Hugo IV. 'le Brun'                            Graf von Lusignan
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    1025/26
 

Sohn des Grafen Hugo III. 'le Blanc' von Lusignan und der Arsendis
 

Lexikon des Mittelalters: Band V Spalte 17
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Lusigan (Sires de Lusignan)
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Die Beziehungen der LUSIGNAN zu ihren Lehnsherrn gestaltete sich konfliktreich. Hugo IV. le Brun‘, der Sohn Hugos III., der mit anderen Großen im Streit lag (Vicomte von Thouars; Aimerich von Rancon, Kastellan von Gencay; Bernhard, Graf der Marche und Seigneur von Civray), stand zeitweise auf der Seite des Grafen von Poitou, zeitweise auf der seiner Gegner. Das Abkommen von 1024-1025, „Conventum inter Guillelmum Aquitanorum comitem et Hugonem Chiliarchum“, ist eine erstrangige Quelle für Lehnswesen und Lehnrecht und steht wohl im Zusammenhang mit dem Rat, den der Graf von Poitou bei Fulbert von Chartres über die wechselseitigen Rechte und Pflichten von Seigneur und Vasallen eingeholt hatte.
Der Sire de Lusignan war Lehnsmann der Abtei St-Maixent und des Bischofs von Poitiers. Er gehörte zu den vier Baronen des Poitou, die das Vorrecht hatten, den Bischof bei seinem feierlichen Einzug zu tragen.
Mehrere LUSIGNAN stifteten Abteien:
Hugo IV.
(Priorate Notre-Dame de Lusignan, 1025, und St-Martin de Couhe, 1206)
Hugo VI.
(Abtei Bonnevaux, 1120 oder später)
Hugo X.
(Abtei Valence, 1220).
Die LUSIGNAN förderten die Ansiedlung von Franziskanerkonventen (Poitiers, Angouleme, Cognac).


 
 oo Aldiarde de Thouars
              
 
 
 

Kinder:

  Hugo V.‚le Pieux‘
          8.10.1060