Balian I. Garnier                             Herr von Sidon
--------------------                             Bailli des Königreiches Jerusalem
    - nach 1240
 

Sohn des Herrn Reinhold Garnier aus seiner 2. Ehe mit Helois von Ibelin, Tochter von Kastellan Balian
 

Runciman, Steven: Seite 952,959,963,969,971,972-975,981,984,993,996
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"Geschichte der Kreuzzüge"

1225
Zwei Wochen lang wurden Freudenfeste gefeiert; dann ging die Königin Isabella, begleitet vom Erzbischof von Tyros, Simon von Maugastel, und ihrem Vetter, Balian von Sidon, zu Schiff.
1228
Im August traf Balian, der Herr von Sidon, mit einer Abteilung Truppen vom Festland ein, und kurz darauf kam auch Guido Embriaco von Dschebail, der die IBELINS nicht leiden mochte, und von dem FRIEDRICH eine größere Summe Geldes geliehen hatte.
Als FRIEDRICH Thomas von Acerra und Balian von Sidon zu el-Kamil schickte, um seine Ankunft mitzuteilen, erhielt Fakhr ed-Din von el-Kamil den Auftrag, sich nochmals zum Kaiser zu begeben.
1229
FRIEDRICH II. gab seine bevorstehende Abreise bekannt und ernannte Balian von Sidon und Garnier den Deutschen zu Baillis für das Königreich. Balian war für seine gemäßigten Ansichten bekannt, und seine Mutter war eine IBELIN. Garnier war trotz seiner deutschen Herkunft ein Unterführer König Johanns von Brienne gewesen.
Das Eintreffen der beiden Baillis Balian von Sidon und Garnier mit einem Herr nötigte die Eindringlinge, sich zurückzuziehen.
Das Königreich Jerusalem wurde mittlerweile von Balian von Sidon und Garnier dem Deutschen auf friedliche Weise regiert. Im Herbst 1229 war Königin Alice von Zypern nach Akkon gekommen, um einen Anspruch auf die Krone geltend zu machen.
1233
Johann von Beirut eilte sofort nach Akkon hinüber. Dort hatten sich Balian von Sidon und Odo von Montbeliard bereitgefunden, Maugastel als Bailli anzuerkennen, und hatten dafür gesorgt, daß ihm in der Heilig-Kreuz-Kirche der Eid geleistet wurde; aber sogleich bei Beginn der Feierlichkeit erhob sich Johann von Cäsarea und erklärte das ganze Verfahren für ungesetzlich. Nach einem Tumult drang eine wütende Menschenmenge in die Kirche ein. Nur Johanns persönliches Eingreifen bewahrte Balian und Odo davor, daß sie von der Menge umgebracht wurden. Johann wurde neuerlich zum Bürgermeister der Kommune gewählt und wurde zum tatsächlichen Herrscher des Königreiches mit Ausnahme von Tyros, wo Filangieri im Namen des Kaisers regierte. Es ist wahrscheinlich, daß Balian von Sidon dem Namen nach Bailli blieb.
Ihr Vetter Balian von Sidon versah nach wie vor zusammen mit Odo von Montbeliard das Amt des Bailli, aber der Fehlschlag seiner Vergleichspolitik hatte seine Autorität herbagemindert.
1239
Alsdann wurden auch die Baillis des Königreichs, Balian von Sidon und Odo von Montbeliard, denen Tibalds Oberbefehl nicht genehm war, zusammen mit Walter von Jaffa und einem der IBELINS, Johann von Arsuf, in die geheimen Verabredungen einbezogen.
1240
Die Besatzungen von Beaufort weigerte sich, die ihr anvertraute Festung an Balian von Sidon, den Sohn ihres letzten christlichen Herrn, auszuliefern, und Ismail war genötigt, sich selbst hinzubegeben und die Burg abzuriegeln, bis sie sich ergab.
 
 
 
 

  oo Margarethe von Brienne
               -
 
 
 
 

Kinder:

  Julian
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  Agnes
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  oo Wilhelm von Botrun
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Literatur:
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Runciman, Steven: Geschichte der Kreuzzüge, Sonderausgabe in 1 Band Verlag H.C. Beck München 1978, Seite 952,959,963,969,971,972-975,981,984,993,996 -