Maria Komnene                              Herzogin von Kilikien
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    1167
 

Tochter des Prinzen Alexios Komnenos von Byzanz aus seiner 1. Ehe mit der Irene von Kiew, Tochter von Großfürst Mstislaw I.; Enkelin des Kaisers Johannes II. Komnenos von Byzanz
 

Thiele, Andreas: Tafel 202
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband"

MARIA
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    1167

  oo ALEXIOS AXUCH, Protostrator und Pansebastos, Herzog v Kilikien
              als Mönch



Heilig, Konrad Josef: Seite 260
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"Ostrom und das Deutsche Reich um die Mitte des 12. Jahrhunderts. Die Erhebung Österreichs zum Herzogtum 1156 und das Bündnis zwischen Byzanz und dem Westreich."

Irenes Leben war nicht frei von Unglück und Kummer. Bald nach dem Regierungsntritt Manuels, um 1144 fiel sie beim neuen Kaiser aus unbekannter Ursache in Ungnade; vielleicht war das Mißtrauen die Veranlassung, das Manuel mit oder ohne Grund den Familien seiner älteren Brüder entgegengebracht haben mag [3 Betreffs Isaak siehe oben Seite 258. Über die Feindschaft der Witwe des Alexios, die Manuel verfolgt haben soll, siehe Chalandon I Seite 13. Manuels Hartherzigkeit gegen die Tochter des Alexios, die Frau des Protostrators Alexios Axouchos, siehe bei Niketas 4, 6 Sp. 485 B; 189.].

DIE KRONE DER KOMNENEN: Buch 4 Spalte 6 Seite 187
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Die Gattin des Alexios, die Tochter des porphyrgeborenen Alexios [1 Es ist der Sohn des Kaisers Johannes, der als Thronfolger starb. Vgl. p. 23/24. "Porphyrgeboren" hießen jene Kinder von Kaisern, die im Porphyrgemach des Kaiserpalastes (vgl. Niketas, pag. 219-220) geboren wurden, also unter der Regierung ihres Vaters.], welcher unter den Brüdern Manuels der Erstgeborene war, ist eine leuchtende Zierde des weiblichen Geschlechtes, ihr gebührt der herrlichste Preis, von ihr zu sprechen ist jedem eine Freude. Gattenliebe und Züchtigkeit schätzte und achtete sie vor allen Frauen, ja, ihr Ehrgefühl verleitete sie dazu, Hand an sich zu legen. Der Selbsmord wurde aber verhindert. Da warf sie sich wimmernd ihrem Oheim, dem Kaiser, zu Füßen und flehte um Gnade für ihren Gatten. Sie rief Gott zum Zeugen an und schwor bei allem, was ihr heilig war, daß ihr Gatte eine treuer Diener seines Kaisers sei und daß ihm nicht das geringste vorgeworfen werden könne. Doch sie vermochte nicht, den Sinn des Kaisers zu ändern, und konnte nicht rückgängig machen, was gegen ihren Gatten beschlossen und bestimmt war, und das, obwohl sie Manuel mit ihrem mitleidheischenden Aussehen, mit Händeringen und Klagen bis zu Tränen rührte. Und in Tränen und Jammer verbrachte sie wie eine züchtige Turteltaube ihr Leben, den Fall ihres Hauses und ihre Vereinsamung beklagend. Das übergroße Leid raubte ihr den Verstand, sie welkte dahin und starb, zwei Söhne hinterlassend.
 
 
 
 

  oo Alexios Axuch Herzog von Kilikien
            als Mönch
 
 
 
 

Literatur:
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DIE KRONE DER KOMNENEN. Die Regierungszeit der Kaiser Joannes und Manuel Komnenos (1118-1180) aus dem Geschichtswerk des Niketas Choniates. Verlag Styria Graz Wien Köln 1958 Seite 187-188 - Heilig, Konrad Josef: Ostrom und das Deutsche Reich um die Mitte des 12. Jahrhunderts. Die Erhebung Österreichs zum Herzogtum 1156 und das Bündnis zwischen Byzanz und dem Westreich, in Kaisertum und Herzogsgewalt im Zeitalter Friedrichs I. Studien zur politischen und Verfassungsgeschichte des hohen Mittelalters, Anton Hiersemann Stuttgart 1944 Seite 260 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband, R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 202 -