236 A,237,239 A,241,244,256,276,287,299,301 - Treffer Gerd: Die französischen Königinnen. Von Bertrada bis Marie Antoinette (8.-18. Jahrhundert) Verlag Friedrich Pustet Regensburg 1996 Seite 103,107,112,120,122,127,129,168 - Vones Ludwig: Geschichte der Iberischen Halbinsel im Mittelalter 711-1480. Reiche - Kronen - Regionen. Jan Thorbecke Verlag Sigmaringen 1993 - Winkelmann, Eduard: Jahrbücher der Deutschen Geschichte, Philipp von Schwaben und Otto IV. von Braunschweig 2. Buch Verlag von Duncker & Humblot Leipzig 1873, Seite 331,352,358,360, 366,370,419, 443,444,455,508,509 - Winkelmann Eduard: Kaiser Friedrich II. 1. Band, Wissenschaftliche Buchgesellschaft Darmstadt 1963, Seite 217-219,222,239,307,396,402,404,406,407, 448-463,483,491,499,500 -


Ehlers Joachim/Müller Heribert/Schneidmüller Bernd: Seite 168-175
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"Die französischen Könige des Mittelalters"

Gert Melville

LUDWIG VIII., König von Frankreich 1223-1226
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* 5.9.1187, + 8.11.1226
                   Montpensier (Dep. Puy-de-Dome)

Begraben: St-Denis

Vater:
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Philipp II. August, König von Frankreich

Mutter:
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Elisabeth [Isabella] (* 4.1170, + 15.3.1190), Tochter Graf Balduins V. von Hennegau

Halbruder:
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Philipp Hurepel (* 1200, + 18./19.7.1234)

Vergeblicher Prätendent auf die englische Krone 1213 und 1215/17
König von Frankreich, Weihe und Krönung 6.8.1223 in Reims
Beträchtliche Erweiterung der Krondomäne durch Einverleibung der bisher englischen Saintonge (1224) und durch einen Albingenserkreuzzug (1226)
 

  oo 23.5.1200
      BLANCHE VON KASTILIEN
      * 4.3.1188, + 27.11.1252

Tochter König Alfons' VIII. von Kastilien
 

Kinder:
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Ludwig IX. der Heilige König von Frankreich (* 25.4.1214, + 25.8.1270)
Robert I. Graf von Artois (* 4.9.1216, + 9.2.1250)
Alfons Graf von Poitou (* 11.11.1220, + 21.8.1271)
Isabella die Selige (* 1224, + 22.2.1269)
Karl I. Stefan Graf von Anjou (* Ende 3.1226, + 7.1.1285)
 

