Helene Angela-Komnena               Gräfin von Lecce
-------------------------------              Herzogin und Regentin von Athen
um 1260-   1294/95
 

Tochter des Archon Johannes I. von Neopatras(-Epiros) aus dem Hause ANGELOI und einer namentlich unbekannten Tochter des Woiwoden Taronas von der Walachei
 

Thiele, Andreas: Tafel 205
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband"

HELENE
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Erbin von Lamia und Larissa, 1289-1294 Regentin des Herzogtums Athen

  1) oo Wilhelm de la Roche-sur-Yon, Herzog von Athen, Mitherr von Theben, Herr von Livadia
                   + 1287 ermordet

  2) oo Hugo von Brienne, Graf von Lecce
                    + 1296 gefallen



Helene war die Erbin von Lamia und Larissa und1289-1294 die Regentin von Athen.

Kiesewetter, Andreas: Seite 344,347,363
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"Die Anfänge der Regierung König Karls II. von Anjou (1278-1295). Das Königreich Neapel, die Grafschaft Provence und der Mittelmeerraum zu Ausgang des 13. Jahrhunderts"

Im Falle Athens suchte der ANJOU dies, durch die formale Erhebung Athens zum Herzogtum den DE LA ROCHE zu "versüßen", doch weigerte sich gerade Helena Angela-Komnena, die nach dem Tode ihres Gemahls Wilhelm de la Roche für ihren noch minderjährigen Sohn Guy II. (Guyot) die Regierung führte, zunächst hartnäckig, Floris das Homagium zu leisten und damit den lehnsrechtlichen Status der Herzöge von Athen als subfeudatarii anzuerkennen.
Doch hatten sich bei der Regierungsübernahme des Floris in Achaia sofort Schwierigkeiten ergeben, da drei der wichtigsten Lehnsträger des Fürstentums sich weigerten, dem HENNEGAUER das Homagium zu leisten und somit ihren Status als subfeudatarii anzuerkennen: Helena Angela-Komnena, die für ihren minderjährigen Sohn Guy II. im Herzogtum Athen die Regierung führte, Markgraf Thomas Pelavicino von Bondonitsa und wohl auch Bonifaz von Montferrat verweigerten dem neuen Fürsten von Achaia das geforderte Homagium und die assecuratio, da nach ihrer Ansicht zwischen ihren Lehen und dem Fürstentum Achaia keinerlei Lehnsnexus bestand. Gaben die beiden letztgenannten auf Aufforderung des Königs nach und leisteten die verlangten Eide, so blieb die Herzogin von Athen trotz eines ausdrücklichen Befehls Karls II. hartnäckig und lehnte es weiterhin ab, dem Fürsten vin Achaia den Handgang zu leisten. Rückendeckung erhielt Helena ab 1291 von ihrem Gatten Hugo von Brienne der mit Karl II. in engsten Beziehungen stand und seinen ganzen Einfluß beim König geltend machte.
 
 
 
 

  1. oo Wilhelm I. de la Roche Herzog von Athen
                  -   1287

    1291
  2. oo 2. Hugo von Brienne Graf von Lecce
               um 1236-  1296 gefallen
 
 
 
 

Kinder:
1. Ehe

  Guido II.
  um 1279-  1308

2. Ehe

  Johanna
         -

  oo Nikolaus I. Sanudo Herzog von Naxos
              -   1341
 
 
 
 

Literatur:
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Kiesewetter, Andreas: Die Anfänge der Regierung König Karls II. von Anjou (1278-1295). Das Königreich Neapel, die Grafschaft Provence und der Mittelmeerraum zu Ausgang des 13. Jahrhunderts, Matthiesen Verlag 1999 Seite 344,347,363 -