Deidameia                                       Prinzessin von Epeiros
--------------
255 v.u.Z. 229 v.u.Z. ermordet
                    Ambrakia
 

Tochter des Königs Pyrrhos II. von Epeiros aus dem Hause der AIAKIDEN
 

Deidameia wurde als letzte epirotische Thronerbin durch eine Revolution, die die Monarchie abschaffte, gestürzt und in Ambrakia ermordet.

Droysen Johann Gustav: Band III Seite 313
********************
"Geschichte des Hellenismus."

War es die Ohnmacht oder Verworfenheit der letzten Fürsten, war es mehr noch dieselbe Bewegung der Geister, welche das Griechentum ergriffen hatte, die Epiroten wollten keine Könige weiter; es galt, das Geschlecht der AIAKIDEN auszurotten, im die Republik, die Freiheit zu gewinnen. Pyrrhos' Tochter Deidameia hatte sich nach Ambrakia geworfen, entschlossen, den Mord zu rächen; in Übermacht rückten die Epiroten heran; sie boten ihr einen Vergleich, die Güter des Hauses und die Ehren der Vorfahren sollten ihr bleiben; auf diese Bedingungen übergab sie dem Volke der Epeiroten, was sie schon nicht mehr verweigern konnte. Aber daß sie nur lebte, schien Gefahr; ihr Tod ward beschlossen; einer von König Alexandros' alten Leibwächtern kam, sie zu ermorden; niederblickend erwartete sie den Todesstreich, und die bebende Hand versagte ihm den Blutdienst gegen die Enkelin seines Herrn.  Sie floh in den Artemistempel, an heiliger Stätte Schutz zu finden; ein Mensch, auf dem Muttermord lastete, fand sich, sie dort zu erwürgen [320 Pausanias IV 35, 3; Polyaen. VIII 52; Pyrrhos kann um 270 geboren sein, seine Tochter mochte ein sechszehnjähriges Mädchen sein.].

Errington Malcolm: Seite 158
****************
"Geschichte Makedoniens."

Alexandros' zwei Söhne starben in rascher Folge, gleich danach ihre Mutter selbst. Von dem Herrscherhaus der AIAKIDEN blieb nunmehr nur ein Mädchen übrig, Deidameia; und als sie um 233 ermordet wurde, konnte eine unberechenbare föderative Republik in Epeiros eingerichtet werden, ohne daß Demetrios überhaupt etwas dagegen tat.
 
 
 
 

Literatur:
-----------
Droysen Johann Gustav: Geschichte des Hellenismus. Primus Verlag 1998 Band III Seite 313 - Errington Malcolm: Geschichte Makedoniens. C.H. Beck Verlag München 1986 Seite 158 -