Als der 35-jährige Ludwig, Sohn Philipps II. August und Elisabeths von Hennegau, nach dem Tod des Vaters am 6. August 1223 in Reims zum König geweiht und gekrönt wurde, hatte er den größten Teil seines unruhigen, mit kriegerischer Politik ausgefüllten Lebens bereits hinter sich gebracht. Ihm waren zu jenem Zeitpunkt nur noch gut drei Jahre gegeben. Zu kurz war diese verbleibende Regierungsspanne, um einen eigenen Wesenszug zu gewinnen. Die königliche Zielsetzungen beschränkten sich darauf, den Kampf um die innere Festigung der kapetingischen Monarchie, um die Erweiterung der Krondomäne und um die Bezwingung des englischen Gegners im Stil der vorangegangenen Jahrzehnte weiterzuführen. Nahtlos rückte der Kronprinz in das Königsamt ein, keine beratende Versammlung ging seiner Herrscherweihe voraus, vollständig obsiegte zum ersten Mal in der Geschichte der kapetingischen Dynastie das reine Erbrecht, und ebenso nahtlos setzte Ludwig die Politik seines Vaters fort, die er nach direkten Anweisungen wie auch unter selbst zu tragendem Risiko mit Erfolgen und mit Rückschlägen seit jeher mitgetragen hatte. So waren auch jene zwei Unternehmungen, die ihm dann als König von Frankreich allein eine gewisse geschichtliche Bedeutung verliehen, nichts anderes als der Abschluß von langfristigen Entwicklungen, an deren Prägung Ludwig unter der Ägide des Vaters maßgeblich beteiligt gewesen war. Es handelte sich um seinen poitevinischen Feldzug und die Einverleibung der englischen Saintonge in die Krondomäne sowie den Kreuzzug gegen die Albigenser, der ansehnliche Teile des Südens unter die unmittelbare Herrschaft des Königtums brachte. Will man Ludwig als König verstehen, muß man demnach seinen Werdegang als Kronprinz eine etwas ausführlichere Betrachtung als bei manchen anderen französischen Herrschern widmen.
Ludwig wurde am 5. September 1187 in Paris geboren. Bald schon, als er im Jahre 1191 lebensgefährlich an der Ruhr erkrankte, erwies sich, dass sein Körper nicht besonders widerstandsfähig war - ein Umstand, auf den er zeit seines Lebens wenig Rücksicht nahm. Dies sollte ihm letztendlich sogar zum tödlichen Verhängnis werden. Mit hoher intellektueller Auffassungsgabe versehen, erfuhr er eine profunde geistige Ausbildung, für die Stephan von Tournai verantwortlich war. In Arthur von Bretagne, der als Sohn Gottfrieds, des älteren Bruders Johanns ohne Land, die französischen Länder Johanns rechtmäßig zu beanspruchen glaubte und der von Philipp August seit 1199 an seinem Hofe aufgenommen worden war, besaß Ludwig einen Studiengefährten und engen Freund. Arthurs späteres Schicksal - seine englische Gefangenschaft und seine höchstwahrscheinlich von Johann ohne Land veranlaßte Ermordung im Jahhre 1203 - prägte Ludwigs haßerfüllte Abneigung gegenüber diesem englischen König, dem er wenige Jahre später die Krone streitig machen wird.
Wie es noch von Richard Löwenherz und Philipp II. im Friedensschluß von 1199 abgesprochen war, heiratete Ludwig am 23. Mai 1200 Blanche, die Tochter Alfons' VIII. von Kastilien und Enkelin Heinrichs II. von England. Blanche sollte den PLANTAGENETS am französischen Hofe nützlich sein; sie schloß sich jedoch vollauf der Politik ihres Gemahls an und war diesem, nicht zuletzt wegen ihres äußerst energischen Charakters, zeitlebens eine wertvolle Stütze.
Obgleich Ludwig bereits in den Jahren 1204 bis 1206 an Feldzügen seines Vaters teilgenommen hatte, mußte er auf die Schwertleite bis zum Erreichen der Volljährigkeit warten. Erst am 17. Mai 1209 wurde er in Compiegne zum Ritter geschlagen, nicht ohne dass ihm sein mißtrauischer Vater zuvor einen umfänglichen Treueid abverlangt hatte. Auch nachdem er 1212 zu seinem ersten selbständig durchgeführten Kriegszug in das Artois aufgebrochen war, um dort recht erfolgreich seine Rechte aus dem Erbe der Mutter gegen Ansprüche des flandrischen Grafen Ferrand zu verteidigen und damit den KAPETINGERN eine feste Position an der Südflanke Flanderns zu verschaffen, spürte er die Zügel des Vaters, der angesichts des plötzlichen Machtzuwachses seines Sohnes diesem harsche Garantien abverlangte. Besonders bei den Planungen zur Eroberung Englands im Jahre 1213 war Ludwig dann