Hugo Garnier                               Herr von Caesarea
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    - nach 1167
 

Sohn des Herrn Walter I. Garnier und der Juliane, Tochter von
 

Mayer, Hans Eberhard: Seite 110
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“Die Geschichte der Kreuzzüge”

Das Heer der Franken stieß 1167 bis an den Nil vor, und der Wesir Schawar von Ägypten schloß willig einen Vertrag mit den Franken mit dem Ziel, Schirkuh  zu vernichten. Der fränkische Unterhändler Hugo von Caesarea bestand darauf, dass der Kalif das Abkommen ratifiziere, und bald kam es  einer Audienz im Palast zu Kairo, dessen prächtige Höfe mit Fischteichen und seltenen Ziervögeln die Delegation erstaunt durchschritt. Es war ein beredter Ausdruck des überheblichen Selbstvertrauens, das die Lateiner damals an den Tag legten, als Hugo dem Kalifen den Handschlag abforderte, um den Vertrag zu bekräftigen. War schon diese Vorstellung für die islamischen Höflinge ungeheuerlich, so kannte ihr Entsetzen keine Grenzen, als Hugo sich mit der ohnehin schon widerwillig dargebotenen behandschuhten Rechten nicht zufrieden geben wollte und die bare Hand erzwang.

Runciman, Steven: Seite 676-678
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"Geschichte der Kreuzzüge"

1167
Der König schickte Hugo, den Herrn von Cäsarea, und einen Tempelritter namens Gottfried nach Kairo, um förmliche Bestätigung des Vertrages vom Kalifen zuerlangen. Sie wurden im Palast aufs glanzvollste empfangen. Man schwor unter Eid, daß man den Vertrag einhalten werde; alsdann wünschte Hugo als des Königs Stellvertreter den Pakt nach westlicher Sitte zu besiegeln, indem er des Kalifen unbekleidete Hand schüttelte.
Am Morgen des 18. März 1167 ging Amalrich gegen die Syrer zum Angriff vor. Nach kurzer Zeit sah sich Amalrich umzingelt. Er konnte entfliehen, aber viele seiner besten Ritter wurden erschlagen und andere, unter ihnen Hugo von Cäsarea, gefangengenommen.
Schirkuh näherte sich Alexandrien und schickte, nachdem Hugo von Cäsarea den Auftrag verweigert hatte, einen seiner fränkischen Gefangenen in Amalrichs Lager.

Pernoud Regine: Seite 50
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"Frauen zur Zeit der Kreuzzüge"

Ein typisches Produkt des Heiligen Landes war das Zuckerrohr. Als Graf Hugo von Cäsarea und seine Frau Isabella den Kanonikern ein Grundstück im gebirge schenkten, behielten sie sich ausdrücklich das Recht vor, die vorhandene Wasserleitung zur BBewässerung ihrer Zuckerrohrplantage zu nutzen.
 
 
 
 

  oo 1. Isabella von Gothmann
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     2. oo 2. Balian von Ibelin
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Kinder:

  Walter II. Garnier
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  Juliane
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  oo Guido Herr von Beirut
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Literatur:
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Lehmann Johannes: Die Kreuzfahrer. Abenteurer Gottes. Gondrom Verlag Bindlach 1991 Seite 247 - Mayer, Hans Eberhard: Geschichte der Kreuzzüge, Verlag W. Kohlhammer GmbH 1995 Seite 110 - Payne Robert: Die Kreuuzüge. Zweihundert Jahre Kampf um das Heilige Grab. Albatros Verlag Düsseldorf 2001 Seite 179,180 - Pernoud Regine: Frauen zur Zeit der Kreuzzüge. Verlag Herder Freiburg im Breisgau 1995 Seite 50 - Runciman, Steven: Geschichte der Kreuzzüge, Sonderausgabe in 1 Band Verlag H.C. Beck München 1978, Seite 676-678 - Sippel Hartwig: Die Templer. Geschichte und Geheimnis. Amalthea Verlag 1996 Seite 105 -