Theodora Asanina von Bulgarien       Despotin von Morea
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    1471
 

Tochter des Prinzen Paul von Bulgarien
 

Thiele, Andreas: Tafel 213
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband"

DEMETRIOS
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    1470 (als Mönch)
 

  1) oo ZOE PARASPONDYLINA, Tochter des Megas Dux Paraspondylos
                

  2) oo THEODORA ASANINA VON BULGARIEN, Tochter des Prinzen Paul
                 1471



Runciman Steven: Seite 189-190
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"Die Eroberung von Konstantinopel 1453"

Der nächstälteste der Brüder war Theodor. Er hatte eine Dame aus dem ruhmreichen griechisch-bulgarischen Haus der ASEN geheiratet, und zwar gegen den Wunsch sowohl seiner wie ihrer Familie.
Von den beiden überlebenden Brüdern Kaiser Konstantins wurde der Despot Demetrios anfänglich vom Sultan freundlich behandelt. Er erhielt ein Leibgedinge aus den Ländern, die den GATTILUSI gehört hatten, nämlich der Stadt Enos, den Inseln Lemnos und Imbros und Teilen von Thasos und Samothrake. Sie trugen ihm Jahreseinkommen von sechshunderttausend Silberstücken ein, das zur Hälfte von den Inseln, zur Hälfte aus Enos kam. Außerdem wurden ihm alljährlich hunderttausend Silberstücke aus des Sultans Münze gesandt. Er lebte sieben Jahre land still und ruhig in Enos mit seiner Gemahlin Zoe [Richtigstellung: Demetrios zweite Gemahlin hieß Theodora.] und ihrem Bruder Matthäus Asen, der vormals Statthalter in Korinth gewesen war und jetzt das örtliche Salzmonopol verwaltete. Demetrios verbrachte seine Tage bei den Freuden der Jagd und den Annehmlichkeiten einer guten Tafel und spendete viel von seinem Einkommen der Kirche. Im Jahre 1467 wurde ihm sein Leibgedinge plötzlich entzogen. Zufolge einer Geschichte, welche Phrantzes für glaubwürdig hielt, hatten Mattäus' Unterbeamte Unregelmäßigkeiten mit den Einkünften begangen, die dem Sultan aus Salzsiedereien zustanden, und Matthäus und Demetrios wurden für die Unterschleife verantwortlich gemacht. Demetrios wurden seine Einkünfte entzogen und er selbst nach Didymotikon verbannt, wo er in Armut lebte. Dort bemerkte ihn eines Tages der Sultan, der gerade vorbeizog, und empfand Mitleid mit ihm. Demetrios erhielt nun ein Jahrgeld von fünfzigtausend Silberstücken aus dem Reichskornmonopol. Doch dies blieb ihm nicht auf lange. Bald schon legten er und seine Gemahlin klösterliche Gelübde ab. Er starb 1470 in einem Kloster in Adrianopel, und sie überlebte ihn nur um wenige Monate.
Helena, ihr einziges Kind, war offiziell dem Harem zugewiesen worden; doch scheint es, daß sie sich ihre Jungfräulichkeit bewahrte und in ihrem eigenen Wohnsitz in Adrianopel lebte. Sie starb einige Jahre vor ihren Eltern und vermachte ihr Geschmeide dem Patriarchat.
 
 
 
 

  oo 2. Demetrios Palaiologos Despot von Morea
           um 1404 Herbst 1470
 
 
 
 

Kinder:
2. Ehe

  Helene
  1442 1470
 
 
 
 

Literatur:
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Runciman Steven: Die Eroberung von Konstantinopel 1453 C.H. Beck'sche Verlagsbuchhandlung München 1966 Seite 189-190 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband, R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 213 -