seinem Vater willfährig zur Hand. Die Exkommunikation des zudem noch durch einen Angriff aus Wales und eine Adelsrevolte geschwächten Johann ohne Land ausnützend, wurde auf einem Hoftag in Soissons am 8. April beschlossen, Ludwig auf den englischen Thron zu bringen. Die Aussicht auf eine solche Karriere, die Ludwig späterhin ein Doppelkönigtum eingebracht hätte, war jedoch zunächst stark eingeschränkt. Der Prätendent mußte insbesondere zusichern, zu Lebenszeiten des Vaters auf alle Besitzungen der PLANTAGENETS in Frankreich zu verzichten, damit die entsprechenden Gebiete - Aquitanien und Poitou - wieder unmittelbar unter die französische Krone kämen. Ferner behielt sich Philipp vor, Teile des Ludwig'schen Artois an den Grafen von Flandern zu vergeben, um sich dessen Allianz zu versichern; des weiteren mitzuwirken bei der Vergabe englischer Lehen an den am Feldzug beteiligten Adel und schließlich Johann ohne Land festzusetzen und dessen bewegliche Güter in Besitz zu nehmen. Das Vorhaben kam jedoch vorerst nicht zur Ausführung, denn Johann unterwarf sich dem Heiligen Stuhl, und Innozenz III. untersagte scharf jegliche Invasion. Ludwig zog daraufhin mit dem für England bereitsgestellten Heere unter der Führung Philipps gegen Flandern, erhielt vom Vater die annektierte Stadt Douai und blieb nach Abzug des französischen Hauptkontingents bis zum Beginn des Jahres 1214 in dieser Region, um auf eigene Rechnung, jedoch ohne größere Erfolge einen Verwüstungsfeldzug durchzuführen und um zugleich sein Artois zu verteidigen.
Wenig später sieht man den Thronfolger in Chinon. Dort erwartete er das Heer Johanns, welches den französischen König mit einem südlichen Zangengriff in Ergänzung zu einem nördlichen, der von Ferrand von Flandern und Kaiser OTTO IV. durchgeführt werden sollte, einzukreisen gedachte. Am 2. Juli schlug Ludwig bei der Burg La Roche-au-Moins (in der Nähe von Angers) Johann vernichtend, zwang ihn zu einer überstürzten Flucht und begann anschließend, die Grafschaft Anjou zügig der kapetingischen Herrschaft zu unterstellen. Philipp hatte den Rücken frei für ein Vorgehen gegen seine im flandrischen Raum stehenden Feinde, die er in der für die kapetingische Monarchie so entscheidenden Schlacht von Bovines am 27. Juli besiegte.
Aus der neuen Position der Stärke heraus wurde nun wieder der alte Plan aufgegriffen, die englische Krone für Ludwig zu gewinnen. Die Lage schien günstig. Verdrossen durch die finanziellen und militärischen Forderungen des besiegten Johanns hatte eine starke englische Adelsfraktion dem König am 15. Juni 1215 die Zustimmung zur Magna Charta abgepreßt, die jedoch von Innozenz III. alsbald für nichtig erklärt worden war. Es kam zur offenen Revolte, der sich auch zahlreiche englische Prälaten, darunter der Erzbischof von Canterbury, Stephan Langton, und die Stadt London anschlossen, obgleich die Aufständischen sich der Exkommunizierung gewiß sein mußten. An Ludwig erging eine förmliche Einladung, den englischen Thron zu besteigen. Auf französischer Seite reagierte man rasch. Unter anderem versuchten Gesandte Ludwigs, der sich nun endlich aus der Bevormundung des Vaters deutlich gelöst zu haben schien, in Rom Innozenz III. umzustimmen. Ihre Argumente bezogen sich vor allem auf die evidente Gewaltherrschaft Johanns, wobei der Ermordung Arthurs besonderes Gewicht beigemessen wurde, und auf die Rechtmäßigkeit der Thronansprüche Ludwigs aufgrund der Abstammung seiner Gemahlin Blanche.
Doch unabhängig von dieser politischen Überzeugungskraft wurden ohne Verzögerung militärische Fakten geschaffen. Noch im Dezember 1215 landete eine französiche Vorhut an der englischen Küste und erreichte im Januar London. Am 21. Mai 1216 folgte Ludwig selbst nach, und bereits im Laufe des Jahres gelang ihm und der Heeresmacht der aufständischen Barone, unterstützt durch den schottischen König Alexander II., die Eroberung nahezu des gesamten östlichen Englands. Am 12. Oktober 1216 starb Johann ohne Land. Mit seinen Anhängern, unter deren wirkungskräftigsten der betagte Guillaume le Marechal hervorragte, hatte er sich bis zuletzt erbittert gewehrt. Die stete Kriegsführung hatte Ludwig wiederum keine Zeit gelassen, eine