Irene Aineiadissa                          Prinzessin von Byzanz
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um 1110 1150/51
 

Tochter des N.N.
 

Thiele, Andreas: Tafel 202
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"Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband"

ANDRONIKOS
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* um 1107/08, 1142

  oo IRENE AINEIADISSA
            1150/51

Nonne seit 1144



Irene Aineiadissa war seit 1144 Nonne.

Kashdan A.P.: Seite 36
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"Byzanz und seine Kultur."

Die Frauen fühlten sich auch zur Politik hingezogen: Die hochmütige Anna Dalassena, Mutter Alexios' I., regierte de facto das Reich und vergab Verleihungsurkunden. Alexios' Tochter spann Intrigen, um zu erreichen, daß nicht ihr Bruder, sondern ihr Mann, der Historiker und Heerführer Nikephoros Bryennios, auf den Thron erhoben würde. Irene Komnene, Schwägerin Manuels I., rühmte sich öffentlich ihrer oppositionellen Einstellung. Die von Prodromos beschriebene Gestalt der herrschsüchtigen Matrone scheint in dieser Zeit aktuell gewesen zu sein.

Heilig, Konrad Josef: Seite 112,142,162,258,261
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"Ostrom und das Deutsche Reich um die Mitte des 12. Jahrhunderts. Die Erhebung Österreichs zum Herzogtum 1156 und das Bündnis zwischen Byzanz und dem Westreich."

Theodora ist eine Tochter des Sebastokrators Andronikos ( 1142) und seiner als Mäzenatin bekannten Frau Irene und um 1135 geboren.
Und ebenso wie die Mutter der Theodora, die Sebastokratissa Irene, in Byzanz und Sofia die kleinen umherziehenden Literaten unterstützte und förderte, darunter klangvolle Namen ihrer Zeit wie Prodromos, Mansasses und Tzetzes, dürfen wir auch ihre Tochter in Österreich als Protektorin der fahrenden Sänger ansehen.
Als Braut wurde von Manuel Theodora ausersehen, die Tochter des 1142 verstorbenen Sebastokrators Andronikos und seiner hochgebildeten Frau Irene.
Mehr als über den Vater der Theodora wissen wir über ihre Mutter Irene; ja, sie hat sogar in der führenden Geschichte der KOMNENEN-Zeit ein besonderes Kapitel erhalten, das nicht auf Skandalen, sondern auf ihrer politischen Stellung und namentlich ihrer geistigen Bedeutung und ihrem Mäzenatentum beruht. Sie scheint keiner der hohen byzantinischen Familien angehört zu haben; denn soviel auch Prodromos in mehreren Versen über sie zu sagen weiß, nirgends verrät er ihre Herkunft, was er doch kaum unterlassen hätte wenn sie Nachfahrin berühmter Ahnen gewesen wäre. Ihr hervorstechendster Zug ist ihr Verhältnis zu Dichtern und Literaten.
Irenes Leben war nicht frei von Unglück und Kummer. Bald nach dem Regierungsantritt Manuels, um 1144, fiel sie beim neuen Kaiser aus unbekannter Ursache in Ungnade; vielleicht war das Mißtrauen die Veranlassung, das Manuel mit oder ohne Grund den Familien seiner älteren Brüder entgegengebracht haben mag [3 Betreffs Isaak siehe oben Seite 258. Über die Feindschaft der Witwe des Alexios, die Manuel verfolgt haben soll, siehe Chalandon I Seite 13. Manuels Hartherzigkeit gegen die Tochter des Alexios, die Frau des Protostrators Alexios Axouchos, siehe bei Niketas 4, 6 Sp. 485 B; 189.]. Irene wurde im Großen Palast konfiniert und dann auf die Fürsteninsel verbannt. Wieder in Freiheit gesetzt wurde sie später, wohl um 1150, auf eine Anzeige hin aufs neue in Haft gesetzt und nach Leukadion in Kleinasien aus der Hauptstadt entfernt, dann wieder im Stenoskloster, im Blachernenpalast und in einer schweren Krankheit im Pantokratorkloster längere Zeit gefangengehalten. Ihr ältester Sohn, der beim Kaiser in große Gunst gekommen war und als Dux das Thema Bulgarien erhalten hatte, legte sich beim Kaiser ins Mittel, bekam die Mutter frei und nahm sie mit sich nach Sofia. Um das Jahr 1157 muß Irene gestorben sein [7 Bei der Hochzeit des Alexios, üblicherweise in dessen 17. Lebensjahr, war die Mutter schon tot; nach Marcianus XI, 22 fol. 35 Vers 52, wo Prodromos die Tote apostrophiert.]. Soviel die erst zu einem Bruchteil gehobenen Quellen zu ihrem Leben besagen, war sie eine hochgebildete, auch für Astrologie interessierte Frau und gute Mutter, voll Hoheit, Würde und Frömmigkeit.
 
 
 
 

  oo Andronikos Komnenos, Prinz von Byzanz
      um 1107/08 1142
 
 
 
 

Kinder:

  Theodora
   um 1135 2.1.1183

  1148
  oo 2. Heinrich Jasomirgott Herzog von Österreich
           2.4.1114 13.1.1177

  Alexios Protosebastos Regent 1180/82
       1182

  Eudokia Komnena
      

  Sie war die Geliebte des späteren Kaisers Andronikos I.

  1. oo Thoros II. Herr des Gebirges (RUPENIDE)
               

  2. oo Michael Gabras
               

  Maria
      

  1. oo  Theodoros Dasiotes
                1143/44

  2. oo Johannes Kantakuzenos
                17.9.1176 gefallen

  Johannes Dukas-Komnenos
  vor 1127 17.9.1176 gefallen
 
 
 
 

Literatur:
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Heilig, Konrad Josef: Ostrom und das Deutsche Reich um die Mitte des 12. Jahrhunderts. Die Erhebung Österreichs zum Herzogtum 1156 und das Bündnis zwischen Byzanz und dem Westreich, in Kaisertum und Herzogsgewalt im Zeitalter Friedrichs I. Studien zur politischen und Verfassungsgeschichte des hohen Mittelalters, Anton Hiersemann Stuttgart 1944 Seite 112,142,162, 254,258,261,265,268 - Kashdan A.P.: Byzanz und seine Kultur. Akademie-Verlag Berlin Seite 36 - Thiele, Andreas: Erzählende genealogische Stammtafeln zur europäischen Geschichte Band III Europäische Kaiser-, Königs- und Fürstenhäuser Ergänzungsband, R.G. Fischer Verlag 1994 Tafel 202 -