Halkyoneus                                    Prinz von Makedonien
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290 v.u.Z. 261 v.u.Z.
 

Illegitimer Sohn des Königs Antigonos II. Gonatas von Makedonien aus dem Hause der ANTIGONIDEN von der Athenerin Demo
 

Bengtson Hermann: Seite 106,158,161
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"Herrschergestalten des Hellenismus."

Halkyoneus entstammte einer Verbindung des Antigonos mit einer Athenerin namens Demo. Ein zeitgenössischer Historiker hat Demo als eine Hetäre bezeichnet. Mag dies nun wahr sein oder nicht, Halkyoneus war dem Vater besonders lieb und teuer, seit dem Jahr 273 v.u.Z. war er in wichtigen Kommandostellen zu finden. Sein Leben war von kurzer Dauer. Geboren wahrscheinlich 290 v.u.Z., war Halkyoneus noch in der Blüte seiner Jugend an der Seite des Vaters, vielleicht im Chremonideischen Krieg, gefallen. Wenn dies zutrifft, so hat er nicht einmal ein Alter von 30 Jahren erreicht.
Halkyoneus wurde von Zenons Schüler Persaios von Kition erzogen. Er erkannte 272 v.u.Z. in Argos den getöteten König Pyrrhos von Epiros und überbrachte dessen abgeschlagenes Haupt seinem Vater. Angeblich soll Halkyoneus ihm das Haupt vor die Füße geworfen haben, worauf Antigonos seinen Sohn einen Barbaren gescholten habe, während er über den Tod des Pyrrhos bittere Tränen vergoß. Doch diese Erzählung wird eine Legende sein, die die Menschlichkeit des Antigonos in das rechte Licht setzen soll.

Droysen Johann Gustav: Band III Seite 128,139,141,154
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"Geschichte des Hellenismus."

Gewiß ist, daß er bei diesem Frieden seine Schwester Phila an Antigonos verlobte [119 Daß die Vermählung mit Phila erst dieser Zeit angehört, ergibt sich aus folgenden Umständen: der Philosoph Zenon, den Antigonos nach Makedonien zu kommen eingeladen, entschuldigt sich mit seinen 80 Jahren (zwischen 278 bis 274 siehe unten) und sendet den Persaios (Diog. L. VII 8), der schon früher als Erzieher des Halkyoneus, des älteren Sohnes des Königs, in Makedonien gewesen ist (Dion. L VII 36); mit Persaios geht Aratos von Solois um die Zeit der Hochzeit mit Phila. Daß zu dieser Hochzeit des Aratos Gedicht auf den Pan verfaßt worden ist, hat Usener trefffend vermutet.].
Anntigonos eilte heran, schickte  einige Scharen unter Führung seines Sohn Halkyoneus in die Stadt, während er sich selbst nahe der Stadt in den Hinterhalt legte.
Die Kunde verbreitete sich schnell, Halkyoneus kam, ließ  sich das Heldenhaupt geben, ritt hin zu seinem Vater, der von den Getreuen umgeben im Zelte harrte, und warf es ihm hin. Empört über diese Rohheit des Sohnes schlug er ihn ins Angesicht, ihn einen Erbärmlichen, einen Barbaren scheltend.
Und als dann Halkyoneus den auf der Flucht gefangenen Helenos freundlich und teilnehmend zum König brachte, empfing er ihn als eines Königs Sohn und sandte ihn nach Epeiros.
Der elende Bericht, der hierüber vorhanden ist, lautet: "Gegen ihn verlor Antigonos, da er aus Griechenland zurückgekehrt war, durch den / Übertritt seiner Soldaten verlassen, Reich und Heer;  aber Demetrios [149 Justin. XXVI 2 nennt ihn: huius (Antigoni) filius Demetrius, puer admodum; ebenso bezeichnet ihn der armenische Eusebius. Und doch ist dies falsch. Denn Demetrios, Antigonos' Sohn, ist von jener syrischen Phila geboren, die, wie oben erwiesen, erst nach 278 (279, siehe oben Seite 125,128) sich mit Antigonos vermählt hat, und da jener Krieg vor 265 gekämpft wurde, müßte der junge Sieger unter 12 Jahre alt gewesen sein. Der Fehler in beiden voneinander unabhängigen Schriftstellern wird schon von Phylarch gemacht sein. Im Namen den Irrtum zu finden und filius für richtig zu halten, somit Halcyoneus zu schreiben, geht, abgesehen von der Gewaltsamkeit solcher Veränderung, schon darum nicht, weil dieser, des Vaters Liebling, in einem Gefecht fiel, bei dem Antigonos selbst zugegen war, und derselbe, schon 272 Anführer in Argos, nicht in diesem Kriege noch admodum puer genannt werden konnnte. Es war Demetrios, der über Alexandros siegte, des Königs Bruder, entweder der Hagere, über dessen Alter wir nichts wissen, oder, was entschieden wahrscheinlich ist, der Schöne, der Sohn der Ptolemais, mit der sich der Vater 287 in Milet vermählt hatte; dieser Demetrios konnte jetzt  etwa 20 Jahre alt sein, und da paßt das admodum puer. (Andernfalls bliebe, den Krieg mit W.W. Tarn, CAH VII, Seite 708, nach 264 oder mit K.J. Beloch, Griechische Geschichte IV 2², Seite 502f, kurz vor 255 zu setzen).] gewann in Abwesenheit des Königs Antigonos, nachdem er ein Heer zusammengebracht, nicht bloß das verlorene Makedonien wieder, sondern beraubte auch Alexandros seines Reiches."
 
 
 
 

Literatur:
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Bengtson Hermann: Herrschergestalten des Hellenismus. Verlag C.H. Beck München 1975 Seite 106, 158,161 - Droysen Johann Gustav: Geschichte des Hellenismus. Primus Verlag 1998 Band III Seite 128,139,141,154 -