solide Regierung zu organisieren, geschweige denn seine Krönung zu betreiben. Dies sollte sich sogleich als äußerst verhängnisvoll erweisen, da die gegnerische Partei unter der Führung von Guillaume le Marechal und dem Kardinallegaten Guala unverzüglich Heinrich, den noch minderjährigen Sohn Johanns, am 26. Oktober 1216 krönen ließ und somit ein unbescholtenes Kind nun publikumswirksam zum Gegner Ludwigs machte. Der neue Papst, Honorius III., stellte den jungen König sofort unter seinen Schutz und versuchte mit aller diplomatischen Kunst, die Partei Ludwigs auseinanderzubrechen. Anfang 1217 sah sich Ludwig gezwungen, vorübergehend nach Frankreich zurückzukehren, um neue Truppen zu sammeln, ohne dass er dabei Unterstützung von seinem Vater erwarten durfte, der sich mehr und mehr von dem englischen Abenteuer zurückzog. Im Mai kam es dann bei Lincoln zu einer Schlacht, die auf seiten der Partei Heinrichs III. von Guillaume le Marechal erfolgreich dirigiert wurde. Das Blatt hatte sich gewendet. Ludwig mußte sich am 11. September auf einen in Lambeth vollzogenen Friedensschluß einlassen und noch im Herbst seine Truppen endgültig von der Insel abziehen.
Diesen Mißerfolg gesellte sich alsbald ein zweiter, wenn auch weniger gravierender hinzu. Um ein Gelübde einzulösen, aber ebenso um die Interessen seines Hauses durch eine Stützung Simons von Montfort wahrzunehmen, war Ludwig im Frühjahr 1215 - also unmittelbar vor seiner Expedition nach England - bereits einmal auf eine kurze Kreuzfahrt in den Süden gezogen. Nachdem dann Simon von Montfort bei der Belagerung von Toulouse im Juni 1218 gestorben war, entstand unter seinem wenig begabten Sohn und Nachfolger Amaury ein Machtvakuum in der von den Katharern dominierten Region, so dass Honorius III. von Philipp August unter Zugeständnis des halben Zwanzigsten der französischen Kirche aktive Hilfe forderte. Philipp sandte Ludwig, obgleich dieser nach seinen schlechten Erfahrungen mit der Politik des Heiligen Stuhls dem Auftrag äußerst reserviert gegenüberstand, mit einem Kreuzfahrerheer in den Süden. Die ersten Kampfhandlungen im Juni 1219 endeten mit einem unsinnigen, allenfalls der Abschreckung dienenden Massaker an der Bevölkerung von Marmande, einem kleinen Städtchen an der Grenze zum englischen Aquitanien. Die zweite und auch schon letzte kriegerische Aktion bestand in einer vergeblichen Belagerung von Toulouse, die nach 45 Tagen abrupt abgebrochen wurde. Ludwig strebte nach Norden zurück und hinterließ ein freies Feld sowohl für die Rückeroberungspolitik Raimunds VI. von Toulouse und seines Sohnes Raimund VII. als insbesondere auch für die Erholung der häretischen Bewegung. Die Macht der Montfort und damit auch die unmittelbare Einflußnahme des Königtums im Midi brachen binnen kurzem zusammen.
Das väterliche Erbe war ansonsten gut bestellt, als Ludwig VIII. im August 1223 seine Herrschaft antrat. Der neue König konnte auf den erfahrenen und loyalen Beraterkreis Philipps zurückgreifen. Die Krondomäne - darunter erst kürzlich annektierte Gebiete: Normandie, Anjou, Touraine und Artois - befand sich in einem Zustand des Friedens und stand zuverlässig zum König, wovon sich Ludwig bei zwei Reisen im Herbst desselben Jahres sogleich überzeugen konnte. Die vordringlichsten Aufgaben aber waren die Austragung des weiter zugespitzen Machtkampfes mit England und die Befriedigung des Midi. Sie waren zugleich Ludwigs eigenes Vermächtnis aus versäumten Chancen.
Bis Ostern 1224 galt noch ein Friedensabkommen, das Philipp August auf Druck Honorius' III. mit England eingegangen war. Ludwig sah sich nun gleichermaßen vom Papst gedrängt, einer Verlängerung zuzustimmen, um die Kräfte für einen Kreuzzug gegen die Albigenser freizuhaben. Auch England war nach kurzem Zögern für eine Fortführung des Friedens, da sich die Position Heinrichs III. seit dem Tode von Guillaume le Marechal (1219) rapide verschlechtert hatte. Doch gerade in der gegenwärtigen Schwächung des PLANTAGENET erblickte Ludwig VIII. die besten Voraussetzungen, jetzt für seine Schmach als vergeblicher Prätendent auf den englischen Thron Vergeltung zu üben. Sein geplanter Hieb zielte auf die englischen Kernlande im