Ältester Sohn des Königs Antiochos
II. Theos von Syrien aus dem Hause der SELEUKIDEN
aus seiner 1. Ehe mit der Laodike
II., Tochter von Prinz Achaios
der Ältere
Illustriertes Lexikon des Altertums: Seite 379
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Seleukos II. Kallinikos
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* um 265 v. Chr. † 225
v. Chr.
Sohn von Antiochos II. und Laodike
Am Anfang seiner Regierung verlor er Baktrien an Demetrios I. und die Parther zogen in den Nord-Iran ein. Seleukos‘ Bruder Antiochos Hierax übernahm die Herrschaft in Kleinasien, und Seleukos II. Kallinikos konnte sie nicht zurückgewinnen (um 239-236). Auch verlor er im 3. Syrischen Krieg (246-241) erstmals Syrien an Ptolemaios III. Euergetes. Seleukos II. konnte aber einen Großteil des verlorenen Gebiets (außer Phönizien und Seleukia von Ptolemaios zurückerobern. Erst Seleukos‘ Sohn Antiochos III. gewann all die anderen Teile des SELEUKIDEN-Reichs zurück.
Rostovtzeff, Gesellschafts- und Wirtschaftsgeschichte
der hellenistischen Welt.
Sohn von Antiochos II. Theos und Laodike († um 240)
Seleukos II. Kallinikos
verteidigte im 3. Syrischen Krieg, dem sogenannten Laodike-Krieg,
246-241 gegen Ptolemaios III. unter
Gebietsverlusten seine ihm von Berenike (†
um 246) streitig gemachten Erbansprüche; er mußte
seinen
Bruder Antiochos Hierax nach einem Krieg
(241-239?) Kleinasien überlassen, Baktrien und Parthien nach erfolglosem
Feldzug 230-227 aufgeben.
SELEUKOS II. KALLINIKOS
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* um 263 v.u.Z. †
225 v.u.Z.
Seleukos II. Kallinikos geriet auch gegen den Vater, fürchtete als Erstgeborener um seine Erbrechte. Er folgte 246 v.u.Z. als König, wurde durch die Mutter in den 3. "Syrischen Krieg" 245 v.u.Z.-241 v.u.Z. hineingezogen und verlor Koilesyrien und Kilikien. Durch diese Niederlage geschwächt, mußte er seinem Bruder Antiochos Hierax die Landesteilung zugestehen. Er trat ihm die kleinasiatischen Gebiete und Lydien ab und führte ständig Krieg gegen ihn. Seleukos II. geriet auch gegen die seine Tante Stratonike, die ihn heiraten wollte und ließ sie ermorden. Das Reich Baktrien ( = etwa Raum Pakistan) machte sich unter König Diodotos I. († um 230 v.u.Z.) unabhängig. Er geriet seitdem verstärkt unter den Druck der Parther, zumal ihn der Bruder im Krieg gegen diese sabotierte. Er starb durch einen Sturz vom Pferd.
oo LAODIKE
II. VON BABYLON, Cousine
†
Tochter des Prinzen Andromachos
Hölbl Günther: Seite 46,48,112
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"Geschichte des Ptolemäerreiches. Politik, Ideologie
und religiöse Kultur von Alexander dem Großen bis zur römischen
Eroberung."
Seine Mutter Laodike
behauptete nach dem mysteriösen Tode seines Vaters (246 v.u.Z.), daß
der Verstorbene noch auf seinem Totenbett Seleukos
II. zu seinem Nachfolger bestimmt und damit den kleinen
Sohn der PTOLEMÄERIN mit Antiochos
übergangen hätte.
Der von Berenike zu
Hilfe gerufene PTOLEMÄER-König
Ptolemaios
III. eroberte den größten Teil des SELEUKIDEN-Reiches,
mußte jedoch 245 v.u.Z. den Feldzug in Mesopotamien abbrechen. Abgesehen
von der Lage in Ägypten mußte dem Eroberer sehr bald klar geworden
sein, daß eine ptolemäische
Statthalterschaft in Ost-Syrien oder gar Mesopotamien nur von ephemerer
Natur sein konnte. In der Tat hatte Seleukos II.
rasch
zur Gegenoffensive gerüstet; schon im Juli 245 v.u.Z. wurde er in
Baylonien als Herrscher anerkannt. Wahrscheinlich hatte auch die Nachricht
vom Tode des Sohnes der Berenike
einen
Meinungsumschwung zugunsten des legitimen SELEUKIDEN
herbeigeführt;
gegen den Widerstand der lokalen Machthaber konnte der PTOLEMÄER
aber noch weniger hoffen sich durchzusetzen. Gegen Ende des Krieges (242/41
v.u.Z.) fanden noch Kämpfe um Damaskus statt, deren Ausgang unklar
bleibt. Zuletzt soll Seleukos II. sogar
einen Angriff auf Ägypten selbst versucht haben.
Das SELEUKIDEN-Reich
hatte seit der Zeit Seleukos' II.
durch einen Zweifrontenkrieg im Osten gegen die Parther und in Anatolien
eine Periode der Schwäche durchgemacht.
245 v.u.Z.
oo Laodike III., Tochter des Prinzen Andromachos
um 265/60 v.u.Z.
†
um 240 v.u.Z. Urenkelin von König Seleukos
I.
Kinder:
Seleukos III. Soter
243 v.u.Z. † 223
v.u.Z.
Antiochos III.
242 v.u.Z. † 4.6.187
v.u.Z.
Antiochis
†
oo Xerxes Fürst in Westarmenien
†
Literatur:
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Verlag C.H. Beck München 1975 Seite 187, 189 - Droysen Johann
Gustav: Geschichte des Hellenismus. Primus Verlag 1998 Band III Seite 237,
245,247,250,251,253,258,259,262,287,300,302,304,376,420,489 - FISCHER
WELTGESCHICHTE. Band 6 Der Hellenismus und der Aufstieg Roms. Die Mittelmeerwelt
im Altertum II. Fischer Bücherei KG, Frankfurt am Main 1965 Seite
150,157,160,279 - Grant, Michael: Von Alexander bis Kleopatra. Die
hellenistische Welt. Gondrom Verlag GmbH & Co KG, Bindlach 1984 Seite
22,126 - Herm Gerhard: Die Welt der Diadochen. Alexanders Erben
kämpfen um die Herrschaft. C. Bertelmann Verlages GmbH, München
1978 Seite 178,277,279,281 -
Hölbl Günther: Geschichte
des Ptolemäerreiches. Politik, Ideologie und religiöse Kultur
von Alexander dem Großen bis zur römischen Eroberung. Wissenschaftliche
Buchgemeinschaft Darmstadt 1994 Seite 46,48,52,112 - KLEINES Lexikon
des Hellenismus. Harrassowitz Verlag Wiesbaden 1993 Seite 94,285,334,344,422,475,537,
596,610,713,720,805 - Kreißig Heinz: Geschichte des Hellenismus.
Akademie-Verlag Berlin 1982 Seite 96,157,168 - Thiele, Andreas:
Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte
Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser
Ergänzungsband, R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 250 -