Hugo II.                                           König von Zypern (1253-1267)
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Dezember 1252 Dezember 1267
 

Einziger Sohn des Königs Heinrich I. von Zypern aus dem Hause LUSIGNAN aus seiner 3. Ehe mit der Plaisance von Antiochia, Tochter von Fürst Bohemund V.
 

Thiele, Andreas: Tafel 172
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband"

HUGO II.
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* um 1252, 1267

Hugo II. von Lusignan folgte 1253 unter der Regentschaft seiner Mutter, 1257 offiziell als König von Jerusalem anerkannt zu Akkon und Tyros und anderen Küstenplätzen. Hugo regierte nie selbständig. Es war eine Zeit ständiger Bürgerkriege und königliche Ohnmacht.

 1265
  oo ISABELLA IBELIN, Tochter und Erbin des Grafen Johann von Beirut
            1283


Mayer, Hans Eberhard: Seite 213,214,221,238-240,247
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"Geschichte der Kreuzzüge"

Auch Zypern litt wie Jerusalem darunter, daß die Könige oft zu früh starben und ihre Nachfolger noch minderjährig waren. Aimerichs Sohn Hugo I. (1205-1218) war bei der Thronbesteigung erst 10 Jahre alt, dessen Sohn und Nachfolger Heinrich I. (1218-1253) erst acht Monate, Hugo II. (1253-1267) gar nur zwei Monate.
Heinrichs Sohn und Nachfolger Hugo II. (1253-1267), für den der heilige Thomas von Aquin seinen bedeutenden, von Tolomeo von Lucca vollendeten Fürstenspiegel De regimine principum zu schreiben begann, starb, noch ehe er überhaupt erwachsen war. Mit ihm endet die Herrschaft des Hauses LUSIGNAN in direkter männlicher Linie. König wurde nun Hugos Vetter, Hugo von Antiochia-Lusignan.
Hugo II. starb 1267, noch ehe er überhaupt volljährig wurde. Bis dahin aber waren für ihn vier Regenten mit fünf Amtsperioden verschlissen worden, die ihrerseits drei Verwaltungsbaillis mit vier Amtszeiten ernannten.
Im Februar 1258 inszenierte Johann von Jaffa einen Coup, der dazu bestimmt war, Johann von Arsur als Regent zu stürzen. Er brachte das Kind Hugo II. von Zypern nach Akkon und ließ seine Mutter, die Königin Plaisance von Zypern, die Regentschaft für Hugo II. verlangen. Gerade weil der Anspruch rechtlich unanfechtbar war, hatte man seit 1253 peinlich vermieden, das Kind nach Akkon zu bringen. Für den Minderjährigen mußte aber ein regierender Regent ernannt werden, und der eigentliche Kunstgriff Johanns von Jaffa bestand darin, Plaisance in diese Stellung zu manövrieren, wofür nur ihre Verwandtschaft zu Hugo II. entscheidend war. Das Land hatten nun einen minderjährigen König Konradin mit einem minderjährigen Regenten Hugo, für den seine Mutter herrschte.
Als 1267 König Hugo II. von Zypern, Regent von Jerusalem, starb, trat sein Vetter Hugo von Antiochia-Lusignan in Zypern seine Nachfolge als König Hugo III. an, verlangte aber auch die Regentschaft über Jerusalem.
 
 
 
 

 1265
  oo 1. Isabella Ibelin von Beirut, Erb-Tochter des Grafen Johann
  x       um 1245/501282
 
 
 
 

Literatur:
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Mayer, Hans Eberhard: Geschichte der Kreuzzüge, Verlag W. Kohlhammer GmbH 1995 Seite 213,214,220,221,238-240,244,247,248 - Runciman, Steven: Geschichte der Kreuzzüge, Sonderausgabe in 1 Band Verlag H.C. Beck München 1978, Seite 1056,1062,1066-1067,1106,1129 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband, R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 172 -