Südwesten, auf die Gascogne. Mit diplomatischer Sorgfalt nahm er zunächst als erste Etappe das unruhige, von Spannungen zwischen englisch und französisch gesinnten Gruppierungen zerrissene Poitou vor. Es gelang ihm, den mächtigsten Herrn dieser Region, Hugo von Lusignan, der mit der Witwe Johanns ohne Land verheiratet war, auf seine Seite zu ziehen und von ihm das Homagium für die Grafschaften La Marche und Angouleme zu erhalten. Gottfried von Lusignan, Vizegraf von Chatellerault, schloß sich an und gewährte dem König, eine Garnision auf seiner strategisch wichtigen Burg Vouvant zu halten. Am 24. Juni 1224 griff Ludwig von Tours aus die zu England haltenden Gebiete an und zog über die Vizegrafschaft Thouars, mit deren Herrn, Aimery VII., er zunächst einen Friedensvertrag von der Dauer eines Jahres abschloß, und über die rasch eingenommene Stadt St-Jean-d-Angely rasch auf sein eigentliches erstes Ziel, La Rochelle, zu. Nach einer knapp einmonatigen Belagerung fielen am 13. August diese Stadt und mit ihr einer der wichtigsten Häfen Englands auf dem Festland in seine Hände. Weitere Teile des Poitou sowie der Vizegraf und die Bürger von Limoges unterwarfen sich daraufhin freiwillig.
Viel lag Ludwig daran, den neuen Besitz zu sichern. An zahlreiche Adelige vergab er Pensionen, den Städten und Klöstern bestätigte und vermehrte er zumeist von den Engländern verliehenen Privilegien. Dies schien ihm eine hinreichende Grundlage zu sein, nun auch die Gascogne zu gewinnen. Ein unter der Führung Hugos von Lusignan ausgesandtes Heer erzielte jedoch nur geringe Erfolge, scheiterte vor allem am Widerstand von Bordeaux, und Ludwig selbst zog sich, der Hoffnung auf weitere Erfolge beraubt, noch vor Winterbeginn nach Paris zurück.
Daraufhin rüstete England im Frühjahr 1225 zum Gegenschlag. RICHARD von Cornwall, der Bruder Heinrichs III., wurde über Bordeaux in die Gascogne gesandt und binnen kurzem gelang es ihm, dort nahezu alle französischen Stützpunkte wieder unter die Herrschaft der PLANTAGENET zu bringen. Beide Parteien suchten weiträumig nach Bündnispartnern. Ludwig versicherte sich der Freundschaft FRIEDRICHS II. - auch gegen den Willen von dessen Reichverweser, des Kölner Erzbischofs Engelbert. Das englische Netz von Allianzen war wesentlich enger um den Gegner gezogen. Die Auvergne und die Bretagne schlossen sich der Partei der PLANTAGENET an, Graf Raimund VII. von Toulouse erhielt von Heinrich III. ein Bündnisangebot und sah sich von ihm an der Kurie energisch unterstützt. Nach und nach begann auch der eben von Ludwig gewonnene Adel des Poitou, sich wieder auf die englische Seite zu schlagen.
Die Lage spitzte sich im Laufe des Jahres 1225 für Ludwig VIII. dramatisch zu. Doch bevor es zu einer entscheidenden Auseinandersetzung kommen konnte, betrat Ludwig einen anderen politischen und militärischen Schauplatz. Dem Drängen des Papstes auf Frieden mit England war er nicht gefolgt, wohl aber zeigte er sich nun dessen Verlangen nach einem Eingriff im häretischen Süden aufgeschlossen. Die Bedingungen für dieses Vorhaben standen gut. Bei einem Konzil, das im November 1225 zu Bourges unter der Leitung des Legaten Romano Frangipani, Kardinal von St. Angelo und - im Gegensatz zu Honorius III. - Freund der französischen Sache, stattfand, wurde Raimund VII. von Toulouse trotz seiner Unterwerfung exkommuniziert. Darüber hinaus wurde die Abtretung aller Rechte Amaurys von Montfort an den französischen König erreicht und vor allem Ludwig ein Bündel von Forderungen zugestanden, das er in ähnlicher Form bereits gut eineinhalb Jahre zuvor vergeblich versucht hatte, beim Papst durchzusetzen: Der König selbst sollte mit völliger Entscheidungsfreiheit in den zu besetzenden Gebieten ein Kreuzfahrerheer anführen, dessen geistliche Leitung sich allein aus Bischöfen seiner Krondomäne rekrutieren sollte; die Kosten sollten voll aus dem Kirchenvermögen bestritten werden, die Teilnehmer den gleichen Ablaß wie bei einem Zug ins Heilige Land erhalten; der Besitz Raimunds VII. und aller überführter Häretiker sollte voll in die Hand des Königs übergehen und jeder, der Frankreich mit Krieg überzöge, exkommuniziert werden.
