Seleukos IV. Philopator                  Seleukiden-König (187-175 v.u.Z.)
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219 v.u.Z. 3.9.175 v.u.Z. ermordet
 

2. Sohn des Königs Antiochos III. dem Großen von Syrien aus dem Hause der SELEUKIDEN aus seiner 1. Ehe mit der Laodike von Pontos, Tochter von König Mithridates III.
 

Illustriertes Lexikon des Altertums: Seite 379
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Seleukos IV. Philopator
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* um 218 v. Chr. 175 v. Chr.
 

Sohn von Antiochos III.

Nach der Niederlage gegen Rom bei Magnesia (190/189) wurdeSeleukos IV. Mitregent des Vaters. Als dieser 187 beim Versuch, einen Tempel zu plündern, getötet wurde, wurde Seleukos IV. Philopator Alleinherrscher. In seiner 12-jährigen Regierungszeit bewahrte er den Frieden und unterhielt gute Beziehungen mit Rom, Makedonien und Ägypten. Seleukos IV. wurde von seinem Minister Heliodoros ermordet; sein Bruder Antiochos IV. folgte ihm auf den Thron.



Lexikon Alte Kulturen: Band III Seite 371
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Seleukos IV. Philopator [= Seleukos der Vaterliebende], König seit 187
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* nach 220, 175

Sohn von Antiochos III. dem Großen und Laodike ( nach 177/176)

Seleukos IV. war 196-191 Vizekönig von Thrakien, ab 189 Mitregent; durch geschickte Politik mit Makedonien (er verheiratete seine Tochter mit Perseus von Makedonien), Rom (er gab seinen Sohn Demetrios I. Soter für Antiochos IV. Epiphanes als Geisel nach Rom) und seinen Nachbarn versuchte er das nach dem Frieden von Aameia geschwächte Reich wieder zu stärken; er wurde von seinem Minister Heliodoros ermordet.



Thiele, Andreas: Tafel 252
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband"

SELEUKOS IV. "PHILOPATOR"
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    175 v.u.Z. ermordet

Sohn des Groß-Königs Antiochos III.

Seleukos IV. Philopater wurde Vizekönig von Thrakien zu Lysimacheia, 193 v.u.Z. Mit-König und Feldherr gegen Pergamon, das er 190 v.u.Z. erfolglos belagerte. Er machte 189 v.u.Z. die Entscheidungsschlacht bei Magnesia gegen die Römer mit und weilte anschließend als Geisel in Rom. Er folgte 187 v.u.Z. als ältester Sohn seinem Vater und suchte in Griechenland und Makedonien Rückhalt, auch in Ägypten. Es gelang ihm nicht, das väterliche Großreich zu erneuern und wurde von seinem Bruder Antiochos IV., der nachfolgte, ermordet. Er hatte ihn kurz vorher erst aus der römischer Geiselhaft gelöst.

  oo 193/92
       LAODIKE IV., Schwester und Mit-Königin
             162 v.u.Z. ermordet

Witwe des älteren Bruders Antiochos
(3. Ehe: oo Antiochos IV., 164 v.u.Z.)



Gegen Ende seiner Regierung kam es zu einer weiteren Verschärfung der Krise im Reich und SeleukosIV. Philopator wurde von seinem Minister Heliodor ermordet.

