Theodora Komnena                       Fürstin von Antiochia
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um 1150/55 nach 1182
 

Tochter des Prinzen Johannes Dukas-Komnenos ( 1176); Großnichte des Kaisers Manuel I. Komnenos
 

Thiele, Andreas: Tafel 202
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband"

THEODORA
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     1175
  1) oo BOEMUND III., Fürst von Antiochia
                  

  2) oo GAUTHIER DE BETHUNE, Herr von Besan
                  um 1210



Theodoras Schwester Maria war die Gemahlin König Amalrichs I. von Jerusalem.

Runciman, Steven: Seite 720,730
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"Geschichte der Kreuzzüge"

Bohemund III. bemühte sich außerdem um die Freundschaft des Kaisers und heiratete im Jahr 1177 als zweite Gattin eine Verwandte Manuels namens Theodora.
Auf die Nachricht von Manuels Tod hin verstieß Bohemund III. seine griechische Gattin, um eine lockere Dame aus Antiochia namens Sibylle zu heiraten.

Heilig, Konrad Josef: Seite 255
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"Ostrom und das Deutsche Reich um die Mitte des 12. Jahrhunderts. Die Erhebung Österreichs zum Herzogtum 1156 und das Bündnis zwischen Byzanz und dem Westreich."

[6 Über die verschiedenen Möglichkeiten siehe Chalandon 2 Seite 205 Anmerkung 3, wo wiederum die Hauptsache übersehen wird. Manuel hatte sieben Geschwister, davon drei Brüde; er kann also theoretisch höchstens sieben Nichten namens Theodora gehabt haben. Bekannt sind
1. als Tochter des Andronikos die österreichische Theodora
2. als Tochter des Isaak die Gemahlin des Königs Balduin III. von Jerusalem und spätere
    Geliebte des Andronikos namens Theodora
3. als Tochter der ältesten Schwester Manuels Maria die Theodora, Gemahlin des Johannes
    Kontostephanos
4. die Frau Boemunds von Antiochia namens Theodora - Wilhelm von Tyrus 22, 6 Anfang.
Es kommen demnach nur die Töchter Theodora des Alexios, des Andronikos und des Isaak in Frage. Das Verhältnis Manuels zu einer Theodora ist nach der genannten Stelle gleichzeitig mit dem zwischen Andronikos, dem späteren Kaiser, und Eudokia - dieses fällt in die Witwenschaft der Eudokia frühestens 1151 und spätestens 1156, da Andronikos ins Ausland floh; die geschilderte Szene liegt um 1154 - siehe unten Seite 264 Amerkung 5. In diesem Zeitpunkt war aber die österreichische Theodora längst in Wien verheiratet, die Tochter Theodora des Isaak neunjährig, also auf keinen Fall schon gebärfähig; so bleibt allein eine Theodora als Tochter des ältesten Bruders Manuels Alexios (II.) übrig. Man wird daher sie, so wie die Stelle bei Niketas nun einmal eindeutig vorliegt, als die Mätresse des Kaisers bezeichnen müssen. Man kann sich zudem bei ihr den Stolz einer geborenen Basilis und Nachfahrin von drei Basuleis am ehesten erklären, ebenso den Argwohn der Kaiser Andronikos und Isaak gegen ihren Sohn, der es trotz seines Geburtsfehlers, von den er ja im gegebenen Falle leicht zu heilen war, von allen KOMNENEN auf die größte Anzahl kaiserlicher Ahnen gebracht hatte.]
 
 
 
 

    1175-180
  1. oo Bohemund III. Fürst von Antiochia
          1144 20.3./1.4.1201

  2. oo Gauthier de Bethune Herr von Behan
                 um 1210
 
 
 
 

Literatur:
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Heilig, Konrad Josef: Ostrom und das Deutsche Reich um die Mitte des 12. Jahrhunderts. Die Erhebung Österreichs zum Herzogtum 1156 und das Bündnis zwischen Byzanz und dem Westreich, in Kaisertum und Herzogsgewalt im Zeitalter Friedrichs I. Studien zur politischen und Verfassungsgeschichte des hohen Mittelalters, Anton Hiersemann Stuttgart 1944 Seite 255 -
Runciman, Steven: Geschichte der Kreuzzüge, Sonderausgabe in 1 Band Verlag H.C. Beck München 1978 Seite 720,730 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband, R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 202 -