Somit vor der englischen Bedrohung einigermaßen gesichert, frei in der politischen Ausgestaltung des erhofften Gewinns und finanziell unbelastet, konnte Ludwig VIII. im Mai 1226 sein Heer in Bourges sammeln und durch das Rhonetal südwärts ziehen. Er wählte das linke Ufer, die Reichsseite, wo ihm dann allerdings das gut befestigte kaiserliche Avignon, das sich schon Raimund VI. oft als wichtige Stütze angeboten hatte, den Durchzug verweigerte. Eine längere Belagerung folgte. Obgleich sie Seuchen im königlichen Heer mit sich brachte und obgleich sich der mächtige Graf Tedbald IV. von Champagne mit seinem starken Kontingent zurückzog, konnte die Stadt am 9. September eingenommen und dem päpstlichen Legaten übergeben werden. Die Bewohner erfuhren gegen beträchtliche Bezahlungen Schonung. Die Wirkung dieser Eroberung auf die nächsten Kriegsziele war jedoch groß. Kampflos ergaben sich Nimes, Beaucaire, Narbonne, Carcassonne, Montpellier, Pamiers und Castres. Toulouse allerdings widerstand, und auf eine Belagerung wurde angesichts des bereits gesundheitlich geschwächten Heeres verzichtet. Ludwig begann sogleich, den eroberten Gebieten eine strikte Ordnung aufzuerlegen. Auf einer Versammlung in Pamiers erließ er auf Wunsch des Kardinallegaten eine Ordonnanz, die jedem der Ketzerei Überführten harsche weltliche Strafen androhte. Ferner setzte er jene Statuten wieder in Kraft, die Simon von Montfort im Jahre 1212 verabschiedet hatte und die auch jetzt wieder der Durchsetzung des strengen nordfranzösischen Lehnrechts dienen sollten. In die Städte legte er Garnisionen und teilte erneut - wiederum nach Vorbild des Simon von Montfort - das Land in senechaussees ein. Das kapetingische Königtum hatte in Midi, an den Küsten des Mittelmeeres, an der Grenze zur iberischen Halbinsel und an der Eingangspforte zu Italien unverrückbar Fuß gefaßt, wenngleich noch große Teile dieses Raumes weiterhin zu Raimund VII. hielten und die Kraft der Albigenser keineswegs gebrochen war.
Schon im Oktober zog sich Ludwig über Lavaur, Albi, Rodez und Clermont wieder in Richtung Norden zurück; er hatte erste Anzeichen einer Erkrankung. Am 29. Oktober traf er in Montpensier, südwestlich von Vichy gelegen, ein, wo er am 8. November an der Ruhr - der Krankheit schon seiner Kindheit und auch der seines Heeres vor Avignon - im Alter von 39 Jahren starb. Auf dem Sterbebett hatte er noch die versammelten Großen seines Reiches beschworen, seinen minderjährigen Sohn Ludwig den Treueid zu leisten und ihn so rasch wie möglich krönen zu lassen. Schon im Juni 1225 war in einem Testament präzis die Ausstattung der vier Söhne und des Halbbruders Philipp Hurepel mit Apanageleistungen aus Gebieten der Krondomäne festgelegt worden.
Aegidius von Paris hatte dem späteren König Ludwig VIII. in dessen Jugend einen Fürstenspiegel mit dem Titel Karolinus verfaßt. Ziel des Werkes war, dem Kronprinzen die Taten KARLS DES GROSSEN als ein überzeitliches Richtmaß darzustellen, das ihn ermuntern sollte, die alte Größe und europäische Vormachtstellung der Franken wieder aufzurichten. Der flandrische Geschichtsschreiber Andreas von Marchiennes sah in der Person Ludwigs die direkte Rückkehr des Blutes KARLS DES GROSSEN in das regnum Francorum, da sich die Linie seiner Mutter auf die KAROLINGER zurückführen ließ. Die Geburt Ludwigs konnte daher als eine legitimationsstiftende Zäsur in der Geschichte der kapetingischen Dynastie gedeutet werden, gleichermaßen verbunden mit hohen Erwartungen. Etwa zwei Jahre nach dem Tode wird Ludwig VIII. von Nicolas de Brai in einem Poem allzu panegrisch als magnus Alexander besungen. Eine passendere Charakterisierung traf wohl ein anonymer Minnesänger aus Reims jener Zeit: Dieser Ludwig war mutig, kühn und kampfeslustig, er besaß das Herz eines Löwen. Aber so wie er lebte, fehlte es ihm nicht an Leid und Mühe. Seine lange Zeit als Kronprinz und sein kurzes Königtum verhinderten, dass er die Erwartungen an eine eigene kraftvolle Herrschaft erfüllen konnte. Im Kontinuum der kapetingischen Dynastie stand er zwischen zwei großen Königen. Den politischen Zielen seines Vaters diente er immerhin so erfolgreich, dass er seinem Sohn Ludwig IX. einen vermehrten Besitz vermachen konnte.