KLEINES Lexikon des Hellenismus.: Seite 291,716,815
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Die Eroberung Jerusalems durch Antiochos III. (! Seleukiden IV) 200 und die Regierung seines Sohnes Seleukos IV. (187-175) brachten keine wesentlichen Änderungen.
V. ZWEITE NIEDERGANGSPHASE:
1. Antiochos' III. ältester Sohn Antiochos(geb. 200), Mitregent seit 210/09, mit seiner Schwester Laodike vermählt (196/95), war 193 als Vize-König der Oberen Satrapien gestorben. Der 2. Sohn, 196-191 Vize-König von Thrakien, 189 Mitregent, folgte dem Vater als Seleukos IV. Philopator (187-175) auf den Thron; auch er scheint seine Schwester geehelicht zu haben. Das Reich war durch den Frieden von Apameia und den erneuten Abfall Armeniens und von Teilen Irans verkleinert, isoliert und finanziell geschwächt; durch gute Beziehungen zu Rom, Makedonien (Vermählung seiner Tochter Laodike mit Perseus) und Ägypten sowie durch Ausbau des Herrscherkults suchte er es wieder zu festigen. Am 3.9.175 wurde er von seinem "Kanzler" Heliodoros ermordet.
196-194 eroberte Antiochos III. Süd-Thrakien, stieß sogar bis Nord-Thrakien vor und baute Lysimacheia als Residenz für seinen Sohn Seleukos IV. wieder auf.

Bengtson Hermann: Seite 208,209
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"Herrschergestalten des Hellenismus."

Sein Nachfolger war sein Sohn Seleukos IV., der von 187 bis 175 v. Chr. regiert hat. Von diesem König gibt es kaum irgendetwas Wichtiges zu berichten, es sei denn, daß er Mühe hatte, den Forderungen der Römer zu genügen.
Der zweite Sohn war der spätere Seleukos IV. Philopator, geboren nach 220, gestorben 175. Für ihn hatte man das alte Lysimacheia wieder aufgebaut, er sollte offfenbar der Platzhalter des Vaters auf europäischem Boden werden. Dies geschah im Jahre 196, und noch fünf Jahre später ist seine Anwesenheit in dieser Gegend bezeugt. Er  ist gleichfalls mit einer Laodike verheiratet, und die Vermutung liegt nahe, daß es sich hier um die Witwe seines älteren Bruders handelt.
 
 
 
 

 193/92 v.u.Z.
  oo 2. Laodike IV., seine Schwester
           um 215/10 v.u.Z. 162 v.u.Z. ermordet
 
 
 
 

Kinder:

  Antiochos
        170 v.u.Z. ermordet

  Er wurde vom königlichen Onkel Antiochos IV. ermordet.

  Demetrios I. Soter
  186 v.u.Z. 150 v.u.Z.

  Laodike V.
        150 v.u.Z. ermordet

 162 v.u.Z.
  oo Perseus König von Makedonien
           150 v.u.Z.
 
 
 
 

Literatur:
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Bengtson Hermann: Herrschergestalten des Hellenismus. Verlag C.H. Beck München 1975 Seite 208, 209 - Droysen Johann Gustav: Geschichte des Hellenismus. Primus Verlag 1998 Band III Seite 5 -
Errington Malcolm: Geschichte Makedoniens. C.H. Beck Verlag München 1986 Seite 192 - FISCHER WELTGESCHICHTE. Band 6 Der Hellenismus und der Aufstieg Roms. Die Mittelmeerwelt im Altertum II. Fischer Bücherei KG, Frankfurt am Main 1965 Seite 247 - Grant, Michael: Von Alexander bis Kleopatra. Die hellenistische Welt. Gondrom Verlag GmbH & Co KG, Bindlach 1984 Seite 24 - Herm Gerhard: Die Welt der Diadochen. Alexanders Erben kämpfen um die Herrschaft. C. Bertelmann Verlages GmbH, München 1978 Seite 300,334 - Hölbl Günther: Geschichte des Ptolemäerreiches. Politik, Ideologie und religiöse Kultur von Alexander dem Großen bis zur römischen Eroberung. Wissenschaftliche Buchgemeinschaft Darmstadt 1994 Seite 127-129 - KLEINES Lexikon des Hellenismus. Harrassowitz Verlag Wiesbaden 1993 Seite 256,291,716,803,815 - Kreißig Heinz: Geschichte des Hellenismus. Akademie-Verlag Berlin 1982 Seite 162,171 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband, R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 252 -